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Gesundheit : Weiterer Schweinegrippe-Impfstoff zugelassen

Panorama, 05.11.2009, DerWesten

Berlin. Mit dem Mittel Celtura ist in Deutschland ein weiterer Impfstoff gegen die Schweinegrippe zugelassen worden. Klinische Studien hätten die Verträglichkeit des Impfstoffes gezeigt, der nicht, wie bisher üblich, mit Hühnereiern, sondern auf Basis von Zellkulturen hergestellt worden ist.

In Deutschland wurde mit dem Mittel Celtura des Schweizer Pharmakonzerns Novartis ein weiterer Schweinegrippe-Impfstoff zugelassen. Klinische Studien an mehr als 1850 Probanden hätten die Verträglichkeit des Impfstoffs gezeigt, teilte Novartis am Donnerstag in Basel mit. Der Impfstoff wurde auf Basis von Zellkulturen hergestellt statt wie üblich mit Hühnereiern. Diese Methode erlaube bei Bedarf, rasch mehr zu produzieren. Das Pharmaunternehmen will nun die Zulassung in weiteren wichtigen Ländern vorantreiben.

Impfstoff wird laufend nachgeliefert

Angesichts der steigenden Zahl von Schweinegrippe-Infektionen in Deutschland hat Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) zur Impfung gegen das Virus aufgerufen. «Je mehr sich impfen lassen, desto größer ist der Schutz für uns alle», sagte Rösler der «Bild"-Zeitung.

Rösler betonte, er selbst werde sich gegen die Schweinegrippe impfen lassen und zwar mit dem Impfstoff Pandemrix, der auch für die Allgemeinbevölkerung bereitgestellt wurde. Nach seiner Aussage kann es bei der Impfaktion vereinzelt zu Wartezeiten kommen, weil der bestellte Impfstoff nach und nach produziert und an die Bundesländer ausgeliefert wird. Niemand müsse sich aber Sorgen machen. Der Impfstoff werde laufend nachgeliefert, betonte Rösler. Bundesweit sind die Schweinegrippe-Impfungen Ende Oktober angelaufen. Die Impfaktion wird von den Ländern organisiert.

Neun Todesfälle mit H1N1

In Deutschland sind bislang etwa 30.000 Fälle von Schweinegrippe bekannt. Neun Todesfälle werden bisher mit dem Virus H1N1 in Verbindung gebracht. Dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge sind weitere Todesfälle bei einem Anstieg der Fallzahlen zu erwarten. Dabei müsse auch damit gerechnet werden, dass auch Patienten ohne relevante Vorerkrankungen an der Schweinegrippe sterben werden.

Auch in anderen Ländern breitet sich die Schweinegrippe weiter aus. Nach Angaben der venezolanischen Regierung ist die Krankheit auch bei den Yanomami-Indianern im Amazonasgebiet zwischen Brasilien und Venezuela ausgebrochen. Laut der in London ansässigen Organisation Survival, die sich dem Schutz eingeborener Volksgruppen verschrieben hat, sind in den letzten zwei Wochen vermutlich sieben Menschen des indigenen Stammes an der Schweinegrippe gestorben, tausend weitere seien infiziert. Die Situation sei äußerst gefährlich für die isoliert lebenden Yanomami, die bereits vor 20 Jahren durch eine Grippe- und Malariaepidemie viele Todesfälle zu beklagen hatten. Nach Angaben der venezolanischen Regierung wurde ein Team von Mediziner in die Region entsandt.

Erstmals Katze mit Schweinegrippe

Aus den USA wurde unterdessen erstmals über eine Schweinegrippe-Infektion bei einer Katze berichtet. Es handele sich offenbar um den ersten derartigen Fall, erklärten Veterinärmedizinern der Universität von Iowa. Der Kater habe sich vermutlich bei seinen Besitzern angesteckt. (afp)

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Herne. Das gefürchtete H1N1-Virus, das als „Schweinegrippe” für Unruhe sorgt, breitet sich aus – auch in Herne. Seit Montag sind 16 neue Fälle bestätigt worden, darunter acht Schüler. Damit steigt die Zahl der Infizierten seit Mai auf 66.   weiter...

