Mussawi fordert Annullierung der Wahl im Iran
14.06.2009 | 18:59 Uhr 2009-06-14T18:59:00+0200
Teheran. Der iranische Präsidentschaftsbewerber Mussawi geht in die Offensive. Er will sich mit seiner Niederlage nicht abfinden und fordert die Annullierung der Wahlen im Iran. Ahmadinedschad weist Wahlbetrugs-Vorwürfe zurück. Derweil wird Teheran weiter von heftigen Tumulten erschüttert.
Nach der Verkündung der Wiederwahl von Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad wollen sich sein Herausforderer Mir-Hossein Mussawi und dessen Anhänger nicht geschlagen geben. Mussawi forderte nach eigenen Angaben am Sonntag vom Wächterrat die Annullierung der Wahl, in Teheran demonstrierten am Wochenende Tausende gegen Ahmadinedschad. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) erklärte, die Wahl werfe «zahlreiche Fragen auf».
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Nach längerem Schweigen erklärte Mussawi am Sonntag, er habe beim für die Organisation des Urnengangs zuständigen Wächterrat die Annullierung der Präsidentschaftswahl beantragt. Als Grund für seine Forderung nannte er «Unregelmäßigkeiten» bei dem Urnengang am Freitag. Schon vorher hatte der gemäßigte Konservative von einer «gefährlichen Inszenierung» eines Ahmadinedschad-Siegs gesprochen.
Nach dem Wahlsieg des iranischen Hardliners Mahmud Ahmadinedschad ist es am Sonntag in Teheran zu neuen Ausschreitungen gekommen. Junge Oppositionsanhänger steckten Abfalleimer, Bänke und Reifen in Brand. Die Bereitschaftspolizei setzte Schlagstöcke ein. Zu den Unruhen kam es rund eineinhalb Kilometer von dem Ort entfernt, an dem Ahmadinedschad eine Pressekonferenz gab.
Ahmadinedschad weist Wahlbetrugs-Vorwürfe zurück
Dabei wies der Präsident Vorwürfe des Wahlbetrugs zurück. Seine Wiederwahl sei «wahr und frei» und könne nicht infrage gestellt werden. Am Vortag hatten die Behörden seinen klaren Sieg über den Reformkandidaten Mir Hossein Mussawi verkündet. «Die Wahl wird die Macht des Landes und seine Zukunft verbessern», sagte Ahmadinedschad vor iranischen und ausländischen Journalisten.
Auf Berichte über Unregelmäßigkeiten angesprochen, antwortete der Präsident: «Einige glaubten, sie würden gewinnen, und dann sind sie wütend geworden.» Die Situation sei vergleichbar mit der Leidenschaft nach einem Fußballspiel. «Meiner Ansicht nach ist das nicht wichtig», sagte Ahmadinedschad. Der Abstand zwischen ihm und den anderen Kandidaten sei so groß, dass niemand ihn anzweifeln könne. Den ausländischen Medien warf Ahmadinedschad vor, einen «psychologischen Krieg» gegen sein Land zu führen.
Steinmeier erklärte in Berlin: «Der Verlauf der Wahlen im Iran wirft zahlreiche Fragen auf.» Die Berichte über Unregelmäßigkeiten seien «besorgniserregend» und müssten von Teheran aufgeklärt werden. Auch die EU-Ratspräsidentschaft zeigte sich «besorgt» über die angeblichen Unregelmäßigkeiten bei der Wahl und die Ausschreitungen. US-Vizepräsident Joe Biden sagte NBC, die Wahl im Iran werfe «schrecklich viele Zweifel» auf. (afp/ap)
13:23
Werden jetzt die Bananenkisten mit den Stimmzetteln alle weggeschmissen?
13:18
Was ist eigentlich mit den Kurden passiert, die hier die Autobahn gesperrt hatten und sich mit Benzin übergossen haben? Oder mit den Demonstranten, die sich kürzlich die Gleise und die Bahnen vorgenommen hatten? Das würde mich wirklich mal interessieren. Ich glaube so ganz kann man das nicht mit dem Iran vergleichen. Aber........ich weiß es ja wirklich nicht!
01:40
Nordkorea hat Zuwachs bekommen
Wie sagte doch so richtig der Präsident Ahmadinedschad: Es wird eine neue Ära in der Geschichte des Iran eingeläutet. Recht hat er und das mit aller Gewalt und Macht. Um es mal blumig zu formulieren: Die Rosen werden ab sofort kein Wasser mehr bekommen.
