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McAllister und Scholz sehen Europa auf einem guten Weg

13.12.2011 | 22:13 Uhr

Hannover (dapd-nrd). Nach den Beschlüssen des jüngsten EU-Gipfels sehen die beiden norddeutschen Landeschefs, David McAllister (CDU) und Olaf Scholz (SPD), Europa auf einem guten Weg. Mit den Beschlüssen sei "europäische Geschichte" geschrieben worden, sagte Niedersachsens Ministerpräsident McAllister auf dem Europaabend des norddeutschen Unternehmerverbandes AGA am Dienstag in Hannover. Europa sei die "Antwort auf die Herausforderungen der Gegenwart".

"Europa ist das Schicksal Deutschlands und wir haben da eine Aufgabe zu erfüllen", fügte Hamburgs Erster Bürgermeister Scholz hinzu. Beide Landeschefs wollen in Norddeutschland weiter kooperieren, um die Region innerhalb Europas zu stärken.

Eine "starke norddeutsche Identität" sei gut für die Gesamtregion im Europa der Regionen, sagte Scholz. Genauso wie McAllister wehrte er sich aber gegen Spekulationen über einen Nordstaat. "Wir leben nach dem Motto: Liebe deinen Nachbarn, aber reiße den Gartenzaun nicht ein", sagte McAllister.

Wichtig sei aber etwa eine bessere Zusammenarbeit in der Wissenschaft. "Als politisch Verantwortliche sollten wir so handeln, wie es die Menschen empfinden, nämlich, dass es nur zufällig diese Grenzen gibt", sagte Scholz. Es wäre ein Fortschritt, wenn nicht jedes Land einzeln nach Berlin gehe, um Fördermittel zu erhalten, fügte McAllister hinzu.

In seiner Rede zu Europa äußerte er Unverständnis zu der Kritik deutscher Politiker an Großbritannien. Aussagen etwa, mit denen Großbritannien eine privilegierte Partnerschaft angeboten werde, zeugten von Arroganz und seien völlig inakzeptabel.

Er selbst sei "tieftraurig" über die Entscheidung des Landes, sich nicht am neuen europäischen Stabilitätsvertrag zu beteiligen. Aber Deutschland dürfe nicht vergessen, was es Großbritannien zu verdanken habe, sagte McAllister, der neben der deutschen auch die britische Staatsbürgerschaft hat.

"Großbritannien gehört zur Europäischen Union", machte er klar und kündigte an, in der nächsten Woche politische Gespräche in London zu führen. Es sei nun die Aufgabe deutscher Politik "die Hand auszustrecken, um Großbritannien wieder aus seiner Ecke herauszuholen".

dapd

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