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Opel will Image aufpolieren - ohne Lena

23.08.2011 | 19:46 Uhr
Opel will Image aufpolieren - ohne Lena
Die Sängerin Lena Meyer-Landrut. Foto: dapd

Rüsselsheim.Autobauer Opel will sein angekratztes Image verbessern. Auf die Dienste der Sängerin Lena Meyer-Landrut will man dabei künftig verzichten. „Wir machen nicht mit Lena weiter“, betont der neue Vorstandschef Karl-Friedrich Stracke.

Der Mann, der Opel wieder zum Erfolg führen soll, spricht mit einem amerikanischen Akzent. Dabei ist es wieder ein Deutscher, der an der Spitze des traditionsreichen Autobauers aus Rüsselsheim steht: Karl-Friedrich Stracke (55), der bisherige Entwicklungschef des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM). Die charakteristische Sprechweise hat sich Stracke während seiner Zeit in der GM-Zentrale in Detroit angewöhnt. Seine Strategie für den Autobauer nennt er „New Opel“ – die neue Opel AG.

Die Sanierung des lange Zeit krisengeschüttelten Autokonzerns ist nach Strackes Einschätzung so gut wie abgeschlossen. Das einzige verbliebene Thema sei die ungewisse Zukunft von 89 Beschäftigten im Werk Bochum. Zuletzt war der Streit über den Personalabbau eskaliert. Betriebsratschef Rainer Einenkel reagierte mit wütenden Protesten , nachdem das Unternehmen die 89 Mitarbeiter aus Bochum dazu aufforderte, ins Werk Rüsselsheim zu wechseln – ansonsten droht der Jobverlust.

Autobauer hatte angekündigt, 1800 von ursprünglich rund 5000 Stellen in Bochum zu streichen

Opel-Chef Stracke verteidigte das Vorgehen. „Wir haben jedem der 89 Mitarbeiter einen Arbeitsplatz in Rüsselsheim bereitgestellt“, sagte er vor Journalisten in der Firmenzentrale. Opel habe den Mitarbeitern auch finanzielle Unterstützung für einen Umzug vom Ruhrgebiet nach Hessen zugesagt. Ob es zu betriebsbedingten Kündigungen kommen werde ? „Keiner möchte das. Am allerwenigsten ich“, sagte Stracke. „Aber wir wollen auch unsere Ziele erreichen.“ Der Autobauer hatte angekündigt, 1800 von ursprünglich rund 5000 Stellen in Bochum zu streichen. Europaweit wurden rund 8000 Arbeitsplätze abgebaut.

Die Zukunft des Bochumer Werks sieht der Opel-Chef zunächst einmal gesichert. Die Autofabrik sei „auch für die nächsten Jahre gut ausgelastet“, erklärte Stracke. Er verwies auf die Fertigung des bestehenden und des neuen Opel-Modells Zafira. Hoffnungen, das Werk im Ruhrgebiet könne künftig auch Modelle der GM-Marke Chevrolet produzieren, gab Stracke einen Dämpfer. „Ich sehe das eher als unrealistisch an“, sagte er. Zwar sei „noch nichts entschieden“, doch der Konzern werde sich zuerst Standorte anschauen, die eine geringere Auslastung bei besseren Fertigungskosten hätten. Stracke nannte in diesem Zusammenhang den polnischen Standort Gliwice. GM-Chef Dan Akerson hatte angekündigt, Chevrolet-Modelle künftig möglicherweise auch in Europa zu produzieren.

Mit Sorgen blickt der Opel-Chef auf die Krise an den Finanzmärkten. „Wir hatten wirklich ein gutes Konsumklima. Durch diese Finanzkrise ist das jetzt leider etwas in Mitleidenschaft gezogen“, sagte Stracke. Er befürchtet, dass die Geschäfte von Opel insbesondere in Spanien und Italien in Mitleidenschaft gezogen werden könnten.

Dabei will Stracke eigentlich nach vorne blicken. Nur kurz und knapp äußert er sich dazu, dass es unlängst erneut Gerüchte über einen möglichen Verkauf von Opel durch den Mutterkonzern GM gegeben hatte. „Wir schauen jetzt nach vorn. Das Thema ist abgehakt“, sagte Stracke. GM-Chef Akerson habe sich klar zu Opel bekannt. Die Gerüchte gingen indes nicht spurlos am Autobauer vorüber. Die Tage der Unsicherheit hätten Opel kurzfristig „einen Knick im Auftragseingang“ beschert, berichtete Stracke.

Werbeeffekt durch „Made in Germany“

Seine Strategie namens „New Opel“ will der Vorstandschef den Führungskräften des Konzerns im November präsentieren. Nach den Kostensenkungsplänen unter Strackes Vorgänger Nick Reilly steht nun eine Steigerung der Erträge im Vordergrund. So will sich Opel stärker als bisher Exportmärkte wie Russland und die Türkei erschließen. Dabei setzt der Autobauer auch auf den Werbeeffekt von „Made in Germany“.

