Mehrere Hundert Steuersünder zeigen sich selbst an
15.02.2010 | 11:37 Uhr 2010-02-15T11:37:00+0100
Hamburg. Viele Steuersünder zeigen sich Medienberichten zufolge derzeit selbst an. Damit versuchen sie, den Steuerbehörden zuvorzukommen, die durch den Ankauf der Schweizer Daten-CD auf sie aufmerksam werden könnten.
Die Zahl der Selbstanzeigen von Steuerhinterziehern ist einem Zeitungsbericht zufolge in den vergangenen Tagen rasant gestiegen. Laut einer Umfrage der „Financial Times Deutschland“ (Montagausgabe) in den Bundesländern sind dem Fiskus zusätzliche Einnahmen in dreistelliger Millionenhöhe sicher.
Durch die Daten-CD aufgeschreckt
Allein in Bayern meldeten sich der Vorabmeldung zufolge bis Ende vergangener Woche 291 reuige Steuerhinterzieher. Eine Woche zuvor seien es weniger als 20 gewesen. Im Hamburg sei die Zahl der Fälle innerhalb von drei Tagen von 10 auf 88 gestiegen. Die Finanzbehörde der Hansestadt rechne mit Steuernachzahlungen von 20 Millionen Euro allein aus diesen Fällen. In Niedersachsen habe es bis Freitag 174 Selbstanzeigen im Zusammenhang mit der Schweizer Bankdaten-CD gegeben, schrieb die „FTD“.
Viele Steuersünder sind aufgeschreckt, weil Deutschland eine CD mit Daten von deutschen Anlegern in der Schweiz kaufen will. Wer sich rechtzeitig selbst anzeigt und die Steuern nachzahlt, kann eine Strafe unter Umständen umgehen. (apn)
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