Mehr ausländische Lehrer gefordert
08.09.2010 | 17:00 Uhr 2010-09-08T17:00:00+0200
Berlin.Bildung und Sprachförderung stehen im Mittelpunkt des Integrationsprogramms, das die Bundesregierung verbessern will. Zudem sollen künftig mehr Lehrer mit Migrationshintergrund an deutschen Schulen unterrichten.
Mit einem Integrationsprogramm will die Bundesregierung die Eingliederung von Ausländern verbessern. Im Mittelpunkt des von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) vorgestellten Programms, das am Mittwoch in Berlin vom Kabinett gebilligt wurde, stehen Bildung und Sprachförderung von Migranten. De Maizière räumte Versäumnisse der Politik ein, die das Problem „teilweise auf die leichte Schulter genommen“ habe.
Vor dem Hintergrund der Debatte um das Buch von Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin bezeichnete de Maizière das Programm als „Beitrag zur Sachlichkeit“. Es gehe darum, ein „differenziertes Bild der Wirklichkeit, mit differenzierten Vorschlägen“ zu geben und sich „auf Lösungen“ zu orientieren. Zwar gebe es gesellschaftliche und politische Versäumnisse; mit Blick auf die jüngste Polemik fügte er hinzu, die politische Aufgabe bestehe aber darin, „Wunden zu heilen und nicht noch Eiter hinein zu träufeln“.
Als vordringliche Aufgabe bei der Integration nannte de Maizière den Spracherwerb. Rund 1,1 Millionen Migranten in Deutschland sprächen „nicht ausreichend Deutsch“, also unter dem niedrigsten Niveau des Sprachtests der Integrationskurse. 15 Prozent der Migranten verließen die allgemeinbildenden Schulen ohne Abschluss gegenüber 6,2 Prozent der Deutschen. Die Zahl der integrationsunwilligen Migranten liege zwischen zehn und 15 Prozent. „Wie gut Migranten unsere Sprache sprechen, das entscheidet über ihren Erfolg in unserer Gesellschaft“, hob auch Regierungssprecher Steffen Seibert hervor.
Mehr Lehrer mit Migrationshintergrund gefordert
Der Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Albert Schmid, forderte mehr Lehrer mit Migrationshintergrund. Es müsse verstärkt um Lehramtskandidaten mit Migrationshintergrund geworben werden, so wie vor Jahrzehnten um Lehrer aus dem Arbeitermilieu geworben wurde.
Die Kritik der Opposition an der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), wies de Maizière als „gänzlich unberechtigt“ zurück. Böhmer sei bei der Vorstellung des Programms deswegen nicht dabei, weil sie sich derzeit in Kanada aufhalte. SPD und Grüne hatten zuvor die Ablösung Böhmers gefordert.
Das unter der Federführung des BAMF erarbeitete Integrationsprogramm unterbreitet Vorschläge für die Weiterentwicklung der Angebote von Bund, Ländern, Kommunen und freien Trägern. Schwerpunkt ist dabei die Bildung. Das Programm geht auf die Empfehlungen der Zuwanderungskommission aus dem Jahr 2001 zurück.
Mangel an Krippen, Ganztagsschulen und Plätzen in Integrationskursen
Der Vorsitzende des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) sagte der Nachrichtenagentur AFP: Das Programm biete „nichts Neues unter der Sonne, aber die Richtung stimmt“. „Wir brauchen für die Zukunft weniger Proklamationen und mehr sichtbare Umsetzung“, fügte er allerdings hinzu.
Die DGB-Vizevorsitzende Ingrid Sehrbrock kritisierte, das deutsche Bildungswesens halte „zu wenig Angebote für erfolgreiche Integration bereit“. Es mangele an Kinderkrippen, Ganztagsschulen und Plätzen in Integrationskursen. Ähnlich äußerte sich der Bremer Migrationsforscher Stefan Luft gegenüber AFP: Es fehle an ausreichend „Gelegenheitsstrukturen vor Ort“ für Migranten, deutsch zu sprechen. Das sei auch eine Frage der Mischung und des „Lastenausgleichs“ in Städten, wo deutsche Familien Schulen mit hohen Migrantenzahlen mieden. (AFP)
21:42
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21:42
Sonst fehlt es an Geld für ausreichendes Lehrpersonal an unseren Schulen und viele gut ausgebildete Lehrer die nicht an Schulen unterkommen müßen Berufsfremden Arbeiten nachgehen.. Grund genug darüber nachzudenken ob man zusätzliche ausländische Lehrer einzustellen sollte.Ob durch Ausländische Lehrer Integration verbessert werden kann mag man hinsichtlich des bisher erreichten stark bezweifeln. Integration kann nur gelebt aber nicht gelehrt werden.
21:36
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20:58
#30
Vollkommen falsch ihre Ansicht. Die deutschen Kartoffeln sollen türkisch lernen. Integration heißt, dass sich beide Seiten aufeinanderzubewegen. Die Deutschen lernen türkisch und dafür bringen uns die Türken den Islam bei.
20:55
Wir haben doch jetzt alle die Geschichte von Betül Durmaz mitbekommen - was spräche dagegen, dass wir mehr solcher Lehrer hätten?
Wir müssen migrationsbedingte Probleme lösen und nicht durch unsere dumm-deutsche Bumsbirne verschlimmern.
20:52
un basta ??? Sie wollen auch noch ne Portion Deutsch abhaben, kann das sein???
20:50
Was soll dieser Firlefanz. Die müssen Deutsch lernen un basta.
20:47
Mehr Lehrer mit Migrationshintergrund - dadurch wird die Integration nicht vorangetrieben, sondern verhindert. Nehmen wir an, es gibt noch mehr türkische Lehrer. Dann würden einige Eltern und Kinder noch mehr Türkisch sprechen, weil es bequemer ist.
Außerdem werden z.B. in NRW zu wenige neue Lehrer eingestellt. Was kaum jemand mitbekommt: Still und heimlich werden sogar in sozialen Brennpunkten Stellen gestrichen und die Klassenstärken erhöht. Wenn jemand in den Ruhestand geht, heißt das nicht automatisch, dass die Stelle neu ausgeschrieben wird. Angeblich gibt es zu wenige Kinder... Wers glaubt...
Fazit: Es müssten generell mehr Lehrer eingestellt werden. Bei den schwierigen Kindern heutzutage sind Klassenstärken bis 20 doch in Ordnung. Aber für neue Stellen ist ja kein Geld da, denn wir müssen ja noch Griechenland und sämtliche Banken retten und dann soll ja in Stuttgart der neue Bahnhof mit ICE-Strecke gebaut werden. Wie viele Lehrer und Erzieher man von dem Geld wohl bezahlen könnte...?
20:44
Alternativ könnten wir Deutsche auch Türkisch lernen und so einen Schritt auf unsere Migranten zu gehen !!!