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Mitgliederschwund macht Kirchen zu schaffen

23.12.2010 | 14:57 Uhr
Mitgliederschwund macht Kirchen zu schaffen

Freiburg.Die Spitzen der evangelischen und katholischen Kirche haben sich besorgt über den Mitgliederschwund geäußert. Nach den letzten Zahlen hat die katholische Kirche im Jahr 2009 rund 267.000 Mitglieder verloren, die evangelische sogar rund 320.000.

Die Spitzen der evangelischen und katholischen Kirche haben sich besorgt über den Mitgliederschwund geäußert. Die demografische Entwicklung, die dazu beitrage, müsse allerdings die gesamte Gesellschaft nachdenklich stimmen, sagte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch. „Ein Volk ohne Kinder hat keine Zukunft“, mahnte Zollitsch. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, räumte jedoch ein, dass die Kirche allein gegen die demografische Entwicklung relativ wenig tun könne.

Nach den letzten Zahlen hat die katholische Kirche im Jahr 2009 rund 267 000 Mitglieder verloren, die evangelische sogar rund 320 000 . Die Kirchenaustritte wiegen dabei jedes Jahr für beide große Kirchen schwer, wie Zollitsch weiter sagte. „Umso mehr setze ich mich dafür ein, die Kirche den Menschen wieder verständlicher zu machen und deutlich zu zeigen: Die Kirche ist für den Menschen da. Wir brauchen einladende Räume, um den Glauben erfahrbar zu machen, und einladende Menschen, die andere auf ihrem Glaubensweg begleiten, ihnen helfen, die Spuren Gottes im Alltag zu entdecken“, sagte der Freiburger Erzbischof. Die Kirchen hätten doch „ein geistiges Pfund“, mit dem sie wuchern können. „Wer sonst setzt sich in der Gesellschaft so sehr für eine Gesamtausrichtung ein und für verbindliche ethische Werte? Wer stellt so häufig die Frage nach dem Sinn des Lebens und tritt so klar und deutlich für die Würde und den Schutz des menschlichen Lebens ein in all seinen Phasen wie die Kirche?“, sagte Zollitsch.

Ein Jahr der Taufe

Der EKD-Ratsvorsitzende Schneider erklärte, ob die deutsche Bevölkerung wachse, habe man wenig in der Hand. „Aber dass die Menschen sich ihres Glaubens bewusst werden, ihre Kinder dann in diesem Glauben erziehen, dass sie ihre Kinder zur Taufe bringen, dafür können wir einiges tun“, sagte der rheinische Präses. Er verwies darauf, dass in den kommenden Jahren in vielen Landeskirchen ein Jahr der Taufe begangen werde. Im Übrigen sei man eine einladende Kirche. Diese laden nicht einfach zu einer Mitgliedschaft ein, sondern zum Glauben, „dass Menschen Vertrauen auf Gott setzen, der sich in Jesus Christus den Menschen so liebevoll und freundlich gezeigt hat“. Das sei die Aufgabe der Kirche. Sie habe keinen Selbstzweck.“Da, wo wir dieser Herausforderung gerecht werden, werden wir auch die Menschen erreichen. Denn diese Botschaft tut den Menschen gut - für ihr persönliches Leben, aber auch für ein solidarisches und gerechtes Zusammenleben in diesem Land“, sagte Schneider. (dapd)

DerWesten

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Kommentare
25.12.2010
13:54
Mitgliederschwund macht Kirchen zu schaffen
von fj.klur | #86

#84
Ehrliche Steuerzahler:
- sind garantiert die Arbeitnehmer, die ohne Wenn und Aber am Ende jeden Monats vom Finanzamt zur Kasse gebeten werden
- sind evtl. nicht Zumwinkel und Co.,
Zumwinkel, jeder wird sich erinnern, hat 1 Mio Euro Steuern hinterzogen und erhielt eine äußerst brutale Strafe, die er in Lugano in Bewährung absitzt
- sind evtl. nicht die Leute, die durch die leider aufgetauchten CDs dazu motiviert wurden, bisher 1,6 Milliarden, wenn ich die Zahl richtig in Erinnerung habe, Steuern nachzuzahlen

Wer gehört jetzt wohl zur Klientel von Rösler bzw. der FDP, diejenigen, etwa diejenigen, die untere und mittlere Einkommen beziehen. (Wenn auch nur ein Facharbeiter, die die FDP doch angeblich zu ihrer Klientel zählt, auf den CDs war, gebe ich Argus gerne ein Bier aus.)