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Hüftgold, am 05.01.2009 um 15:55
WolKim.de - Social News Community, am 11.01.2009 um 13:29

9 Kommentare

"Erstmals Katze mit Schweinegrippe"

Jetzt gleitet die Berichterstattung aber vollends in die Satire ab.
Im nächsten Jahr dann also "Katzengrippe"?

#1 von gany , am 05.11.2009 um 16:05

Prima, ein neuer Impfstoff. Nachdem sich der tumbe Michel geweigert hat, das "alte" Zeug zu "fressen", wird ihm doch nun hoffentlich der "neue" schmecken. Also: Nochmal 2 Mrd. Euro für den neuen ausgeben. Wenn ich mich nicht schon längst totgelacht hatte, wäre es nun soweit.

Apropos: Katze mit Schweinegrippe. Wäre ein verunsicherter Katzenliebhaber nun bereit, seine Katze gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen, würde das sicherlich Heerscharen von Tierschützern auf den Plan rufen, die ihm verbieten würden, das Tier einem zu großen Risiko auszusetzen.

Dann lasst mal schön eure Kinder impfen.



#2 von neindankeichsehmichnurum , am 05.11.2009 um 16:24

Ein neues Mittel ist da , jetzt werden nur noch Versuchskaninchen gesucht. Das Mittel hat keine Nebenwirkungen, außer man sieht hingerher aus wie ein Vietnamese , Herr Rösler!!

#3 von Kaputtschino , am 05.11.2009 um 16:39

Jetzt werden die Artikel um die Panikmache der Schweinegrippe reichlich lächerlich. Wie kann man sich eigentlich zu so einem Schwachsinn hinreißen lassen und schreiben, dass eine Katze an Schweinegrippe gestorben ist. Demnächst kommen noch die Hunde, Hamster, Vögel und sonstiges Vieh.

Ich frage mich wirklich langsam, wo der Verstand bei den Leuten sitzt, die diesen Schwachsinn verbreiten.

Sucht mal weiter nach Versuchskaninchen.
Wir lassen uns von der Pharmaindustrie nicht ausrotten.

#5 von B.Schmitz , am 05.11.2009 um 17:47

Unsere Mietpolitiker als Versuchskaninchen, das wäre was. Schaden kann eh nicht entstehen.

so, mal sehen....

#6 von glaube gar nix , am 05.11.2009 um 18:49

Danke, das ging fix.

#7 von glaube gar nix , am 05.11.2009 um 18:49

Gesetz den Fall, dass die Schweingegrippe wirklich gefährlich und eine Impfung notwendig ist, so vermisse ich in den Medien doch eine parallele Berichterstattung über die normalerweise jetzt einsetzende normale Grippewelle. Wenn es stimmt, dass jährlich an die 8000 Bundesbürger an einer normalen Grippe sterben, wäre eine entspr. vergleichbare Berichterstattung wünschenswert - wie viele Tote gibt es denn hier bereits ? WAZ, T-Online, n-TV, usw. bitte berichtet auch mal hier drüber !!!

#8 von F.Black , am 05.11.2009 um 20:22

@7 Genau! Finde ich auch:

Wie viele Kinder und Erwachsene hatten eigentlich in diesem Jahr Masern, Windpocken und sonstige hochansteckende Krankheiten?
Ich hätte mal gerne objektive Vergleichszahlen. Und gab es da auch täglich Horrormeldungen?
Mich erinnert das irgendwie an Fernsehsops.
Gibt es eigentlich noch andere Themen?

Prozentual, wenn ich mich nicht verrechnet habe sind das 30.000 insgesamt in ganz Deutschland seit etwa Mai:
30.000 = x, 100 % = rund 80.000.000 in diesem Land= 0,0375 %, wenn ich die ganzen Nullen richtig eingetippt habe.
Ab wann spricht man von einer Epedemie???

#9 von Wir_bleiben_gesund , am 06.11.2009 um 12:29

@8: Wieviel Tote dürfen es denn sein, bis ein Subjekt wie Sie die Grippe Ernst nehmen werden?
100, 1000 der vielleicht 1001?
Nennen Sie doch einfach mal eine Zahl....

#10 von Neheimer 1 , am 06.11.2009 um 13:38
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