Landesregierung klärt in den Rathäusern über Pro NRW auf
14.04.2010 | 14:41 Uhr 2010-04-14T14:41:00+0200
Düsseldorf.Der NRW-Integrationsbeauftragte Thomas Kufen hat am Mittwoch eine neue Broschüre zur Pro-Bewegung vorgestellt. Kommunen baten vor der NRW-Wahl um Aufklärung im Umgang mit der rechtspopulistischen „Bürgerbewegung“. Für die Studie hat Autor Frank Überall Pro Köln im Stadtrat beobachtet .
Aufgefallen ist die selbst ernannte „Bürgerbewegung Pro NRW“ bisher durch ihre massive Islamkritik, die sich den Protesten gegen den Moschee-Bau in Köln-Ehrenfeld und in Duisburg-Marxloh sowie einer „Anti-Islamkonferenz“ in der Domstadt äußerte. Doch seit 2004 ist die rechtsradikale Pro-Bewegung auch in mehreren Stadt- und Gemeinderäten in Nordrhein-Westfalen vertreten. Jetzt versucht Pro NRW bei der NRW-Wahl am 9. Mai in den Landtag einzuziehen.
Um das zu verhindern, möchte die Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Migrantenvertretung NRW die Wählerinnen und Wähler über die Wahlgruppierung und ihr Programm aufklären. Am Mittwoch präsentierte der Integrationsbeauftragte der Landesregierung Thomas Kufen auf Wunsch vieler verunsicherter Kommunen eine neue Broschüre. 3000 Exemplare werden künftig in den Rathäusern ausgelegt und über die Pro-Bewegung informieren.
Pro-Bewegung tarnt sich als Bürgerbewegung
Pro NRW nennt sich Bürgerbewegung. An ihrer Spitze stehen gut ausgebildete Leute. Sie tragen elegante Anzüge und Kostüme, teure Schuhe – keine Bomberjacken, Springerstiefel oder Glatzen. „Die Pro-Bewegung tarnt sich als Bürgerbewegung, dahinter versteckt sich jedoch eine Gruppierung der extremen Rechten“, sagt Alexander Häusler, Sozialwissenschaftler an der Fachhochschule Düsseldorf, der 2008 die erste wissenschaftliche Studie über die Pro-Bewegung veröffentlichte.
Der Großteil der Mitglieder der Pro-Bewegung rekrutiert sich demnach aus den rechtsextremen Parteien NPD, DVU, Republikaner und der in Köln wirkenden „Deutschen Liga für Volk und Heimat“. Die Stammwähler dieser rechten Parteien will die Pro-Bewegung laut Studie für sich gewinnen, gleichzeitig versucht sie, sich mit Unterschriftenaktionen, etwa gegen den Moschee-Bau in Köln, ein demokratisches Image zu verpassen und buhlt um die breite national-konservative Wählerschaft.
Autor der Studie hat Pro Köln im Stadtrat beobachtet
Die am Mittwoch in Düsseldorf vorgestellte Studie „Ich bin die Strafe…Rechtspopulismus der ,Pro-Bewegung’ am Beispiel ihres Antragsverhaltens im Kölner Stadtrat“ des Kölner Journalisten Frank Überall nähert sich dem Thema aus einer anderen Perspektive. Der promovierte Politikwissenschaftler gilt als Experte der politischen Szene in Köln und berichtet regelmäßig aus dem Kölner Stadtrat. Seit sechs Jahren sitzt die Ursprungsformation der Pro-Bewegung, Pro Köln, im Stadtrat. Bei der Kommunalwahl 2004 erreichte die „Bürgerbewegung“ 4,7 Prozent der Stimmen und zog mit vier Mandaten in den Stadtrat ein, ein fünfter folgte später durch den Übertritt eines Ratsmitglieds von den Republikanern.
