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Obamas Sputnik-Moment – von Gudrun Büscher

26.01.2011 | 16:59 Uhr

US-Präsident Obama ist ein begnadeter Redner, der die Gunst der Stunde zu nutzen versteht. Die Rede zur Lage der Nation war eine solche Stunde. Und wer genau hinhörte, weiß auch, was sie geschlagen hat. Dies, so sagte Obama, ist der „Sputnik-Moment unserer Generation“.

Nun werden vor allem die jüngeren Zeitgenossen nicht mehr zwangsläufig wissen, auf was der Präsident anspielte. 1957 schickte die Sowjetunion den allerersten Satelliten ins All – „Sputnik 1“. Er steht heute für den Beginn der Raumfahrt und für ein geschocktes Amerika. Aus dem Selbstverständnis heraus, die bessere, stärkere, klügere und fortschrittlichere Großmacht zu sein, empfanden die Amerikaner „Sputnik“ als Schmach. Ebenso wie die sofort forcierten und erbärmlich gescheiterten Versuche, selbst Satelliten ins All zu schicken. Doch aus dieser Niederlage erwuchs etwas Großes. Die Nation besann sich auf ihre Stärken. Alle packten an, Geld spielte keine Rolle, und am 21. Juli 1969 betrat der Amerikaner Neil Armstrong als erster Mensch den Mond.

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