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Mexikanische Wahlbehörde kündigt Neuauszählung von Stimmen an

04.07.2012 | 22:31 Uhr

Wegen Unstimmigkeiten bei der Präsidentenwahl in Mexiko hat die Wahlbehörde des Landes am Mittwoch eine Neuauszählung der Hälfte der Stimmen angekündigt. Von den 143.000 bei der Wahl eingesetzten Urnen würden 78.012 geöffnet, sagte der Leiter der Wahlbehörde, Edmundo Jacobo. Die Neuauszählung könnte demnach bis Donnerstag abgeschlossen sein.

Mexiko-Stadt (dapd). Wegen Unstimmigkeiten bei der Präsidentenwahl in Mexiko hat die Wahlbehörde des Landes am Mittwoch eine Neuauszählung der Hälfte der Stimmen angekündigt. Von den 143.000 bei der Wahl eingesetzten Urnen würden 78.012 geöffnet, sagte der Leiter der Wahlbehörde, Edmundo Jacobo. Die Neuauszählung könnte demnach bis Donnerstag abgeschlossen sein.

Zuvor hatten sich nach der Wahl vom vergangenen Sonntag Vorwürfe des Stimmenkaufs gegen die Partei der Institutionellen Revolution (PRI) gemehrt, deren Kandidat Enrique Peña Nieto vorläufigen Ergebnissen zufolge als Sieger aus der Abstimmung hervorging. Die Vorwürfe bekamen neue Nahrung, als Tausende Menschen in dieser Woche Lebensmittelläden stürmten, um Einkaufsgutscheine einzulösen, die sie nach eigenen Angaben vor der Wahl von der PRI erhalten hatten. Die Partei und eine betroffene Supermarktkette stritten jegliche Ungereimtheiten ab.

Unterdessen sagte der Präsidentschaftskandidat Andrés Manuel López Obrador von der Partei der Demokratischen Revolution (PRD) am Dienstag, sein Team habe in knapp 114.000 Wahllokalen Unregelmäßigkeiten bei der Abstimmung festgestellt. López Obrador weigerte sich, das vorläufige Wahlergebnis anzuerkennen, demzufolge er knapp hinter Peña Nieto auf dem zweiten Platz landete. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gratulierte Peña Nieto inzwischen zum Sieg, wie am Mittwoch bekannt wurde.

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