Seit sechs Jahren analysiert Frank Überall das Auftreten von Pro Köln im Stadtrat. Für die Studie hat er 140 Ratsanträge und -debatten ausgewertet – mit einem neuen Ergebnis. „Der Blick auf die Pro-Bewegung war bisher sehr einseitig auf die Moschee-Gegnerschaft beschränkt“, sagt Frank Überall, „doch die Studie zeigt, dass das nicht alles ist.“ Vielmehr würden typische Themen der Neuen Rechten polemisierend und diskriminierend besetzt, so der Journalist. Ähnlich wie bei der NPD.
Experten räumen Pro NRW keine Chancen bei Landtagswahl ein
Von den Pressebänken aus hat Frank Überall bei den Ratssitzungen Folgendes beobachtet: Zunächst sprechen die fünf Ratsmitglieder „normale“ Themen wie Drogenkonsum, gewalttätige Jugendliche, Ehrenamtskarten oder den Kölner Klüngel an. Durch rhetorisches Geschick gelang es den Rednern von Pro Köln jedoch, alle Themen in eine bestimmte Richtung zu lenken: An den Problemen haben stets die Einwanderer schuld. „Pro Köln geht es darum, rechtsradikale Themen in die Mitte der Gesellschaft zu tragen, ein Wir-Gefühl zu erzeugen gegen Migranten oder korrupte Politiker“, sagt Überall. Ein weiterer Trick der rechtsradikalen Wahlgruppierung sei, sich den Quellen der anderen Parteien zu bedienen. „Sie formulieren die Anträge in ihren Reden einfach um“, erklärt der 38-Jährige.
Wie die Ratsmitglieder von SPD, CDU, FDP, Grüne und Linke mit dem unliebsamen politischen Gegner umgehen, hat Frank Überall ebenfalls beobachtet. Doch der Entschluss des Kölner Stadtrats, die Anträge von Pro Köln nicht zu kommentieren und den Saal bei ihren Reden zu verlassen, hält der Journalist für kontraproduktiv. „Das bringt nichts, wenn man es mit Fanatikern zu tun hat“, sagt er. Wichtig sei vielmehr, die Strukturen dahinter immer wieder zu entlarven.
Chancen, in den Landtag einzuziehen, räumt Überall Pro NRW aber nicht ein. „Bisher kann ich keine Massenbewegung erkennen“, so der Politikwissenschaftler. Auch Experte Alexander Häusler hält es für „illusorisch“, dass Pro NRW die Fünf-Prozent-Hürde überspringen wird. „Dennoch wären 1,5 bis 2 Prozent der Wählerstimmen ein Achtungserfolg, auf dem die Bewegung aufbauen könnte“, schätzt Häusler. „Zur Zeit geht von der Pro-Bewegung noch keine große Gefahr aus“, sagt Frank Überall, „dennoch muss man sie ernst nehmen und darüber aufklären.“
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20:02
Einen realistischen Bericht über Migrantenkriminalität versteckt die WAZ - wie immer - im weichgespülten Panorama-Bereich:
http://www.derwesten.de/nachrichten/panorama/Bruessel-erlebt-eine-Welle-der-Gewalt-id2849630.html
Auch dort ist er schon nach einem einzigen Tag untergegangen! Nur beim Löschen und Editieren der Kommentare hat sich der WAZ-Praktikant wieder mal beim Datumsetzen kräftig blamiert. Das ganze Ausmaß kann man hier nachlesen:
http://zoelibat.blogspot.com/2010/03/bruessel-verbrechen.html
http://www.ftd.de/politik/europa/:beamte-als-kriminellen-opfer-in-bruessels-europaviertel-boomt-das-verbrechen/50085625.html
http://www.bruessel-gui.de/bruessel/wissenswertes.html
18:59
gut/böse; schwarz/weiß, so ist die Welt doch gleich viel leichter...
Wenn so sich Meinungen bilden, Du lieber Himmerl, wo kommen wir dahin?
