Emanzipation
Ministerin will Frauenquote für Aufsichtsräte
01.08.2010 | 09:43 Uhr 2010-08-01T09:43:00+0200
Düsseldor.Die neuen Ministerin für Emanzipation in NRW geht in die Offensive: Barbara Steffens will eine Frauenquote für die Aufsichtsräte von Börsenunternehmen. Ihre Forderung: Wie in Norwegen sollen 40 Prozent der Posten mit Frauen besetzt werden.
Die nordrhein-westfälische Emanzipationsministerin Barbara Steffens (Grüne) hat eine Frauenquote für Aufsichtsratsposten bei börsennotierten Unternehmen gefordert. „In Norwegen dürfen nur Unternehmen an die Börse, wenn sie eine Frauenquote von 40 Prozent in den Aufsichtsräten nachweisen“, sagte Steffens dem Magazin „Focus“ in einem Vorabbericht vom Sonntag. „Diese Quote hätte ich auch gern in Deutschland.“ Sollte der Anteil nicht erreicht werden, will Steffens den Konzernen den Gang an die Börse verbieten.
Die 48-Jährige kündigte eine Bundesratsinitiative der rot-grünen NRW-Landesregierung zur Änderung des deutschen Aktienrechts an. Nach Ansicht der Ministerin werden Männer noch immer bei der Besetzung von Spitzenpositionen bevorzugt.
Als erster großer börsennotierter Konzern in Deutschland hatte die Deutsche Telekom im März freiwillig eine Frauenquote eingeführt. Bis Ende 2015 sollen dort 30 Prozent der oberen und mittleren Führungspositionen mit Frauen besetzt sein. Die Telekom argumentiert, Firmen mit einem höheren Frauenanteil erzielten ein signifikant besseres Ergebnis und eine höhere Rentabilität. (afp)
17:44
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17:18
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17:16
#33 taosnm
Bitte auch eine weibliche Quote für Dirigenten von großen Symphonieorchestern fordern! Auch mehr Frauen am Kontrabass und an Pauke ,Becken Schlagzeug und großen Blasinstrumente wie Tuba etc.
Auch in Museen der Bildenden Kunst sollten 40% der Bilder männlicher Maler abgehängt und durch Gemälde vonr Malerinnen ersetzt werden. Qualität darf nicht das einzige Kriterium sein. Das Privileg Kinder zu kriegen, muß durch eine durchgängig hohe Frauenquote belohnt werden. Schlimm genug, dass Frauen heute noch für die Familie kochen, einkaufen und Wäsche machen müssen. Sollen die Männer ihre schmutzige Wäsche selber waschen und sich aus dem Eisschrank verköstigen, wie es schon viele Kinder alleinerziehender Mütter gezwungen sind zu tun, weil Mutter für die Kleinen keine Zeit hat. Sie muß künftig noch mehr an ihre berufliche Karriere - wie die Norwegerinnen - denken.
17:13
Siemens AG hat just in dieser Woche wieder ein Rekordergebnis verkündet.
Nach den regelmäßig erscheinenden Gesamtbetriebsratsveröffentlichungen lag die Frauenquote (über alles) unter Heinrich von Pierer bei rund 25%. Seit Klaus Kleinfeld beträgt sie nur noch rund 20% - AUCH unter Peter Löscher.
Trotz aller Corporate Diversity Propaganda und Barbara Kux sowie neu Brigitte Ederer liegt der Frauenanteil an den Übertariflichen Beschäftigten, also den Führungskräften immer noch deutlich unter 10%.
Nicht - weil die Frauen nicht können, oder wollen oder was die misogyne Herren-Seilschaft sonst so an Ausreden verquarzt.
Sondern weil sich die Herren der Schöpfung (gleichgültig ob Arbeitgeber- oder Arbeitnehmerseite) in diesem Punkt einig sind:
Keine Frauen im Herrenclub!
Wenn Frau Steffens nicht nur drüber redet, kann sie damit ja demnächst konkret vor die Mikros gehen.
http://dialog.igmetall.de/Ansicht.196+M59844375d7a.0.html
http://dialog.igmetall.de/Newsansicht.32+M5200ddc31d3.0.html
Mahlzeit!
17:12
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17:08
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17:04
Hoppla, hat sich wohl etwas überschnitten.
Zu MS, haben sie eine Vorstellung, welchen Einfluss MS- Deutschland auf die Geschäftspolitik von MS weltweit hat?
Vergessen sie`s
Über die MS Produkte und den Erfolg von MS kann man streiten.
Wer die lobende, sogenannte, Fachpresse in der Tasche hat, muss sich über Qualtät keine Gedanken machen.
16:57
Quoten sind immer destruktiv.Punkt. Klar das vermeintlich unterbewertete Frauen immer in diese Kerbe hauen. Aber mal Hand aufs Herz: Eine Frau, die im klassisch traditionellen Sinne die Kinder erzieht, leistet in ihrer Familie deutlich mehr Führungsarbeit als jeder Topmanager ( der kann nämlich kann auf Leute setzen, die wissen, was sie tun. Kinder müssen das meistens täglich erlernen!). Ich selbst habe meine Kinder ( 1W, 1M) zu 50% miterzogen. Soll heissen: Ich habe beide vom Windelwechseln bis zur Schulbegeleitung und durch die Pubertät jeden Tag zumindest für 6 Stunden intensiv begleitet - was dazu führt, die Probleme der meisten Frauen zu kennen, zu respektieren und zu würdigen. Die eigene Erfahrung bestätigt ja die Mütter! Die Leistung, die die meisten Frauen bei der Erziehung ihrer Kinder vollbringen, wird von mir weitaus höher eingeschätzt als jeder Managerposten. Insofern rennen eine Anzahl Frauen m.E. dem falschen Ideal hinterher. Aber: Auch viele Männer, Medien, Politiker huldigen den falschen Jobs! Jobs die zwar viel Geld bringen, die aber im Grunde keiner von uns braucht....
16:53
Nachdem ich auf meine Fragen, #19, an #17 von taosnm keine Antwort auf meine Frage, wieviel AG`s gibt es in Norwegen, bekommen habe, habe ich hier
http://www.oslobors.no/ob_eng/markedsaktivitet/stockIndexList?newt__menuCtx=1.6
nachgesehen.
Die Antwort ist 74.
Noch Fragen?
16:49
DeKaWe
Die Studie ist noch relativ aktuell, ich weiss aber nicht mehr genau, wie alt sie ist.
Gelesen habe ich sie in irgendeiner der damit befassten Zeitschriften, Manager Magazin oder so. Weiss ich nicht mehr. Hätte ich besser aufgehoben.
Über die Anzahl börsennotierter Unternehmen in Norwegen bin ich nicht informiert.
Vielleicht interessant, dass gerade in der letzten Woche eine neue Frau in den Microsoft-Deutschland-Vorstand kam. Dort sind jetzt von 13 Vorständen 7 Frauen. Über den Erfolg dieses Unternehmens müssen wir gewiss nicht diskutieren.
Es ist traurig, dass überhaupt über die Quote diskutiert werden muss. Frauen sind heute ausserordentlich gut ausgebildet und verfügen eher als Männer über die so gern zitierten soft skills. Allerdings bilden die Herren eine unüberwindliche Mauer, wenn es an ihre Pfründe geht. Und was, wie in der Kindererziehung, über Einsicht nicht funktioniert, muss dann eben über Zwang geregelt werden.