Das aktuelle Wetter NRW 15°C
Terrorgefahr

Nach Stockholm keine Entwarnung für Deutschland

12.12.2010 | 16:07 Uhr

Bonn/Berlin.In Schweden ist das passiert, was die deutschen Sicherheitsbehörden schon seit geraumer Zeit für die Bundesrepublik befürchten: Anschläge islamischer Extremisten in der Weihnachtszeit.

Der Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag, Wolfgang Bosbach (CDU), hat sich nach dem Anschlag in Schweden für eine Beibehaltung der erhöhten Sicherheitsstandards ausgesprochen. „Der Terroranschlag in Schweden macht deutlich, wie ernst die Situation ist“, sagte Bosbach der „Rheinischen Post“. „Für Deutschland heißt das, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt keine Entwarnung geben können. Wir werden noch über Weihnachten bis in das neue Jahr hinein das hohe Niveau der Sicherheitsvorkehrungen halten müssen.“ Anschließend müsse die Lage je nach Analyse der Sicherheitsdienste neu bewertet werden.

Keine erhöhte Sicherheitsstufe

Nach dem Terroranschlag in Schweden gilt für Deutschland allerdings keine erhöhte Sicherheitsstufe. Das teilte das Bundesinnenministerium am Sonntag auf dapd-Anfrage mit. „Die Sicherheitslage in Deutschland sowie die seit dem 17. November 2010 durch den Bundesminister des Innern bekannt gegebenen Maßnahmen bleiben unverändert“, erklärte das Ministerium.

Deutsche Verfassungsschützer fürchten Hassprediger zu Weihnachten

In Schweden ist das passiert, was die deutschen Sicherheitsbehörden schon seit geraumer Zeit für die Bundesrepublik befürchten: Anschläge islamischer Extremisten in der Weihnachtszeit. Im belebten Zentrum von Stockholm explodierte am Samstag zuerst ein Auto, danach sprengte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft. „Solche Anschläge von Islamisten haben wir hauptsächlich für Berlin, aber auch für andere deutsche Großstädte gerade zu Weihnachten vor Augen“, hieß es am Sonntag in Kreisen der Verfassungsschützer in Berlin.

„Unsere Befürchtungen scheinen zuzutreffen, dass sich die islamistischen Terroristen die Weihnachtszeit ausgesucht haben, um gegen die christliche Welt zuzuschlagen“, erklärte ein Verfassungsschützer der Nachrichtenagentur dapd.

Mehr als 1.000 gewaltbereite Islamisten in Deutschland

Die deutschen Sicherheitsbehörden sind besonders nervös, weil sich bei der Ankündigung des Anschlags in Schweden der Attentäter nicht nur gegen die Mohammed-Karikaturen des schwedischen Künstlers Lars Vilk, sondern auch gegen die Anwesenheit schwedischer Soldaten in Afghanistan gerichtet hat. Bei den ISAF-Truppen sind 500 schwedische Soldaten stationiert. Die Bundesrepublik hat rund 5.000 Soldaten am Hindukusch stationiert.

In einem Geheimpapier hatte das Bundeskriminalamt (BKA) gewarnt, dass noch nie die Gefahr von islamistischen Anschlägen in Deutschland so groß war wie heute. Die Gefährdung durch Al-Kaida-Anhänger könne sich „jederzeit in Form von Anschlägen unterschiedlicher Dimension und Intensität realisieren“, meinen die Fahnder. Die Sicherheitsbehörden gehen nach Angaben von BKA-Präsident Jörg Ziercke von mehr als 1.000 gewaltbereiten Islamisten in Deutschland aus.

Verfassungsschützer: Bonn ist intensiver „Islamisten-Treffpunkt“

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) wies darauf hin, dass die Sicherheitskräfte personell nicht in der Lage sind, islamistische Terrorhelfer in Deutschland effektiv zu überwachen. Eine Rund-um-die-Uhr-Beobachtung sei eben aus Personalmangel nicht möglich, erklärte ein Gewerkschafter. Die Polizei könne „immer nur hoffen, dass wir die Richtigen im Auge haben und Anschläge nicht von anderen uns völlig Unbekannten kommen“.

