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LKA prüft Verbindung zwischen rechter Mordserie und Fall Mannichl

14.11.2011 | 17:26 Uhr

München (dapd). Das bayerische Landeskriminalamt prüft eine Verbindung zwischen der rechtsextremistischen Terrorserie und dem Messerattentat auf den früheren Passauer Polizeichef Alois Mannichl vor fast drei Jahren. Es werde untersucht, ob sich bei den Ermittlungen gegen die Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) neue Erkenntnisse für den Fall Mannichl ergeben, sagte ein LKA-Sprecher am Montag auf dapd-Anfrage in München.

Von einer Wiederaufnahme der Ermittlungen könne aber noch nicht gesprochen werden. Auch bei anderen Altfällen in Bayern werde ein Zusammenhang zur rechtsextremistisch motivierten Mordserie geprüft. Der Fall Mannichl sei der einzige, für den das LKA zuständig sei.

Mannichl sagte dem Bayerischen Rundfunk, es liege auf der Hand, dass jetzt sein Fall neu untersucht werde. Er könne sich vorstellen, dass er ins Fadenkreuz der Terrorgruppe geraten sei. Für ihn und seine Familie wäre ein Ermittlungserfolg eine enorme Entlastung.

Mannichl war im Dezember 2008 an der Tür seines Wohnhauses in Fürstenzell mit den Worten "Viele Grüße vom nationalen Widerstand" niedergestochen und schwer verletzt worden. Unter Mannichls Leitung war die Polizei im Landkreis Passau immer wieder gegen Neonazis vorgegangen. Die Ermittler vermuteten deshalb einen Racheakt von Rechtsextremisten. Im Mai 2011 waren die Ermittlungen eingestellt worden.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll die NSU für die sogenannten Döner-Morde an acht türkischstämmigen Männern und einem Griechen in den Jahren 2000 bis 2006 und dem Mord an einer Heilbronner Polizistin im April 2007 verantwortlich sein. Untersucht wird auch, ob die Gruppe vor etwa zwei Wochen einen Polizisten in Augsburg getötet hat. "Derzeit spricht aber überhaupt nichts dafür", sagte ein Sprecher der Polizei in Augsburg.

dapd

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