OB Sauerland zur Loveparade
02.08.2010 | 16:18 Uhr 2010-08-02T16:18:00+0200
Essen. In einer persönlichen Stellungnahme hat Oberbürgermeister Adolf Sauerland Stellung genommen zum Loveparade-Unglück. DerWesten dokumentiert den Wortlaut.
„Die Katastrophe bei der Loveparade hat bei allen Beteiligten viele Fragen aufgeworfen. Neben den Fragen zur Ursache steht die zentrale Frage nach der Verantwortung im Raum.
Die Veranstaltung hat vielen Menschen unermesslichen Schmerz zugefügt. Am Entsetzlichsten leiden die Familien und Freunde der Opfer. Sie haben einen unwiederbringlichen Verlust erlitten. Ihr Schmerz ist grenzenlos. Ich trauere mit ihnen.
„In einen tiefen Schock versetzt“
Der Ablauf der Loveparade, die vielen Toten und Verletzten mitten in unserer Stadt haben auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung und mich selbst in einen tiefen Schock versetzt. Wenn ich deswegen in den letzten Tagen Fehler gemacht habe, bitte ich, mir das zu verzeihen. Dieses Unglück wird auch mich mein Leben lang nicht mehr los lassen. Für mich steht fest: Ich werde mich meiner Verantwortung uneingeschränkt stellen – der persönlichen wie der politischen. Beides hängt allerdings zusammen. Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich erst Klarheit über eine etwaige tatsächliche Verantwortung der Stadtverwaltung haben muss, bevor ich die politische Verantwortung dafür übernehme.
Verwaltungsinterne Untersuchungsgruppe
Um dies zu klären, habe ich verwaltungsintern eine Untersuchungsgruppe eingesetzt, die den gesamten Sachverhalt im Verantwortungsbereich der Stadt aufklärt. Ein erster schriftlicher Zwischenbericht wird dem Innenausschuss des Landtags zur Sondersitzung am Mittwoch zur Verfügung gestellt werden.
Geprüft wird auch mit Unterstützung externer Experten, ob und gegebenenfalls auch inwieweit in der Stadtverwaltung Fehler gemacht wurden und ob Erkenntnisse vorliegen, dass Dritte gegen Genehmigungsvorgaben der Stadt verstoßen haben. Meine Verwaltung und ich werden an dieser Aufklärung mit aller Kraft mitwirken.
„Selbstverständlich werde ich mich dem Abwahlverfahren stellen“
Selbstverständlich werde ich mich – wie bereits von mir angekündigt – einem gemäß der Gemeindeordnung für das Land NRW vorgesehenen Abwahlverfahren stellen.
Ich persönlich wünsche mir zusätzlich nach der Innenausschusssitzung am Mittwoch die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses des Landtags NRW. Dieses schärfste parlamentarische Instrument zur Aufklärung von Abläufen und Verantwortlichkeiten sollte unverzüglich seine öffentliche Arbeit aufnehmen.“
13:50
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23:52
von herrn Sauerland wird (noch) nicht erwartet, die SCHULD, zu übernehmen. aber wie der veranstalter und die sicherheitsexperten trug er einen teil der VERANTWORTUNG mit seinen entscheidungen. um das festzustellen bedarf es keines Staatsanwalt/Richter, das sagt einem die ethik, wenn man eine hat.
SCHULD übernimmt man als Person, VERANTWORTUNG im amt/beruf.
seiner verantwortung gerecht zu werden bedeutet nicht auch ein schuldeingeständnis, wie man uns glauben machen will.
VERANTWORTUNG übernehmen muss erst recht, wer angibt von dingen kein wissen erlangt zu haben, das die spatzen von den dächern pfiffen, herrn schreckenberg stünde das auch gut zu gesicht.
mit ein wenig glück und den richtigen kontakten wird ihm nie die SCHULD zugesprochen werden. niemand wird ihn auf eine anklagebank zerren und ihm vorwerfen ER habe die menschen getötet. die VERANTWORTUNG besonders sich selbst gegenüber, aber auch seinem amt als OB wird er sich nie entziehen können.
auch sein großzügiges angebot einer abwahl zu zustimmen zeigt die arroganz, mit der schon das event durchgewunken wurde. vielleicht sollte ihm mal einer über die rechtslage unterrichten, wie egal es ist ob er zustimmt. uns verkauft man das als demokratie...
aber was schreibe ich das? er zieht es vor sich an verhaltensmuster zu bedienen, die man früher verbrechern zuschrieb: abducken, untertauchen, aussitzen.
@elsper:
ein sündenbock genügt in dem fall nicht. der hass geht auch gegen:
den veranstalter McFit Schaller, der aus der LP ein BallermannEvent machen wollte,
gegen den sicherheitsexperten Schreckenberg, der im anschluß sogar noch zynisch sein konzept verteidigt,
gegen den polizeichef, dem klar war warum sein vorgänger gegangen wurde und zweifel nicht hören wollte
sie sollen sich der VERANTWORTUNG stellen, das mit der SCHULD macht der liebe Gott!
22:03
Nein @elsper, er ist der Verantwortliche (!)
Siehe das Sitzungsprotokloll!
21:28
super: das ist so als wenn ich nen unfall mit mehrren toten verursacht habe und nun alles aber auch alles daran setze möglichst lückenlos aufzuklären! der typ dürfte keine gelegenheit mehr bekommen durch abssprachen mit untergebenen akten zu manipulieren und sachverhalte zu fälschen. die gefahr würde ich definitiv nicht komplett ausschliessen!!
20:09
Sehe ich anders. Sauerland ist nicht der allein Schuldige. Möchte nicht wissen, wie wütend und sauer gerade die Toten und Verletzten bei einer Absage gewesen wären. Hier wird nur blinde Rache gefordert und keine Aufklärung. Wer die Tore zum Tunnel nicht rechtzeitig zu machte und die Raver bei dem Gedränge nicht sofort unkontrolliert auf das Gelände ließ ist für mich der wahre Schuldige. Aber auch der oder die wollten bestimmt keine Toten und Verletzten, sie waren einfach zu blauäugig. Ich war im Tunnel und bin erschüttert über die echte Trauer der jungen Leute und trauere mit ihnen. Nur den konzentrierten Haß auf Sauerland kann ich überhaupt nicht verstehen. Will man unbedingt einen Sündenbock?
Gruß elsper.
20:03
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19:52
Was ist Sauerland nur für ein armseliger Politiker.
Hier geht es nur um seine Pension.
Als OB ist seine Karriere eh beendet egal ob Rücktritt oder Abwahl.
Also was soll das am Stuhl kleben.
Herr Sauerland, Sie geben eine erbärmliche Figur ab. Sie sollten sich was schämen.
Was müssen die Angehörigen der toten empfinden und für alle verletzten Teilnehmer der Loveparade und Betroffenen ist ein Schlag ins Gesicht.
Treten Sie endlich zurück.
Das ist das einzige Signal um einen Neuanfang zu starten.
19:51
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17:10
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17:09
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