Eine der wichtigsten Aufgaben sei, das Image von Opel zu verbessern, betonte Stracke. Die Marke habe durch die jahrelange Sanierung gelitten. Auf die Dienste der Sängerin Lena Meyer-Landrut wolle Opel künftig verzichten . Den Vertrag mit der Überraschungssiegerin beim Eurovision Song Contest 2010 lässt Opel auslaufen. „Wir machen nicht mit Lena weiter“, sagte der Opel-Chef.

Ulf Meinke

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Kommentare
24.08.2011
20:18
Opel will Image aufpolieren - ohne Lena
von sprichdichaus | #18

Opel hat zum Glück erkannt das Promis ein Flop sind . Bestimmt sind sie nicht geeignet um ein angekratztes Image aufpolieren. Ein gutes Image erreicht man durch Qualität sowie Käufer und Kundennähe.

24.08.2011
19:06
Opel will Image aufpolieren - ohne Lena
von Volksentscheid | #17

#14
100 % Zustimmung

24.08.2011
16:23
Opel will Image aufpolieren - ohne Lena
von FB-1848 | #16

#14
Strackes Vorgänger konnten in Detroit auch nichts ändern. Die standen alle vor den großen Herren, waren am zittern und bekamen keinen geraden Satz heraus.
Herr Forster hatte sogar seinen Pass vergessen und kam damals nur mit schwierigkeiten auf die Motor Show.

24.08.2011
11:04
Opel will Image aufpolieren - ohne Lena
von Kadett1960 | #15

Ich glaube nicht, dassder Erfolg des neuen Zafiras von 89 Mitarbeitern abhängig ist.

24.08.2011
10:40
Opel will Image aufpolieren - ohne Lena
von WernerGuenther | #14

Ein nicht so glücklich engagiertes Management kann keine Werbung mit Lena oder irgend einen anderen Star machen und dann hoffen das dann alles gut wird.Das Lena sich auf das Abenteuer Opel eingelassen hat ist für mich nur mit ihrer jugendlichen Unbefangenheilt zu erklären.
Opel kann nur Punkten wenn das Unternehmen sich nach aussen hin gut verkauft,dass kann man aber nicht wenn man klein kariert denkt und an die Änderungskündigungen der 89 Mitarbeiter fest hält.
Hat Herr Stracke nicht die Mut seinen Boss in den USA zu sagen das der neue Zafira ein guten Anlauf braucht und die Arbeiter dringend benötigt werden?
Herr Forster war auch ein ausgewiesener Auto-Experte,ist meiner Meinung nach aber an den Vorgaben aus Detroit gescheitert.
Opel ist doch hervorragend aufgestell. Mich hat ein Opel noch nie enttäuscht,alle meine Opel sind von bester Qualität !!
Wenn Opel jetzt an die Kündigunggen fest hält ist das für mich ein Zeichen das in den neuen Zafira der ja nur in Bochum gebaut wird keine grossen Erwartungen gesetzt werden.
Oder setzt das Management auf Leiharbeiter? Das wäre dann aber wirklich eine Miese Sache und würde das Ansehen der Firma Opel nachhaltig nicht gut tun.

24.08.2011
08:20
Opel will Image aufpolieren - ohne Lena
von lindestar | #13

Endlich haben sie kapiert das Lena eine Antiwerbefigur ist. Die Zusammenarbeit war der größte Fehler den Opel je gemacht hat und dann auch noch in einer Krisenphase. Da sollte man sich schon eine beliebte Werbefigur aussuchen.

24.08.2011
08:07
Blockierter Kommentar.
von Klartextschreiber | #12

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

24.08.2011
07:59
Opel will Image aufpolieren - ohne Lena
von xdiexgedankenxsinnfreix | #11

Wenn der Herr Opel so böse mit die Lena is,
sollen die Opel Arbeiter mal ganz still sein, is doch wahr!

24.08.2011
06:53
Opel will Image aufpolieren - ohne Lena
von B.Schmitz | #10

Wer ist Lena?

24.08.2011
06:46
Opel will Image aufpolieren - ohne Lena
von Kernow | #9

Lena kann dem Image ja auch nur schaden...ich frag mich heute noch, was es den Raab wohl gekostet haben mag, die auf Platz eins zu bekommen.

Wegen ihrer Gesangskünste wars ja wohl nicht....

Ich hab früher immer Opel gefahren und ich war immer zufrieden - heute sieht die Sache etwas anders aus; aber meine alten Kadetten liefen immer tadellos.

Und wenn Lena nicht mehr singt bleibt auch bei Opel das Blech grade :O)

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