Nur Unschuldige
01.09.2010 | 18:20 Uhr 2010-09-01T18:20:00+0200Weit und breit nur Unschuldige in Sachen Loveparade. Während aktuell die Rechtsanwälte im Auftrag des Innenministeriums feststellen, dass die Polizei entlastet ist, entdecken die Anwälte der Stadt Duisburg, dass die Verwaltung sowieso nichts für das Chaos kann.
Dieser Gutachterkrieg hilft erstmal kaum jemanden – außer natürlich den Betroffenen, die von ihrer eigenen Schuld ablenken möchten.
Man wartet nur auf das Gutachten von Loveparade-Macher Rainer Schaller, der bislang angeblich entlastende Dokumente im Internet veröffentlicht hat. Solange nicht alles auf den Tisch kommt und die Abläufe nachvollziehbar gemacht werden, sind die Gutachten nicht mehr als bedrucktes Papier.
Bis jetzt ist nur klar, dass der Veranstalter für die Sicherheit auf dem Partygelände verantwortlich war und seine Zusagen nicht eingehalten hat. Es ist auch klar, dass die Stadt Duisburg ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen ist und passend machte, was nicht passen wollte. Und es ist genauso klar, dass Polizisten zu spät und falsch reagiert haben – als die Kette auf der Rampe zu lange gehalten wurde.
Warum dies alles so geschah, kann nur ein Untersuchungsausschuss klären. Dieser muss endlich eingesetzt werden.
10:50
Tenrix
gehen sie der Sache nach und melden sie Ihre Ergebnisse Lopavent : kontakt@loveparade.com
10:48
Tenrix
Nennen Sie doch einfach die Firmen!
07:28
Schuld von den Gerichten entschieden – basta! So ist das in unserem Rechtsstaat.
Und vorher müssen Fakten gesammelt werden. Dazu kann auch investigative Presse beitragen.
Jetzt muss endlich bekannt werden, wer den Auftrag zum Errichten der illegalen Bauzäune auf der Rampe erteilt hat - und ob das vom Bauordnungsamt zur Kenntnis genommen wurde. Oder war das eine Nach- und Nebelaktion von einem bisher Unbekannten?
Wer die Bauzäune geliefert hat, ist in der Bilddokumentation im Internet zu erkennen.
Unter dem gleichen Logo firmieren zwei Bauzaun-Liferanten, die mit „bausicherung“ gegooglet werden können. Bei diesem Firmen gibt es die Auskunft, wer der Auftraggeber war.
23:47
22 Todesopfer oder mehr und mehr als 500 verletzte Opfer kann, darf man nicht Chaos nennen, nicht Opfer einer Massenpanik. Es war kein Drama und auch keine Tragödie. Es war eine unmenschliche, fahrlässige und vorsätzlich verursachte Katastrophe, die schildhaft von Dilettanten und Unqualifizierten auf kospirative, korrupte, Komplottartige Weise herbeigefuehrt wurde. Vorsätzlich wegen Klöpfel, Schreckenberg und Rabe. Fahrlässig wegen Bauaufsicht, Feuerwehr und Polizei. Beabsichtigt aus Versicherungs- und Haftungsgruenden. Fahrlässig aus Unterachtlassung von enormen, mehrfachen Sicherheitsbedenken. Betruegerisch wegen Außerachtlassung von Sicherheitsanweisungen und Alleingängen. Korrupt wegen geflossenen Geldern und gekauften Unterschriften. Kriminell wegen Amtsmissbrauch. Vorsätzlich wegen illegalen Zäunen auf der Rampe und außerachtlassung von legalen Flucht- und Rettungswegen. Kriminell bzgl. Entflutungskonzept.
Und ich bin mir sicher, dass noch ganz viel fehlt.
Redaktion, dies ist meine persönliche, subjektive Meinung, nicht Ihre!
23:46
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23:06
Wenn Anstand und Sitte verloren haben, treten in diesem Staat Gutachter und Juristen auf den Plan.
Zum Schluss wird alles richtig gewesen sein, nur die 21 toten jungen Menschen und die fast 600 verletzten Menschen stören dieses schöne Ergebnis!
Herr Sauerland, Herr Schaller und Herr Schmähling, sie geben ein jämmerliches Bild ab. Und so was wollte geradezu Vorbild sein!
Treten sie endlich ins zweite Glied, sowas hat diese Stadt und seine hart arbeitenden Einwohner einfach nicht verdient!
18:41
... und Schaller sagt Kerner ab.
http://www.bild.de/BILD/Newsticker/news-ticker/2010/09/01/01-18-schaller.html
Zumindest diese Nebelkerze bleibt uns erspart