Autobranche
Opel-Mitarbeiter fürchten Schließungspläne
04.11.2009 | 16:34 Uhr 2009-11-04T16:34:00+0100Bochum. Die Nachricht von der geplatzten Opel-Übernahme hat die Mitarbeiter des Unternehmens erschüttert. Sie sind erschöpft, frustriert und haben Angst. Viele erinnern sich an einen Plan von General Motors, das Bochumer Werk zu schließen: „Die haben den bestimmt noch in der Schublade liegen.”
Im Zickzacklauf versuchten die Mitarbeiter der Opel-Mittagsschicht am Mittwoch vor dem Haupttor des Bochumer Werkes den Mikrofonen, Kameras und Notizblöcken der Journalisten auszuweichen. Was denn die GM-Entscheidung, Opel lieber selbst zu sanieren, für Bochum bedeute, war sicherlich die meistgestellte Frage. Die häufigste Antwort darauf bei wirklich unangenehmen Nieselregen: Ratloses und abwehrendes Schulterzucken.
Betriebsratschef Rainer Einenkel fiel natürlich mehr dazu ein. Die Enttäuschung aber auch der Trotz über die Entscheidung in Detroit war ihm anzumerken. „Wir bleiben bei unseren Forderungen.” Oder: „Eine Schließung dieses Werkes werden wir niemals hinnehmen.” Gleichzeitig kündigte er für den morgigen Donnerstag, 5. November, einen Aktionstag an.
Rüttgers kommt als zorniger Mann
Um 14 Uhr ruft der Betriebsrat die Mitarbeiter zu einer Informationsveranstaltung zusammen. In dieser Zeit ruht die Produktion an den Bändern. Angekündigt sind Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz, der Bezirksleiter der IG Metall, Oliver Burkhard und Ministerpräsident Jürgen Rüttgers. Vor ziemlich genau fünf Monaten stand er an gleicher Stelle und erklärte für den Landesregierung den mehr als 2000 Beschäftigen, wie es zur Rettung von Opel gekommen sei.
Jetzt dürfte er als zorniger Mann kommen. Vorab ließ die Landesregierung bereits etwas von diesem Zorn verbreiten: „Dieses Verhalten von General-Motors zeigt das hässliche Gesicht des Turbokapitalismus. Das ist völlig inakzeptabel.” Rüttgers, der sich in den vergangenen Monaten massiv für den Erhalt des Bochumer Werkes eingesetzt hatte, dürfte den Mitarbeiter diesem wenig Tröstliches mitzuteilen haben.
Alte Schließungspläne neu aufgelegt?
Abseits des Medienrummels vor Tor 1 machen ein paar hundert Meter weiter an der Dannenbaumstraße im Schatten des historischen Zechengebäudes gestandene Mitarbeiter keinen Hehl aus ihrer Enttäuschung: „Das ist eine schlechte Nachricht für Bochum”, sagt Dieter Resach, der seit mehr als 20 Jahren bei Opel arbeitet. Er erinnert an den ersten Sanierungsplan von GM, der unverblümt eine Schließung des Bochumer Werkes vorsah: „Die haben den bestimmt noch in der Schublade liegen.”
Zur Art der Verhandlung der Amerikaner sagt Martin Denguth, ebenfalls seit 20 Jahren bei dem Autobauer: „Die haben uns doch in den vergangenen Monaten nur hingehalten.” Sein Arbeitskollege Artur Lukas ist ähnlich skeptisch: „Wie es mit Bochum weiter geht, werden wir sehen.”
Gewerkschaft spricht von Unverschämtheit
In einer ersten Reaktion sagte Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz: "Die Entscheidung von General Motors macht mich sehr betroffen. Sie konterkariert das Engagement von Politik und Arbeitnehmervertretung für eine Zukunft von Opel.” Gemeinsam mit ihren Amtskollegen der anderen deutschen Opel-Städte Rüsselsheim, Eisenach und Kaiserslautern fordert sie, dass diese Standorte jetzt nicht in Frage gestellt werden dürften.
Ganz deutlich wurde die 1. Bevollmächtigte der Bochumer IG Metall, Ulrike Kleinebrahm, die von Anfang an gemeinsam mit dem Betriebsrat die Entwicklung nach Bekanntwerden der Insolvenz des GM-Konzerns begleitet hatte: „Diese Entscheidung ist eine Unverschämtheit gegenüber allen, die in der Vergangenheit versucht haben, Konzepte für Opel zu entwickeln. GM ist ein unberechenbarer Partner.”
