Merkel bremst die FDP
13.09.2011 | 08:15 Uhr 2011-09-13T08:15:00+0200
Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel fürchtet offenbar, dass ihr Koalitionspartner die Griechenland-Krise mit Worten anheizt. Am Morgen reagierte sie auf die Stimmen aus der FDP - und mahnte zur Vorsicht.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will nach eigenen Worten eine unkontrollierte Insolvenz Griechenlands vermeiden. Es müsse alles daran gesetzt werden, den Euro-Raum politisch zusammenzuhalten, um Dominoeffekte auszuschließen, sagte Merkel am Dienstag im rbb-Inforadio.
Angesprochen auf die Äußerung von Bundeswirtschaftminister Philipp Rösler (FDP), dass es in Sachen Griechenland keine Denkverbote geben dürfe, warnte Merkel vor einer unkontrollierten Zahlungsunfähigkeit. Diese würde nicht nur Griechenland treffen, sondern die Gefahr sei sehr groß, dass es auch etliche andere Länder treffen könnte. Jeder sollte „seine Worte sehr vorsichtig wägen“, mahnte Merkel im Inforadio. „Was wir nicht brauchen können, ist Unruhe auf den Finanzmärkten, die Unsicherheiten sind schon groß genug.“
Am Montag hatten außer Rösler auch FDP-Generalsekretär Christian Lindner und Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger den Druck auf Griechenland erhöht.
afp
16:16
#42:
In der Beurteilung aller Kanzler der BRD wird wohl Merkel mit großem Abstand den letzten Platz einnehmen. Unser Land hat Besseres verdient: eine Politik für alle Bürger, für Arbeitnehmer, Rentner und auch Schwache. Niemals gehört sich politische Hörigkeit für Lobbyisten und Kapitalbeherrscher.
20:28
Merkel scheint nach außen als Kanzlerin ohne inneren Motor für ihre Aufgaben. Sie hatte ohne den heutigen Druck kaum Veranlassung zu agieren und sitzt vieles aus. Es ist ihr ebenso egal wer mit ihr koaliert, aber wenn Rösler ihre Macht berührt, kann sie anders.
Sie möchte um jeden Preis ihr Amt behalten.
19:35
#39:
Kommentar 40 war für Sie gedacht.
19:34
#40:
Im EU-Vertrag steht nichts über die Vereinigten Staaten von Europa. Das lässt der Vertrag gar nicht zu. Also dann raus aus der EU und raus aus dem unsicheren Euro. Warum sollte es Deutschland schlechter gehen mit der DM: Damals waren wir Exportweltmeister in einem internationalen bzw. globalen Markt. Wo ist das Problem? Merkel und Schäuble sind auf dem besten Weg uns auszuverkaufen an unorganisierte Pleiteländer. Die Bürger werden aufbegehren.
15:38
Frau Merkel beginnt so langsam zu verstehen, um was es geht. Noch vor einem Jahr propagierte sie einen nationalistischen Populismus. Es geht um die Rettung des Euro. Wenn der Euro zusammen bricht, bricht auch die EU zusammen. Europäische Länder, auch Deutschland, würden in eine tiefe Wirtschaftskrise gestürzt. Ein Europa der Nationalstaaten (wie vor 100 Jahren) wird weltwirtschaftlich bedeutungslos und abhängig von internationalen Konzernen sein. Die Frage ist, wie der Euro gerettet werden kann. Der Rettungsfonds ist eine notwendige Notoperation. Danach muss eine wirksame Therapie folgen. Der Euro hat einen Geburtsfehler: Eine Währungsunion ohne Wirtschafts-, Finanz- und Sozialunion kann auf Dauer nicht überleben. Das aber ist eine politische Union mit Parlament und Regierung. Solange dieser Geburtsfehler nicht behoben wird, wird es immer wieder bedrohliche Euro-Krisen geben und die Politik bleibt ziemlich hilflos. Aber bis zur politischen Union eines Kerneuropas braucht man einige Jahre.
15:29
@33
Die Briten wollten und wollen schon vom Beginn an den EURO nicht haben. Ob er allerdings international keinen Pfifferling mehr wert ist, darf doch wohl stark angezweifelt werden. Das Thema ist einfach zu komplex um es insgesamt zu verstehen. Da gehen ja bekanntermassen auch die Meinungen von Wirtschafts- und Finanzexperten weit auseinander.
15:29
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15:28
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14:27
International scheint der Euro keinen Pfifferling mehr wert zu sein. Die EU und vor allem Deutschland und Frankreich wollen das nicht sehen. Diese Blindheit führt in den Ruin.
14:25
Die Wahrheit über den Euro sagt uns keiner. Überraschungen wie Pleiten, Konkurse und Zahlungsunfähigkeit kommen über Nacht. Und die Verantwortlichen sind verschwunden, ebenso die Politiker, die uns schon lange belogen und betrogen haben.