Mit solchen Bildern wird Fremdenhass geschürt! Bravo, Ne, ist klar! Lächerlich.
Kennste die Geschichte der Gastarbeiter, der Kumpel im Pütt? Wurden geholt um zu helfen, ein fehlende Integrationspolitik führte vermehrt zur Ghettoisierung.
17:01
Willi geht nach einem arbeitsreichen Leben mit 65 in Rente. Er hat die Volksschule besucht und seit seinem 15. Lebensjahr gearbeitet. Er hat immer Steuern und Sozialabgaben bezahlt, 45 Jahre lang. Nun wünscht er sich den verdienten Ruhestand.
Ali kommt mit 20 nach Deutschland. Er hat keinen Beruf und spricht kein Deutsch. Er heiratet seine Cousine Aisha, die hier geboren ist und bekommt von Stund’ an Hartz IV. Beide erhalten vom Staat eine eigene Wohnung, damit sie menschenwürdig leben können. Eine Grundeinrichtung gehört selbstredend auch dazu, sie können ja nicht auf dem Boden schlafen. Nach einem Jahr ist Alis erster Sohn geboren.
5 Jahre später.
Rentner Willi ist 70. Das harte Arbeitsleben hat doch seinen Tribut gefordert. Seine Hüftgelenke sind kaputt, aber die Krankenkasse ziert sich, ihm die OP und die Reha zu bezahlen. Willi muß heftig streiten, um die nötige Behandlung zu erhalten.
Ali hat mittlerweile 2 weitere Kinder. Arbeit hat er natürlich keine gefunden, denn er hat die Integrationskurse nicht besucht und spricht immer noch kein Deutsch. Aber das braucht er nicht, denn auf den Ämtern gibt es alle Formulare in seiner Sprache und im Viertel leben so viele Landsleute, daß er sich prächtig unterhalten kann. Er hat eine größere Wohnung bekommen, weil die Kinder Platz brauchen.
10 Jahre später
Willi ist 80. Seine Frau ist gestorben, die kleine Rente deckt kaum mehr die Alltagskosten. Er kann im Haus nichts mehr selber machen, sondern braucht für alles einen teuren Handwerker. Seine Kinder leben zu weit entfernt und können nicht ständig aushelfen. Er bäuchte eine Haushaltshilfe, doch die kann er sich nicht leisten. Die Familie entscheidet, ihn ins Heim zu geben. Alis ältester Sohn Mohammed ist mittlerweile 14. Er hat nie richtig Deutsch gelernt und in der Schule läuft es schlecht. Auch die jüngeren Geschwister, es sind mittlerweile 4, wachsen in der islamischen Gegengesellschaft auf. Die Mädchen tragen Kopftuch, die Jungs sind cool. Mohammed hat eine dicke Polizeiakte, doch das macht ihm keine Sorgen, denn von seinen Freunden wird er deswegen bewundert. Wenn er Geld oder neue Sachen braucht, zieht er ein paar deutsche Kinder ab.
5 Jahre später.
Willi ist gestorben. Er kostet den deutschen Sozialstaat jetzt kein Geld mehr. Die Krankenkasse atmet auf, die Rentenkasse ebenso. Ali ist gerade dabei, die Hochzeit von Mohammed zu arrangieren. Eine Cousine aus der Heimat soll es werden. Beide bekommen eine Wohnung vom deutschen Staat und Ali kann es kaum erwarten, endlich Großvater zu werden…
16:01
Und ich warne vor den etablierten Parteien, jedoch wird das beim deutschen Michel völlig egal sein, der hat ja sogar Angst bei einer geheimen Wahl als Nazi dazustehen, weil er eine islamkritische Partei wählt...
Mir egal, noch bin ich wehrhaft und wenn ich nach Brüssel schaue sehe ich eure und auch meine Zukunft, nur euch sollte sie mehr Angst machen!!!
Deshalb Pro NRW!!!
15:27
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