Besondere Sorgen machen die von den islamistisch hart geprägten Salafisten angekündigten „Islam-Seminare“ mit Hasspredigern an den bevorstehenden Feiertagen in Moscheen im Bundesgebiet. Der Salafismus ist eine fundamentalistische Strömung des Islam, die die Scharia, das strenge Strafgesetzbuch des Islam, statt des Grundgesetzes in Deutschland verwirklicht sehen will.

Bonn hat sich nach Angaben von Verfassungsschützern wieder zu einem intensiven „Islamisten-Treffpunkt“ entwickelt. An der Al-Mushinin-Moschee im Bonner Stadtteil Beuel wollen islamistische Hassprediger in einem „Islam-Seminar“ vom 31. Dezember bis zum 1. Januar über die „Wahre Religion“ sprechen. Über die Weihnachtsfeiertage soll in der Al-Nur-Moschee in Berlin-Neukölln das größte Seminar in der Bundesrepublik stattfinden. Verfassungsschützer befürchten, dass durch die Predigten besonders junge „emotionalisierte Zuhörer“ als Einzeltäter Anschläge in Deutschland verüben könnten. (afp/dapd)

DerWesten

Facebook
 
Kommentare
12.12.2010
18:31
Nach Stockholm keine Entwarnung für Deutschland
von grunsch | #22

Wenn es diese Anzahl an gewaltbereiten Islamist tatsächlich gibt, stellt sich Frage warum in einem Rechtsstaat diese Menschen nicht abgeschoben werden, man sollte aufhören mit dem Feuer zuspielen bevor das ganze nicht mehr zustoppen ist.

Bei Hassprdigern sollte wegen Volksverhetzung diesen Herren der Prozess gemacht werden.

12.12.2010
18:12
Nach Stockholm keine Entwarnung für Deutschland
von Morpheus6666 | #21

Umgekehrt wir ein Schuh drauß.
Die neoliberalen Ausbeuter sägen ihren Ast ab.

Das ist aber gut so, denn den Sturz werden sie
nicht überleben.

Sie schlachten die Kuh die sie eigentlich melken wollen.

1789 ,1917 201x

12.12.2010
18:09
Blockierter Kommentar.
von Thomas Wohlzufrieden | #20

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

12.12.2010
18:04
Blockierter Kommentar.
von Private Waffenlobby | #19

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

12.12.2010
17:46
Blockierter Kommentar.
von bbh | #18

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

12.12.2010
17:31
Nach Stockholm keine Entwarnung für Deutschland
von Ruhrpottler | #17

#13 von bbh
Haben wir zusammen im Sandkasten gespielt?
Und von Gehirn sollten Sie nicht sprechen.,..

12.12.2010
17:28
Blockierter Kommentar.
von Ruhrpottler | #16

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

12.12.2010
17:27
Blockierter Kommentar.
von bbh | #15

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

12.12.2010
17:26
Blockierter Kommentar.
von Ruhrpottler | #14

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

12.12.2010
17:25
Blockierter Kommentar.
von bbh | #13

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Aktuelle Fotos und Videos
Karikatur vom Tage
Bildgalerie
Fotostrecke
Norbert Röttgen - Aufstieg und Fall
Bildgalerie
Rücktritt
Berlin in schwarz-gelb
Bildgalerie
BVB-Fans
25.000 feierten in DO
Bildgalerie
Turka-Festival
Aus dem Ressort
Verzögerung am neuen Berliner Flughafen schockt Branche
Wirtschaft
"Wir haben keinen Plan B.", so lautete die Reaktion vieler Verantwortlichen nach der Bekanntgabe, dass sich die Eröffnung des Flughafens Berlin-Brandenburg verschieben wird. Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn befürchtet unkalkulierbare Kosten. Urlauber werden wohl zu einem anderen Terminal anreisen...
NRW wehrt sich gegen Akw-Neubau in den Niederlanden
Atomkraft
Im niederländischen Borssele ist ein neues Atomkraftwerk geplant. Der Ort in der Provinz Zeeland ist nur wenige Kilometer von Nordrhein-Westfalen entfernt. Die NRW-Landesregierung spricht sich gegen den Bau des Kraftwerks aus. Auch jeder Bürger kann bis zum 12. Januar Einspruch gegen das Akw...