Pfarrer Meurer aus Köln ist mir leider kein Begriff, ob er von bundespolitischem Interesse ist, weiß ich nicht.
Das Rösler als Katholik(!) für wesentlich weniger Netto vom Brutto für die unteren Einkommen bundesweit verantwortlich ist, weiß ich aber!

25.12.2010
13:06
Mitgliederschwund macht Kirchen zu schaffen
von rote zora | #85

Habe garnicht gewusst, dass wir so viele intelligente Kommenta toren haben !
Frohe Weihnachten !

25.12.2010
07:42
Mitgliederschwund macht Kirchen zu schaffen
von Argus | #84

Hier regen sich viele über das Steuerzahlen auf - ohne selbst Steuern oder ehrlich veranlagte Steuern zu zahlen.
Wenn sie sich über Rösler schmähend auslassen können, mag das gelten; sie sollten aber auch einmal Pfarrer Meurer aus Köln erwähnen.

24.12.2010
23:58
Mitgliederschwund macht Kirchen zu schaffen
von fj.klur | #83

#78
Wegen Religion werden täglich Menschen getötet, das ist richtig. Sogar Christen haben sich gegenseitig jahrzehntelang in Irland gegenseitig die Schädel eingeschlagen.

Wer da irgendwelche Zusammenhänge mit der Religion sieht, möge sie mir bitte erklären.

Es gab einen amerikanischen Präsidenten, der angeblich jeden Tag in der Bibel las. Er propagierte einen Staat mit der worldwide moral leadership und ließ in Afghanistan und Irak einmarschieren.
Wer da einen Zusammenhang mit der Bibel sieht, möge es mir bitte erklären.

Wozu die christliche Lehre heute herhalten muss, ist sicherlich erschütternd, dass sowohl das christliche Deutschland als auch der Staat mit der angeblichen worldwide leading leadership zu den drei größten Waffenexporteuren gehören, ist in meinen Augen völlig unverständlich.

Und ich bin doch sicherlich nicht der einzige, der das so sieht!

Marx sprach von Opium für das Volk...

Aber weltweit sind seit etlichen Jahren Bewegungen in den Kirchen, die mit den existierenden politischen Systemen überhaupt nicht einverstanden sind, die die christliche Lehre endlich umsetzen wollen...

24.12.2010
22:57
Mitgliederschwund macht Kirchen zu schaffen
von saubär | #82

@ 81
Sicherlich hat die Lehre Christi mit der Kirche nichts zu tun. Bzw. anders herum.
Die Kirche braucht Menschen und einige Menschen brauchen die Kirche.
Und was Gott mit diesen Institutionen zu tun haben soll ist mir schleierhaft.
Dieser Kinderglaube scheint aber Menschen die ihn brauchen Halt zu geben.
Wie man als aufgeklärter und einigermaßen wissenschaftlich gebildeter Mensch Gott definiert, passt den wahren Gläubigen natürlich nicht.
Ein Mensch der wirklich frei ist, ist für Kirche und Staat gefährlich. Andere könnten sich anstecken.

Dabei ist Heute das Fest der Liebe.
Also, jeder Jeck ist anders, und das ist gut so.

24.12.2010
22:07
Mitgliederschwund macht Kirchen zu schaffen
von dasdsfdfdf | #81

#70 trummerdorf
Ich bin also der Antichrist! Sie machen sich ja lächerlich, sie armer Fundamentalist. Die Not habe ich auch schon kennengelernt. Nur nach einem Pfarrer war mir dann nie der Sinn. Gott und Christentum sind zwei verschiedene paar Schuhe. Jesus könnte auch auf die Kirche verzichten. Die Welt kann auf die Kirchen verzichten, da sie immer gepredigt haben, dass alles sei Gottes Wille. Ja auch die verlogene Politik. Die Kirchen als Beruhigungspillen. Das braucht die Menschheit nicht. Jetzt ersticken sie selbst an ihren Pillen. Und das ist gut so!

24.12.2010
20:40
Mitgliederschwund macht Kirchen zu schaffen
von Ungläubiger | #80

Der Nachwuchs will sich halt nicht mehr auf des Pfaffen Schoss setzen...

24.12.2010
19:38
Blockierter Kommentar.
von Jehooova | #79

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

24.12.2010
16:22
Mitgliederschwund macht Kirchen zu schaffen
von Schnuffie | #78

#75 Vollkommen richtig!
Wegen der Religion werden täglich Hunderte Menschen getötet. Dagegen hilft nur Aufklärung, damit diese Märchenerzählerei ein Ende hat.

24.12.2010
16:17
Blockierter Kommentar.
von fiori | #77

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

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