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Nun übt sogar die Kanzlerin Druck auf Mehdorn aus

02.02.2009 | 13:36 Uhr

Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee haben Bahnchef Hartmut Mehdorn zu "vorbehaltloser und lückenloser" Aufklärung über die Datenaffäre gedrängt. Tiefensee reichen die bisherigen Einlassungen der Konzernführung nicht.

Bahnchef Hartmut Mehdorn. Fotos: ddp

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee haben Bahnchef Hartmut Mehdorn zu «vorbehaltloser und lückenloser» Aufklärung über die Datenaffäre gedrängt. Regierungssprecher Thomas Steg betonte am Montag in Berlin, es sei eine Frage der Unternehmenskultur, wie sich die Bahn-Spitze bei der Aufarbeitung des heimlichen Datenabgleichs von 173.000 Mitarbeitern und 80.000 Lieferanten verhalte. Auch Tiefensee reichen die bisherigen Einlassungen der Konzernführung dazu nicht.

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«Wir halten die Informationen der DB AG über diese Angelegenheit für unzureichend», sagte Tiefensees Sprecher Rainer Lingenthal. Steg ergänzte: «Die Bundeskanzlerin stützt ausdrücklich den Kurs des Bundesverkehrsministers.» Bahnchef Hartmut Mehdorn hatte noch am Freitag erklärt, Tiefensee müsse sich mit der der Affäre nicht beschäftigen. Er hatte sie mit dem Kauf von Briefmarken durch den Konzern verglichen. Die offenen Frage könnten nur «vom Unternehmen aktiv» beantwortet werden, sagte Steg, und das sollte es «auch in den nächsten Tagen leisten».

Vorbehaltlose Aufklärung gefordert

Steg sagte, für Merkel sei zwar unstrittig, dass Mehdorn große Verdienste um die Bahn habe. Auch habe die Regierung keine Empfehlungen über die Behandlung der Angelegenheit zu geben. Aber sie erwarte, «dass die Verantwortlichen alles tun, dass lückenlos und vorbehaltlos aufgeklärt wird». Die Verantwortlichen müssten selbst genau wissen, was notwendig ist «gegenüber der Öffentlichkeit, der Politik und vor allem auch gegenüber den Beschäftigten».

Die Bahn hatte vor einigen Jahren heimlich die Daten von 173.000 Mitarbeitern und 80.000 Lieferanten abgeglichen. Dazu wurden weder Betriebsvereinbarungen abgeschlossen, noch die Betroffenen vorher oder hinterher informiert. Mehdorn hatte erklärt, seinerzeit nichts davon gewusst zu haben. Zugleich hatte er die Aktion als notwendig im Kampf gegen Korruption und Wirtschaftskriminalität gerechtfertigt und gesagt, er würde sie bei Bedarf wiederholen. Die Gewerkschaften Transnet und GDBA haben eine Entschuldigung Mehdorns gefordert und eine Sondersitzung des Bahn-Aufsichtsrats beantragt. (ap)

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Kommentare
03.02.2009
10:53
Nun übt sogar die Kanzlerin Druck auf Mehdorn aus
von Atheist | #24

Na ja, random, so kann man das natürlich auch sehen. Da kann auch einer sagen, etwa der Stalin habe auch nur seinen Job gemacht.
Es gibt immer mehrere Wege, ein Ziel zu erreichen, schlechte, bessere und gute.

02.02.2009
20:57
Nun übt sogar die Kanzlerin Druck auf Mehdorn aus
von Politikverdrossene | #23

Oh, der random kuschelt mal wieder. Richtig gehandelt? Korruption kann auch anders bekämpft werden, sauber und rechtsstaatlich. Aber diese Begriffe kennt #22 zwar, aber er begreift sie nicht....

02.02.2009
18:59
Nun übt sogar die Kanzlerin Druck auf Mehdorn aus
von random | #22

Ich mag Mehdorn absolut nicht.

Aber in diesem Fall hat er nur seinen Job gemacht und das sollte man ihm nicht vorwerfen.

Hätte er nichts getan und es wären Korruptionsfälle bekannt geworden, hätte man ihm vorgeworfen seinen Laden nicht im Griff zu haben.

Also in diesem Fall hat er wohl richtig gehandelt

02.02.2009
18:49
Nun übt sogar die Kanzlerin Druck auf Mehdorn aus
von Steeleye Span | #21

Natürlich hätten mögliche Korrumpierende sowie die möglichen Korrumpierten vorab informiert werden müssen . ;-D
Wenn an der Geschichte rechtlich was zu monieren ist ,ist es tatsächlich nicht Aufgabe von einem Tiefensee , sondern Sache des Staatsanwalts.
26.05.2008:
Heute Mittag schaltet die Deutsche Bahn AG ein elektronisches Meldesystem zur Bekämpfung von Korruption frei. Dort können sich Mitarbeiter, Kunden und vor allem Geschäftspartner des Unternehmens übers Internet direkt an die Revisionsabteilung wenden, wenn sie Verdacht hegen oder Kenntnis von Korruption im Unternehmen haben.
Quelle:
http://www.heise.de/newsticker/Deutsche-Bahn-startet-elektronisches-Meldesystem-gegen-Korruption--/meldung/108457
02.09.08:
Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG sollen jahrelang Beamte bestochen haben. Sie waren für die bundesweite Kontrolle von Nahverkehrstarifen zuständig.
quelle:
http://www.focus.de/finanzen/news/ermittlungen-korruption-bei-der-bahn_aid_330218.html

02.02.2009
18:28
Nun übt sogar die Kanzlerin Druck auf Mehdorn aus
von BerndBruns | #20

Alles nur Suppenoper. Am Ende wird Mehdorn wieder bleiben. Wetten, dass...

02.02.2009
18:27
Nun übt sogar die Kanzlerin Druck auf Mehdorn aus
von Elektrosteiger | #19

Herrn Mehdorn, Herrn Tiefense und seinen Miarbeitern passiert nicht, egal was passiert...

Ich könnte darauf schwören, die haben schon ein Bauernopfer gefunden...

02.02.2009
18:09
Nun übt sogar die Kanzlerin Druck auf Mehdorn aus
von elephant | #18

Es wird Zeit,dass der arrogante Mehdorn endlich einmal in seine Schranken gewiesen wird

02.02.2009
17:16
Nun übt sogar die Kanzlerin Druck auf Mehdorn aus
von Seajak | #17

Oha , unsere Kanzlerin übt Druck aus . das ich nicht lache .

Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus .

02.02.2009
17:03
Nun übt sogar die Kanzlerin Druck auf Mehdorn aus
von Schienenfahrzeug | #16

Eine Hand wäscht die andere - wie immer.

02.02.2009
16:56
Nun übt sogar die Kanzlerin Druck auf Mehdorn aus
von Elektrosteiger | #15

>Nun übt sogar die Kanzlerin Druck auf Mehdorn aus<

Aber nur gezwungener Maßen und auch ziemlich spät...

Und was ist das Endergebnis???

Tiefensee und Mehdorn bleiben im Amt....

Oder glaubt irgendgemand etwas anderes????

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