Panne im Atomkraftwerk Biblis
31.07.2010 | 14:11 Uhr 2010-07-31T14:11:00+0200
Biblis/Wiesbaden.Im Atomkraftwerk Biblis hat sich eine Panne ereignet. Im Block B des Kraftwerks sei es bei Wartungsarbeiten an einer Schaltanlage zu einer kurzzeitigen Unterbrechung der Stromversorgung gekommen.
Im Atomkraftwerk Biblis hat sich eine Panne ereignet. Im Block B des Kraftwerks ist es bei Wartungsarbeiten an einer Schaltanlage „zu einer kurzzeitigen Unterbrechung der Stromversorgung gekommen“, wie eine Sprecherin des hessischen Umweltministeriums als Atomaufsichtsbehörde am Samstag in Wiesbaden sagte. Durch diesen Vorfall sei am Freitag ein Teil des Notstandssystems von Block B für etwa eine Minute ohne Spannung gewesen.
Den Angaben zufolge konnte die Stromzufuhr für die Schaltanlage durch eine Einspeisung von Block A des Kraftwerks wieder hergestellt werden. Eine Gefährdung „des Personals, der Umgebung oder der Anlage“ habe wegen dieses Vorkommnisses nicht bestanden. Das Notstandssystem diene dazu, bei einem Ausfall der Hauptwarte im Block B die Stromversorgung vom Nachbarblock aus zu gewährleisten, hieß es.
Angesichts des meldepflichtigen Vorfalls forderte der Vorsitzende der Grünen-Fraktion im hessischen Landtag, Tarek Al-Wazir, die sofortige Abschaltung des Atomkraftwerks. Mit der Panne sei ein weiterer Beweis erbracht, „dass Biblis A und B schnellstmöglich abgeschaltet werden müssen“. Für die Energieversorgung Deutschlands sei eine Laufzeitverlängerung nicht notwendig, weil der Ausbau der erneuerbaren Energien für ein ausreichendes Energieangebot sorge. „Noch dazu hat die Atomenergie in der Bevölkerung keinen Rückhalt mehr“, ergänzte Al-Wazir. Wer den Atomausstieg trotzdem rückgängig machen wolle, spiele mit der Sicherheit der Menschen.
Block A von Biblis ist das älteste deutsche Atomkraftwerk, das noch in Betrieb ist. Beide Reaktoren wurden im vergangenen Jahr einer Revision unterzogen. Derzeit wird in der Bundesregierung diskutiert, ob Biblis A weiter betrieben werden soll, obwohl der Konsens über den Atomausstieg einen Betriebsschluss noch für dieses Jahr vorsieht. (apn)
14:03
Jeder Bürger in Deutschland hat die Möglichkeit, den Atomstromausstieg selbst zu machen. Ich hab es schon getan. Ich kaufe meinen Strom bei der Firma Naturstrom.
Je mehr Menschen genau so handeln wie ich, umso schneller haben wir den Atomausstieg.
22:32
zu #25..Es sind genau 2,047ct/kWh!
..
Sind ist falsch, waren wäre richtig. Die neuen Zahlen sind 4,0 ct/kWh
18:59
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18:25
zu #22: ..
Die Sache ist zu ernst, um Witze zu machen...
Wieso Witze, dass sind Fakten, siehe letzte Ausgabe Finanztest, Grafik Stromkosten in Europa.
Zitat:..Deshalb müssen neue Fernleitungen her..
Aber auf Kosten der Grünen (Verursacherprinzip), die diese Energieart bevorzugen.
Die alten Leitungen sind für den alten Kraftwerkspark, und ich will billigen, alten Strom!
15:57
Ihr vergesst alle, dass alle KKW laufende Modernisierungen erfahren.
Alleine für Biblis wurden 1,4 Millarden in den letzten 10 Jahre für Erneuerungen ausgegeben. Jede Schraube und jede Leitung die damals mal eingebaut wurden, existieren im KKW nicht mehr, sondern wurden durch neuere ausgetauscht.
Siehe dazu folgendes Interview vom 23.04.2010:
Quelle:
http://www.allgemeine-zeitung.de/region/rhein-main/8794459.htm
15:32
@ 21 feder:
Die Sache ist zu ernst, um Witze zu machen.
Das vorhandene Leitungsnetz ist mit dem Strom aus alten Kohle- und AkW-Kraftwerken der großen Vierausgelastet. Das ändert sich erst recht dann nicht, wenn die Laufzeit der AKW verlängert wird. Es ist kein Platz für Strom aus Windparks. Deshalb müssen neue Fernleitungen her.
11:11
Den Netztausbau sollten die Grünen aus der jetzt durch ihre Propaganda / Wählerstimmen gut gefüllten Parteikasse zahlen, denn schon jetzt bringt die Windenergie offiziell 4 cents je kWh Mehrkosten. In Frankreich zahlt der Verbraucher nur 12 cents je kWh. Das sind bis zu 1000Euro Ersparnis für eine Familie je Jahr.
10:19
@ 6 schubidubidu:
Wenn in die alternative Energieerzeugung soviel an Subvention geflossen wäre, wie in die Entwicklung der Kernkraftnutzung, hätten wir schon längst grüne Zeiten.
@ 15 feder:
Wenn im Sommer das Kühlwasser zu heiß wird, importieren sie Kohlestrom aus dem kühleren NRW.Im Übrigen interessieren sich die Franzosen für das Pojekt Desertec.
@ 17 shulady:
Reparatur kaputter Windparks fördern das Wirtschaftswachstum, ohne strahlende Bauteile zu hinterlassen. Im Übrigen blockieren die großen Vier der AKW-Betreiber bewusst den Ausbau der Übertragungsnetze zu den Verbrauchszentren.
09:05
#18: Zitat:..Das dauert und dauert und dauert...
Die haben ja auch Zeit, diesen neuentwickelten Reaktortyp fertigzustellen, denn die vor Ort betriebenen Reaktoren aus den 70er Jahren dürfen 60 Jahre !!! in Betrieb sein, da sie aus Rußland stammen.
00:40
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