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Norddeutsche genießen Winterspaß auf dem Eis

12.02.2012 | 21:23 Uhr

Die Eispartys im Norden haben am Wochenende Hunderttausende Besucher angezogen. Der größte Ansturm herrschte am Wochenende mit geschätzten 1,1 Millionen Ausflüglern beim Hamburger Alstereisvergnügen. In Hannover drängelten sich etwa 150.000 Menschen auf dem Maschsee.

Hamburg/Hannover (dapd). Die Eispartys im Norden haben am Wochenende Hunderttausende Besucher angezogen. Der größte Ansturm herrschte am Wochenende mit geschätzten 1,1 Millionen Ausflüglern beim Hamburger Alstereisvergnügen. In Hannover drängelten sich etwa 150.000 Menschen auf dem Maschsee. Auf dem nahe gelegenen Steinhuder Meer wurden am Wochenende etwa 80.000 Besucher geschätzt. Die Sanitäter hatten mit der Versorgung von Verletzten allerhand zu tun.

Auf der zugefrorenen Außenalster in Hamburg gab es ein großes Gedränge und zahlreiche Krankentransporte. Die Feuerwehr verzeichnete von Freitag bis Sonntag rund 265 Hilfseinsätze, wie ein Sprecher am Sonntagnachmittag sagte. Mindestens 120 Menschen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Das glatte Eis führte zu vielen Stürzen und somit zu Knochenbrüchen oder Prellungen.

Im Voraus waren zu dem ersten offiziellen Alstereisvergnügen seit 15 Jahren eine Million Besucher erwartet worden. Der U-Bahn-Verkehr wurde eigens dafür verstärkt. Imbiss- und Getränkestände am Ufer sorgten für Volksfestatmosphäre. Sogar eine mobile Sauna mit Freiluft-Whirlpool gehörte zum Angebot.

In Hannover war der Andrang auf dem größten Binnensee der Stadt, dem Maschsee, ebenfalls groß. Die Besucher wichen teilweise auf die benachbarten kleineren Teiche aus, sagte ein Polizeisprecher. Es war das erste Mal seit 2009, dass die Stadt den zugefrorenen See für Eisläufer freigegeben hatte. "Es war ein großer Spaß für viele Menschen", sagte ein Stadtsprecher zum Abschluss.

Die Sanitäter des Roten Kreuzes brachten am Wochenende 41 Menschen ins Krankenhaus und versorgten weitere 60 Verletzte am Ufer, wie ein Sprecher am Sonntagnachmittag sagte. Ob der Maschsee weiterhin betreten werden darf, soll jeweils nach den Eismessungen in den kommenden Tagen entschieden werden.

In der Region Hannover zogen das Eisfest und die Deutschen Meisterschaft im Eissegeln viele Touristen ans Steinhuder Meer. Geschätzte 80.000 Menschen schlitterten von Steinhude bis Mardorf über das Eis, sagte der Geschäftsführer der Steinhuder Meer Tourismus GmbH, Willi Rehbock. "Wir sind sehr zufrieden", resümierte er am Sonntag.

Skifahrer kamen auch im Harz auf ihre Kosten. An der Wurmberg-Seilbahn in Braunlage gab es wegen des Andrangs von rund 2.000 Menschen am Samstag lange Wartezeiten. Optimale Bedingungen für eine Ski-Abfahrt herrschten ebenso am nördlichsten Skilift Deutschlands im schleswig-holsteinischen Schönwalde, wie Betreiber Horst Schnoor sagte.

Möglicherweise war das Wochenende für Winterfans die vorerst letzte Gelegenheit auf einen Eisspaziergang. Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes erwarten für die kommenden Tage leicht steigende Temperaturen sowie gefrierenden Regen.

dapd

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