Autobranche
Opel-Betriebsrat warnt GM vor "Krieg in Europa"
Bochum. Im Streit um die Zukunft der Opel-Werke greift der Betriebsrat zu drastischen Formulierungen. Die Rede ist von einem "Krieg in Europa" und einem "Blutbad mit Hilfe von Steuergeldern". Doch auch konkrete Vorschläge liegen auf dem Tisch.
Regenbogen über dem Bochumer Opelwerk Foto: Yannik Willing
Der Betriebsrat von General Motors Europe hat den Konzern vor tiefen Einschnitten und einem «Krieg» bei Opel gewarnt. Es müsse verhindert werden, dass GM ganz tiefe Einschnitte vornehme und ein «europäisches Blutbad mit Hilfe von Steuergeldern» organisiere, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats von GM Europe, Rudi Kennis, am Samstag im Deutschlandfunk.
Die Regierungen der Länder mit Opel-Standorten dürften sich nicht auf einen Bieterwettstreit um Werke und Arbeitsplätze einlassen, betonte der Gesamtbetriebsratschef von GM in Antwerpen: «Das wäre nicht clever. Dann kommen wir in ein Spiel, bei dem GM sich schön zurücklehnt und uns gegeneinander ausspielt, und am Ende des Tages wird es keinen Gewinner geben», sagte Kennis.
Neue Unternehmenskultur
Nötig seien eine neue Unternehmenskultur und mehr Freiheit für Opel. Die Frage sei: «Machen wir hier einen Krieg in Europa, bei dem es keinen Gewinner gibt - das wird nicht GM sein und auch nicht die Marke Opel - oder können wir irgendwo zueinander finden?» Ziel müsse ein freieres Opel innerhalb von GM sein: «Das muss es geben. Sonst kommen wir in einen Krieg, in dem es keinen Gewinner gibt.»
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