NRW-Städte debattieren über Mobilfunk-Steuer
18.08.2010 | 12:40 Uhr 2010-08-18T12:40:00+0200
Essen.NRW-Kommunen wollen Mobilfunkunternehmen zur Kasse bitten. Mehrere Städte und Gemeinden debattieren mit Blick auf die Haushaltsnöte darüber, Sendemasten mit einer kommunalen Steuer zu belegen. In Belgien und Österreich gibt es das schon.
Kommt die Handy-Steuer? Mehrere Dutzend Städte und Gemeinden in NRW denken nach Informationen von DerWesten darüber nach, Mobilfunkmasten zu besteuern – so wie sie es mit Hunden tun oder auch mit Spielautomaten. „Eine solche kommunale Steuer wird zur Zeit in einigen Kommunen vor dem Hintergrund der dramatischen Finanzsituation als möglicher Beitrag zur Haushaltskonsolidierung erwogen“, bestätigte am Mittwoch der Städte- und Gemeindebund NRW.
„Die Erfahrung zeigt, dass eine solche Steuer von den Betreibern an die Kunden weitergegeben wird“, heißt es bei dem kommunalen Spitzenverband. So ist es auch in Belgien, wo mehrere Kommunen auf diese Weise bereits seit Jahren Einnahmen erzielen. Auch der österreichische Staat wollte seine Städte ermächtigen, eine Mobilfunkmastensteuer zu erheben. In Gesprächen mit den Anbietern einigte man sich im Alpenland dann aber auf eine pauschale Zahlung.
Tausende neue Sendemasten notwendig
Hintergrund der neuen Steuer-Idee ist der Plan der Anbieter, in Deutschland wegen der Einführung der UMTS-Technologie bis zu 80.000 neue Masten aufzustellen. Für NRW-Großstädte kann dies in der Größenordnung von einigen hundert bis zu über 1000 neue Sendemasten bedeuten. Dies sei als mögliche Einnahmequelle sofort erkannt worden, so der Städte- und Gemeindebund, nachdem in der „Kommunalen Steuerzeitschrift“ in den letzten Tagen ein Text dazu erschienen war.
Darin empfiehlt die Wissenschaftlerin Susan Funke, diese Abgabe vor allem aus ökologischen Gründen zu nutzen und so „der Übernutzung von Umweltressourcen durch eine Verteuerung entgegenzutreten“. Sie weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass 30 Prozent der Bevölkerung nach einer Umfrage des Bundesamtes für Strahlenschutz besorgt sind, dass die hochfrequenten elektromagnetischen Felder Auswirkungen auf ihre Gesundheit haben könnten.
Der Städte- und Gemeindebund NRW selbst rät von dieser Steuer ab. Mobile Kommunikation solle „nicht zusätzlich erschwert werden“, sagt der Geschäftsführer Ernst Giesen. Der Ausbau dieser Sendestrukturen sei gerade im ländlichen Raum in Nordrhein-Westfalen dringend, dürfe nicht behindert werden. Auch juristisch gibt es offenbar Probleme. „Letztlich darf privater Konsum nur besteuert werden, der über die Befriedigung des allgemeinen Lebensbedarfs hinausgeht. Dies kann bei der heutigen Verbreitung von Mobilfunktelefonen nicht mehr ernstlich angenommen werden“
21:11
Ob das alles stimmt was der Autor da schreibt über unsere Länder-Nachbarn .
Immerhin hätte der Betreiber sich von den Orten zurückziehen können oder vom platten Land .
Sommerloch lässt grüssen .
20:17
Bürgersteigbenutzungssteuer, da gibt es kaum ein Entrinnen.
20:17
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19:22
Zurück zum alten schnurrgebundenen Telefon.
Jahrzehnte lang hat damit die Wirtschaft gebrummt und jetzt will ein Jeder, und die geldfrässigen Kommunen gleichfalls, absahnen ohne jegliche Gegenleistung hierzu.
Einfach mal offizielle beim Arbeitgeber und den Kommunen verlauten lassen das man keinen Computer oder das Handy nutzen will - und in die blöden Gesichter schauen.
19:12
Also ich empfehle die Gute alte Gardinensteuer oder vielleicht die Bartsteuer.
18:38
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18:38
Sicher - nur das dazu noch 20% MwSt kommen, sowie alle weiteren Zuschläge, wie Messleistung, Netznutzungsentgelte, gesetzliche Abgaben usw - danach sieht die Rechnung längst nicht mehr so toll aus, wirklich günstig ist der Strom dann nicht mehr
18:08
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17:45
Und weil die Städte gerade dabei sind über neue Steuereinnahmequellen nachzudenken, wie jetzt die Mobilfunksteuer, sollten die Städte auch gleich überlegen ob man nicht auch Satelitenschüsseln besteuern kann. Oder wie wäre es mit einer Gardinensteuer, hat es mal in den Niederlanden gegeben. Wie wäre es mit einer Vorgartensteuer oder Gartenzwergsteuer. Nur zu, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und der Bürger wird es schon, wenn auch murrrend, zahlen.