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Oberster UN-Klimaschützer Yvo de Boer tritt zurück

18.02.2010 | 16:10 Uhr
Oberster UN-Klimaschützer Yvo de Boer tritt zurück

Amsterdam. Der Chef des UN-Klimasekretariats legt sein Amt zum 1. Juli nieder. Yvo de Boer gilt als unermüdlicher Lobbyist für den Klimaschutz. Der Minimalkonsens beim Klimagipfel in Kopenhagen soll ihn sehr enttäuscht haben. Künftig will er für ein Beratungsunternehmen arbeiten.

Der oberste Klimaschützer der Vereinten Nationen nimmt seinen Hut: Yvo de Boer gibt sein Amt zum 1. Juli auf, wie er am Donnerstag mitteilte. Zugleich sagte der 55-jährige Chef des Weltklimasekretariats (UNFCCC), sein Rücktritt sei keine Reaktion auf den enttäuschenden Ausgang des Klimagipfels von Kopenhagen. Das Treffen im Dezember endete mit einem Minimalkompromiss, was auch als persönliche Niederlage für De Boer gewertet wurde.

Enttäuscht von Kopenhagen

“Kopenhagen war nicht, was ich mir erhofft hatte“, räumte De Boer am Donnerstag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP ein. Dennoch habe der Gipfel eine „solide Grundlage für die erhoffte globale Antwort“ auf den Klimawandel gelegt.

Der Niederländer stand knapp vier Jahre an der Spitze des IPCC. Durch regelmäßige Pressekonferenzen und unermüdliche Lobby-Arbeit bei Staats- und Regierungschefs brachte er das Thema Klimaschutz auf der politischen Agenda nach ganz oben. Dennoch gelang es ihm nicht, das Misstrauen zwischen Industrie- und Entwicklungsländern zu überbrücken.

Künftig als Experte in der Privatwirtschaft

Das faktische Scheitern des Kopenhagener Gipfels setzte De Boer nach Ansicht von Beobachtern mehr zu, als er eingestehen wollte. So erzählte Jake Schmidt, Klimaexperte der US-Umweltschutzorganisation NRDC, über eine Begegnung mit De Boer: „Ich habe ihn nach Kopenhagen am Flughafen getroffen. Er war müde und ausgelaugt.“ Der Gipfel habe ihn „stark mitgenommen“.

Künftig will De Boer unter anderem als Experte für Klimaschutz und Nachhaltigkeit für das Beratungsunternehmen KPMG arbeiten. Fünf Monate nach seinem Ausscheiden aus dem UNFCCC treffen sich die 193 UN-Mitgliedstaaten in Mexiko zu einem weiteren Klimagipfel, um ein neues Abkommen zur Reduzierung der Treibhausgase in Angriff zu nehmen. (apn)

DerWesten

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Kommentare
19.02.2010
00:19
Oberster UN-Klimaschützer Yvo de Boer tritt zurück
von Alois_Egon | #4

@#3
Ja leider neigen gerade die Politiker bei uns im Moment noch eisern dazu, die täglich neuen Enthüllungen erst mal konsequent zu ignorieren, weil doch der große Clou mit der CO2-Versteuerung in allen Lebenslagen das erklärte Ziel war.
Gott sei Dank haben China, Indien und die USA in Kopenhagen erst mal einen Strich durch die Rechnung gemacht. Und Climagate hat dann die Aufdeckung der Machenschaften erst richtig in Gang gebracht.
Wir müssen sehen, welche Sau nun bei uns und in Europa anstatt CO2 durchs Dorf getrieben wird.
Gut ist nur, dass die Natur selbst alle Modellrechnungen ad adsurdum führt. Seit 11 Jahren will es doch ums Verrecken nicht mehr wärmer werden und seit 5 Jahren wird es sogar wieder kälter. Was bildet sich die Natur nur ein, sie hat sich doch gefälligst an die Modellrechnungen zu halten.
Schlimm ist natürlich besonders für die Grünen, dass CO2 nun nicht mehr als Klimakiller verkauft werden kann und somit die ganzen Proteste gegen Kohlekraftwerke sich in Luft auflösen.
Aber vielleicht kommt denen das auch ganz gut zu pass, weil doch die Verweigerung gegen Kohle der größte Bumerang in Sachen Atomkraftrwerke ist.
Und so können nun die Grünen wieder für Kohle und gegen Atom sein. Wer sagt es denn.

18.02.2010
20:52
Oberster UN-Klimaschützer Yvo de Boer tritt zurück
von Meierzwei | #3

Was machen denn nun die 30 000 Deligierten die Kopenhagen tagten und die zigtausend Aktivisten die demonstrierten und wo ereifert sich Renate Kühnast oder Gabriel jetzt?
Das Klimading ist wohl abgefahren, also wie kann man denn nun populär werden, wenn man sonst nix drauf hat als Ängstliche anzumachen?

18.02.2010
19:27
Oberster UN-Klimaschützer Yvo de Boer tritt zurück
von Grundgesetzeee | #2

@1
genauso siehts aus. der verlässt das, vor lauter lügen vollgeladene, klimaschiff bevor es sinkt.

18.02.2010
17:12
Oberster UN-Klimaschützer Yvo de Boer tritt zurück
von damilo | #1

Darf ich mal kräftig lachen???

Dieser Mann tritt von selber ab, bevor man ihn mit einem Fußtritt zur Tür hinaus befördert. Der IPCC hat sich selber disqualifiziert, indem er Klimadaten missinterpretierte, Messdaten die einer Erderwärmung nicht entsprachen einfach ausließ oder manipulierte, Fakten verdrehte oder sogar einfach erfand.
Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern Fakt.
Wissenschaftler die sich gegen die immer wieder gepredigte von Menschen gemachte Klimakatastrophe stellen, werden systematisch überhört oder manchmal sogar denunziert.
WIr behaupten von uns, wir leben in einer wissenschaftlich aufgeklärten offenen Welt.
Doch werden auch heute noch, Meinungen und Thesen, auch gut recherierte oder mit Fakten belegte, die nicht ins Weltbild der Gemeinschaft der Elite der Wissenschaftler passt, einfach unter dem Tisch fallen gelassen, schlimmstenfalls komplett zerschlagen, ohne allerdings richtige Gegenargumente zu liefern. Was ist denn an solch einem Verhalten fortschrittlich und wissenschaftlich?

Ich glaube der Mensch ist für viel Sch... auf der Welt verantwortlich. Aber wenn es denn mit der Klimakatastrophe doch so ernst ist, warum rodet man heute noch täglich tausende Hektar von Regenwald, die wohl größte CO2 Umwandlungsanlage. Warum setzt man immer noch auf Biosprit, dem schon längst eine negative Oköbilanz nachgewiesen ist.
Stattdessen will man weiter auf Atomkraft setzen, ist ja so schön CO2 frei, ohne auch nur im Ansatz die Entsorgungsproblematik zu klären.
Oder neue Kohlekraftwerke bauen, die haben ja auch einen viel besseren Wirkungsgrad als die alten. Nur das die neue Werke viel, viel größer gebaut werden, als die alten, was die Ökobilanz wieder auf Null zurück bringt.

Der Weltklimarat hat seine Glaubwürdigkeit verloren und der Mann ist selber gegangen, bevor man ihn hätte zum Teufel schicken können.

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