Linke verspricht Rüttgers’ Abwahl
09.07.2010 | 16:15 Uhr 2010-07-09T16:15:00+0200
Düsseldorf. Die Linke im NRW-Landtag verspricht der neuen Minderheitsregierung Verlässlichkeit: Die Fraktion will gemeinsam mit Rot-Grün Noch-Ministerpräsident Rüttgers abwählen und SPD-Chefin Hannelore Kraft ins Amt hieven.
Die Linke im NRW-Landtag will die Abwahl von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) in der kommenden Woche garantieren. „Die Abwahl von Rüttgers in Düsseldorf wäre ein bundesweites Signal, und wir brauchen jetzt in der Opposition auf allen Seiten vertrauensbildende Signale“, sagte Linkspartei-Bundeschef Klaus Ernst am Freitag. Auch die NRW-Linke schloss eine Ablehnung von SPD-Landeschefin Hannelore Kraft bei der Wahl zur Ministerpräsidentin erneut aus. Rüttgers nahm unterdessen an seiner wohl letzten Bundesratssitzung teil.
SPD und Grüne könnten darauf vertrauen, „dass wir die Abwahl von Rüttgers nicht blockieren“, versicherte Ernst. „Wir sind keine Taktierer. Nein heißt nein, aber auf das, was wir sagen, ist Verlass.“ Die Linke werde den von SPD und Grünen in NRW ausgehandelten Koalitionsvertrag „genau prüfen“. Dabei gelte: „Gute Projekte wird unsere Fraktion sicher nicht blockieren. Aber Sozialabbau und Privatisierungen gibt es mit unseren Stimmen nicht.“
Individuelle Entscheidung
„Die Regierung Rüttgers muss abgewählt werden“, betonte auch der scheidende Linkspartei-Landeschef Wolfgang Zimmermann im Vorfeld des Linke-Landesparteitags am Wochenende in Leverkusen. Bei der Wahl von Kraft zur Ministerpräsidentin am kommenden Mittwoch (14. Juli) im Landtag sei er „überzeugt“ davon, dass die elf Linke-Abgeordneten einheitlich abstimmen werden. Ob sich die Linksfraktion enthält oder für Kraft votiert, wird in Leverkusen diskutiert.
Die letztendliche Entscheidung über das Abstimmungsverhalten liege jedoch bei den einzelnen Abgeordneten, betonte Zimmermann, der sein Parteiamt auf eigenen Wunsch nicht fortsetzt, da er mittlerweile Fraktionschef im Landtag ist. Den rot-grünen Koalitionsvertrag bezeichnete Zimmermann als „in die richtige Richtung“ gehend. Die Vorhaben seien aber noch zu unkonkret.
SPD und Grüne verfügen im NRW-Landtag gemeinsam über 90 Mandate. Die absolute Mehrheit liegt bei 91 Stimmen. CDU und FDP kommen zusammen auf 80 Stimmen. Die Linksfraktion stellt 11 der insgesamt 181 Abgeordneten. Ab dem zweiten Wahlgang reicht Kraft die relative rot-grüne Mehrheit - falls die Linksfraktion ihre Zusage einhält, keinesfalls gegen die Sozialdemokratin zu votieren. CDU und FDP wollen geschlossen gegen Kraft abstimmen.
Die Parteibasis von SPD und Grünen entscheidet am Samstag (10. Juli, jeweils 12.00 Uhr) über die geplante rot-grüne Minderheitsregierung. Die SPD kommt in Köln zu einem Landesparteitag zusammen. Die 450 Delegierten stimmen im Anschluss an eine Rede von SPD-Landeschefin Kraft über den rot-grünen Koalitionsvertrag ab. Die Grünen treffen sich zu einer Landesdelegiertenkonferenz in Neuss. Hauptrednerin ist die Vorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion und designierte Schulministerin Sylvia Löhrmann.
Mit dem Machtwechsel in NRW würde Rot-Grün auch die schwarz-gelbe Mehrheit im Bundesrat brechen. SPD und Grüne hatten bereits zwischen 1995 und 2005 in Nordrhein-Westfalen regiert.
Bei der Landtagswahl am 9. Mai war Schwarz-Gelb in NRW abgewählt worden. SPD und Grünen fehlt ein Mandat zur absoluten Mehrheit im Landtag. Nach wochenlangen erfolglosen Sondierungen mit anderen Parteien hatten Sozialdemokraten und Grüne Mitte Juni die Bildung einer Minderheitsregierung angekündigt. (ddp)
11:05
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10:56
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22:15
Nie wieder Sozialismus - NPD und Linkspartei verbieten!
21:38
Na Hauptsache die Schnittmengen zwischen grün-rot-rot sind groß.
Dann kommen nur noch sozial verträgliche Gesetzte in NRW durch. Das wird w.bespasst nicht passen aber ich finde das toll.
21:13
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20:21
Hier nochmal:
@6 von ddr reloaded
Hat nicht gerade ein Linker die Wahl zwischen Gauck und Wulff als Wahl zwischen Pest und Cholera, zwischen Hi**er und Stalin bezeichnet?
Unter Verehrung stelle ich mir, ehrlich gesagt etwas anderes vor.
20:18
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20:17
Ach ne.
Während ich meine Kommentar schrieb, wurde #14 von STAZIS raus, auf den ich mich bezog, gelöscht.
Warum, ist mir allerdings nicht ganz klar. Ich fand ihn zwar auch ziemlich dumm, aber das war doch eigentlich noch nie ein Grund zum Löschen. Sonst würde es auch ziemlich leer hier :-)
20:11
@6 von ddr reloaded
Hat nicht gerade ein Linker die Wahl zwischen Gauck und Wulff als Wahl zwischen Pest und Cholera, zwischen Hitler und Stalin bezeichnet?
Unter Verehrung stelle ich mir, ehrlich gesagt etwas anderes vor.
@14 von STAZIS raus
Die NPD ist keine sozialistische Partei. Da müssen sie etwas verwechseln.
19:58
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