13:15
desde España, lamentamos el circo que se esta montando con opel, yo trabajo en figueruelas en opel, y creo que el principal problema a sido que han intentado saquear OPEL por temas politicos desde Europa a sí lo vemos. ni al presidente del comite europeo le ha importado undir al resto de plantas, Sr, Frank dimite. y animo compañeros Alemanes ahora vereis como es un problema para todos y de todos.
17:13
zu: #14 von Werner445,
Zitat: >> Der Deutsche bekommt nunmal das...was er sich selbst gewählt hat.Verlogene Politiker,die dem blöden Volk suggestieren wie fähig sie sind.Die Wirklichkeit kommt nun ans Tageslicht,die gesamte Bundesregierung,nebst Vorgänger- Lachkabinet, .............. <<
Gut, irgendwie haben Sie schon recht. Nur sind es eben auch nicht alle Deutschen, die gleichermaßen beklopft sind und diese Herrschaften gewählt haben. Es gab genügend, jetzt und vorher, die sehr wohl voraussahen, was da auf uns zukommt.
Und, ich kann mich nur wiederholen, das ist eben ein riesiger Nachteil der Demokratie, dass die Dummheit bestimmt wo es lang geht, weil sie oft genug in der Mehrzahl ist. Und weil eben unsere Politiker Meister darin sind, die Dummen vom größten Schwachsinn zu überzeugen, sie für ihre Machtgelüste zu instrumentalisieren. Das beherrschen sie sehr viel besser als ihr politisches Handwerk.
Aber. liebe Mitbürger aus NRW, ihr seid die nächsten an der Wahlurne, ihr habt es in der Hand wenigstens ein klein wenig den letzten Fehler auszubügeln.
Allerdings gibt es zugegebenermaßen herzlich wenig an Alternativen. Aber die eine, die sollte man nützen. Vielleicht liegt da ja doch noch eine Chance zu gewissen Verbesserungen. Man soll ja die Hoffnung nie aufgeben.
12:33
Die Angelegenheit ist, was sie Stimmungmache
anbelangt, doch recht einfach:
Mit dem unerschütterlichen (Irr-)Glauben an alles, was der Staat positiv bewirkt, wenn er sich um einzelne Angelegeheiten der Wirtschaft kümmert, wurde doch der Grundstock für die Entäuschungen
gelegt. Kumpels werdet endlich wach und laßt Eure sozialistischen Träumereien, sie führen zu
nichts. GM hat nun die besten Chancen mit seiner
Tochter Opel wieder zu gesunden. Ihr werdet es sehen!
Glück auf!
08:33
Der beste Kommentar von Kapputschino. Die Arbeiter bei OPEL haben noch nicht kapiert, wie Kapitallogik funktioniert: Höhere Gewinne durch Entlassungen. Man rotzt die überflüssigen Arbeitskräfte einfach dem Staat vor die Tür.
Mich erstaunt nur immer wieder, wie blöd diejenigen sind, die diese feiste Regierung gewählt haben.
Das alles beherrschende, zukünftige Gefühl wird Wut sein.
00:59
Oh, die armen Handwerker,wie tun sie mir leid.Hatten doch seit 1962 Zeit ,sich bei bei Opel zu bewerben,und richtig fett Kohle zu machen.Da hat dann ihr Niveau wohl doch nicht ganz gereicht !
20:13
#34
Wenn ich mir das Ergebnis und die Kosten so mancher handwerklicher Arbeit anschaue und dies mit den Leistungen der Opel-Teilemontierer vergleiche, sollte das Handwerk sich ganz still in die Ecke verkriechen und daran arbeiten, irgendwann einmal auf das Niveau der Teilemontierer zu gelangen.
20:06
@ 34
Warum ist ein Opelarbeiter überbezahlt?
Jetzt geht die Neid- und Missgunstdiskussion schon wieder los. Hier gönnt man wohl dem Anderen absolut nichts!
Irgendwie ist diese Kommentarfunktion doch ein schönes Beispiel für die Denke vieler Menschen.
19:54
Macht den Laden endlich dicht!!!!!!!!!!!!
Dann seht ihr überbezahlten , unterqualifizierten Teilemontierer endlich, das ihr für eure Arbeit überbezahlt wurdet. Im Handwerk müsst ihr für viel weniger Geld körperlich mehr arbeiten.
19:45
GESTERN NOKIA
HEUTE OPEL
MORGEN BUNDESBANK
Gute Nacht BOCHUM
19:29
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