Das der Ausnahmezustand im Iran nicht von den Journalisten und anderen Medienvertreter erfunden wurden ist, kann man heutzutage bequem bei YouTube abrufen. Gewaltvideos gegen die einheimisch-iranische Bevölkerung sind eigentlich erst ab 18 Jahren erlaubt. Aber in diesen Fall - machen wir eine Ausnahme.
.>http://www.youtube.com/wa. a>.
Die Demonstranten werden niedergeknüppelt, die Gewalt eskaliert - doch im iranischen Fernsehen ist davon nichts zu sehen. Präsident Ahmadinedschad reagiert mit einer Medien- und Hightech-Offensive gegen die eskalierende Gewalt, sperrt Internet-Seiten, stört den SMS-Verkehr.
Die Polizei ist oft unerbittlich. Demonstranten werden regelrecht durch die Straßen getrieben, wahllos wird auf Menschen eingeschlagen. Selbst alte Damen, Pizzaboten, Leute im Anzug, die gerade von der Arbeit kommen, werden Opfer des Terrors. Schlägertrupps sind in der Stadt unterwegs, auf Motorrädern jagen sie Demonstranten. Die Polizei markiert Flüchtende mit Farbpistolen. So kann sie auch das nächste Prügelkommando erkennen. Trotzdem lassen sich die Leute nicht einschüchtern - selbst wenn Polizisten mit brutaler Gewalt vorgehen und jeden niederzuknüppeln versuchen, der sich ihnen in den Weg stellt. Sobald die Revolutionsgarden abgezogen sind, sammeln sich die Demonstranten erneut, rufen: Tod dem Diktator.
Und wer den Iran immer noch mit den USA oder Deutschland vergleicht, der hat auch kein Problem - Lichtenstein mit Indien zu vergleichen. Wer es aber doch tut, der wird schon im Irrenhaus - in Russland erwartet.
Der Irre und Holocaustleugner aus dem islamistischen Gottesstaat Iran hat sich provozieren lassen von seinen eigenen Leuten. Den Preis, den er dafür zahlen wird, wird hoch sein. So hoch, das Gott ihn dafür bestrafen wird.
KHJ aus Köln
00:17
Gut gemeinter Vorschlag an r. kant: Bei derart einseitiger Auslegung der Realität könnte eine Namensänderung von r. kant in beispielsweise a. v. schnitzler für die sicher folgenden, weiteren Eruptionen von Vorteil sein.
00:04
@17 b.kloppt
Komisch die Aussagen von Imaz sind aber alle belegbar. Du akzeptierst aber nur deine, von dir veränderte Quellen!!!
23:06
@ imaz
Bei uns wurden keine Demonstranten wie Tiere in Käfige gesperrt. Außerdem gab es auch keine Kampfflugzeuge, die Demonstranten im Tiefflug überflogen haben. Und Tränengas vom Hubschrauber zu versprühen wäre absoluter Schwachsinn, weil nicht wirksam.
Also auch hier werfen sie völlig unwahre oder aus dem Zusammenhang gerissen Informationen zusammen.
Haben sie eigentlich im Kommunismus Agitation und Propaganda gelernt oder woher kommen diese absolut unsinnige Vermischung von Dichtung, Lüge und Unwahrheit.
Aber eigentlich hatte ich eine Frage zu den Vorkommnissen im Iran gestellt, auf die sie aber vermutlich keine Antwort haben, weil sie mir jetzt Lügengeschichten aus Deutschland erzählen.
22:51
# 16 r.kant
Ja , mein Verstand sagt mir noch mehr und ich
ihnen auch.
Bei uns wurden unliebsame Demonstranten wie
Tiere in Käfige gesperrt,von Kampfflugzeugen
im Tiefflug überflogen, in Bayern von Polizeihub-
schraubern mit Tränengas übersprüht.
Der bayerische Rundfunk meldete.
Keine besonderen Vorkommnisse.
Gute Nacht
22:38
War doch klar,
Wo ein Diktator zur Wahl ansteht, gibt es keine freien und ehrlichen Wahlen.
Da kann auch ein Revolutionsrat nichts machen (wollen).
21:54
@ imaz
Woher haben sie ihre Erkenntnisse?
Lassen sie uns doch mal an ihren Quellen teilhaben?
Oder sagt ihnen das alles nur ihr gesunder Menschenverstand?
21:34
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