Neue Chance für umstrittenes Kraftwerk Datteln
17.03.2010 | 17:31 Uhr 2010-03-17T17:31:00+0100
Datteln.Dattelns Stadtrat gibt dem umstrittenen Eon-Kraftwerk noch eine Chance. Mit 23 zu 16 Stimmen hat die Politik in geheimer Abstimmung der Einleitung eines zweiten Bebauungsplan-Verfahrens beschlossen.
Mit einer Mehrheit von 23 zu 16 Stimmen hat der Dattelner Stadtrat dem umstrittenen Neubau des Eon-Kraftwerks noch eine zweite Chance eingeräumt. Um die 700 Bürger verfolgten am Mittwochnachmittag in der Dattelner Stadthalle die alles entscheidende Ratssitzung, unter ihnen wohl auch etliche Arbeiter, die auf der Großbaustelle am Kanal arbeiten. Eon hatte sie wohl mit Bussen zu der Sitzung gebracht.
„Ich bin mit der Entscheidung zufrieden, die Bedeutung dieses Beschlusses wird aber überinterpretiert“, kommentierte Dr. Andreas Willecke das Votum des Stadtparlaments. Der Projektleiter der Kraftwerksbaustelle erinnerte daran, dass schließlich nur der Einleitungsbeschluss gefallen sei. „Das Spiel ist erst angepfiffen.“
Grünen-Politiker kritisierte „juristische Fähigkeiten“ der Anwaltskanzlei
Die Fraktion der Grünen forderte als Konsequenz nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts de facto einen sofortigen Baustopp und den Abriss des Kühlturms. Grünen-Sprecher Theo Beckmann zweifelte in seinem Rede-Beitrag die juristischen Fähigkeiten der Anwaltskanzlei an, die die Stadt vor den oberen Verwaltungsinstanzen in Münster und Leipzig vertreten hatte. Diese Auftritte hätten dem Ansehen der Stadt Datteln sehr geschadet. Er sprach sich auch gegen eine nachträgliche Genehmigung des „Schwarzbaus“ aus. Dafür erhielt er Beifall aus dem Publikum, obwohl sich der Bürgermeister Stimmungsbekundungen verbeten hatte.
CDU und SPD hatten sich für die Einleitung eines zweiten Bebauungsplans-Verfahrens ausgeprochen. Eine Variante, die auch die FDP bevorzugte. Detlef Decka (FDP) hatte im Vorfeld der Sitzung noch einmal begründet dass man mit dem Vorstoß, einen neuen Bebauungsplan zu beschließen, „nicht das Kohlekraftwerk befeuern, sondern das öffentliche Hickhack beenden“ wolle.
„Das Ergebnis zeigt, dass die Zahl der Gegner steigt“, wertete der Geschäftsleiter des BUND NRW, Dirk Jansen, die Entscheidung der Dattelner Politiker. „Unsere Chancen sind weiterhin größer als die der Kraftwerks-Befürworter“. Enttäuscht waren die Gegner des Bauprojektes aus der benachbarten Meister-Siedlung, dass die Urteilsbegründung des Bundesverwaltungsgerichts nicht abgewartet wurde.
Eon will nun in den betroffenen Teilbereichen auf der Kraftwerksbaustelle schnellmöglich die Arbeit wieder aufnehmen.
23:15
Was wollen die Bürger eigendlich?
Kohlekraftwerke nicht,Atomkraftwerke nicht,was denn sonst? Stellt euch doch ein Windkraftrad in den Garten.Aber bitte schön in euren Garten.
Dann seid ihr ökologisch sauber.
16:37
Hallo Klimaschutz. Wen Argumente ausgehen und man bei sich den Anstand sucht, dann wird man wohl beleidigend wie man bei Ihnen lesen kann. Schmieren lassen, dass hat da wohl eher keiner NÖTIG. Kein Wendehals zu sein ist wohl in Ihrer LIGA noch nicht angekommen. Pfui.
20:37
Die RAG kann ja Datteln unterbuddeln, damit dann die zu nahen Gebäude an anderer Stelle neu errichtet werden können .
19:20
Immerhin, der Stadtrat zeigt Konstanz in seinen Entscheidungen und somit Rückgrat.
19:13
Die neue Chance ist absolut in Ordnung. Die Umwelt hält das aus.
Wir brauchen auch in Zukunft einen ordentlichen Mix an Energie aus der Steckdose.
Die Subventionen der erneuerbaren Energien gehört in diesem Zusammenhang endlich auf den Prüfstand! Es ist wesentlich günstiger, auch in Zukunft, von diesem Kraftwerk zu leben als weiter nur ein Dach mit erneuerbaren Energien subventioniert auch mit meinen Steuergeldern zu produzieren. Im übrigen wirkt sich dieser subventionierte Strom am Ende für uns alle teurer aus. Merken möchte das allerdings noch keiner!
19:02
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18:43
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18:34
Man kann zu dem Kraftwerk stehen wie man will, aber es ist mit Sicherheit das falsche Signal wenn Unternehmer sich ihre Gesetze passend bei einer Regierung bestellen können.
18:34
Glückwunsch Datteln. Ein absoluter Sieg der Vernunft über all die vielen Trittbrettfahrer, die in den letzten Wochen aus den Löchern gekommen sind. Auch einen Glückwunsch an unseen Bürgermeister Wolfgang Werner, der schwere Zeiten hinter, auch wohl schwere noch vor sich hat, aber immer seinen Weg gegangen ist. Ich ziehe meinen Hut vor seinem Rückrat.
18:26
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