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Osnabrück etabliert sich als Standort für Kleinserienfahrzeuge

19.09.2012 | 11:16 Uhr

Der Sportwagenhersteller Porsche hat am Mittwoch die Produktion des Boxster in Osnabrück aufgenommen. Mit Porsche-Chef Matthias Müller am Steuer und dem niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister (CDU) als Beifahrer des ersten in Osnabrück gefertigten Boxster feierte das VW-Werk den offiziellen Produktionsstart.

Osnabrück (dapd). Der Sportwagenhersteller Porsche hat am Mittwoch die Produktion des Boxster in Osnabrück aufgenommen. Mit Porsche-Chef Matthias Müller am Steuer und dem niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister (CDU) als Beifahrer des ersten in Osnabrück gefertigten Boxster feierte das VW-Werk den offiziellen Produktionsstart. Als erstes Fahrzeug lief ein indischroter Boxster S vom Band, der für einen Kunden in Niederbayern bestimmt ist. Die Fertigung der Coupé-Variante Cayman soll bald folgen.

Müller erinnerte an die historischen Wurzeln der Zusammenarbeit zwischen Porsche und dem Auto-Produktionsstandort Osnabrück: "Wir haben von 1969 bis 1975 mehr als 115.000 Fahrzeuge des Modells 914 hier gebaut. Es ist also gar nicht so was Neues." Ähnlich wie Osnabrück heute von der guten Auftragslage im Stuttgarter Werk profitiert und Produktion aus Stuttgart-Zuffenhausen übernimmt, war es auch vor 51 Jahren. 1961 wurde das Modell 356 Hardtop Coupé als erster Porsche im Osnabrücker Karmann-Werk gefertigt.

Vor zwei Jahren hatte die Volkswagen Osnabrück GmbH als VW-Tochterunternehmen das Werk übernommen, nachdem Karmann 2009 Insolvenz angemeldet hatte. Der VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn erinnerte sich an seinen ersten Besuch im Osnabrücker Werk: "Vor zweieinhalb Jahren bei meinem ersten Besuch sah dieser Standort eher aus wie eine Fabrik-Ruine."

Nach Investitionen von mehr als 300 Millionen Euro in den Standort zeichne sich das Werk durch innovative Produkte sowie eine flexible und wettbewerbsfähige Produktion aus. Eineinhalb Jahre nachdem in Osnabrück im März 2011 die Produktion des VW Golf 6 Cabriolet begann, sei die Produktion des Boxster ein Gewinn für die 2.000 Mitarbeiter am Standort, für die Stadt und die Region.

Der VW-Chef bezeichnete den Produktanlauf des Porsche Boxster im Osnabrücker VW-Werk als "überzeugendes Symbol für das Zusammenwachsen von Porsche und VW". Winterkorn sagte zur Übernahme des Automobilgeschäfts von Porsche: "Wir können unsere Zusammenarbeit jetzt auf ein ganz neues Niveau heben."

McAllister sagte zum Boxster-Produktionsstart: "Diese Premiere heute ist ein Grund zur Freude für uns alle in Niedersachsen." Die Aufnahme der Produktion des Boxster sei noch vor einiger Zeit unvorstellbar gewesen. Jetzt habe sich bestätigt, was er bereits im März 2011 zum Beginn der Fertigung des VW Golf 6 Cabriolet prophezeit habe: "Osnabrück hat sich als Standort für Kleinserienfahrzeuge etabliert."

Porsche plant, bis zu 20.000 Boxster pro Jahr in Osnabrück zu bauen. Das entspricht etwa zwei Drittel der Fahrzeuge des erfolgreichen Zweisitzers.

dapd

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