Landesregierung bietet Livestream zur Loveparade-Gedenkfeier
24.07.2011 | 11:40 Uhr 2011-07-24T11:40:00+0200
Duisburg. Weil der WDR die Gedenkfeier zum ersten Jahrestag der Loveparade-Katastrophe nicht ins Programm nehmen wollte, springt die NRW-Landesregierung heute in die Bresche. Mit einem Livestream können Interessierte das Geschehen in der MSV-Arena im Internet verfolgen.
Mit einer großen Gedenkfeier in der Duisburger MSV-Arena wollen die Landesregierung und die Kirchen heute ab 15.00 Uhr an die Opfer des Loveparade-Unglücks vor einem Jahr erinnern. Nach der umstrittenen Entscheidung des WDR, die Trauerfeier nicht im Fernsehen zu übertragen, springt die NRW-Landesregierung ein, mit einer Übertragung im Internet.
Bei der Veranstaltung sollen unter anderem die Namen der Todesopfer verlesen werden, wie die Stiftung Notfallseelsorge mitteilte. Neben NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) haben laut Staatskanzlei auch die Landesvorsitzenden der CDU und der Grünen, Norbert Röttgen und Monika Düker, ihr Kommen angekündigt. Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) sowie Veranstalter Rainer Schaller werden nicht erwartet.
WDR will Trauernde nicht stören
Von 14.45 Uhr bis 16.45 Uhr werden eigens beauftragte Kamerateams die Trauerfeier im Online-Livestream übertragen, über die Website der NRW-Landesregierung. WDR-Intendantin Monika Piel hatte vor wenigen Tagen erklärt, der Sender werde auf Live-Bilder aus der MSV-Arena verzichten . „Die Redaktion wollte den etwas intimeren Charakter der Veranstaltung nicht stören“, gab der Sender bekannt. Im Hörfunk hingegen wird die Gedenkfeier übertragen, teilte der WDR mit: „Radiohören kann ja ein viel intensiveres Erlebnis sein“. In der Sendung „Aktuelle Stunde“ im WDR-Fernsehen würden am Abend jedoch Ausschnitte von der Trauerfeier gesendet, hieß es.
Zur Web-Übertragung aus der MSV-Arena geht es hier.
09:32
es war eine bewegende Trauerfeier, die mich sehr mitgenommen hat....
es ist eine Schande dass der WDR, der jeden Mist überträgt (wie 3 Std. Schwulen-Parade), sich außen vor tat, nicht jeder hat wie ich einen NET-Zugang um da mitzutrauern, danke Fr. Kraft, die es möglich machte die Trauerfeier zu sehen, es war ein sehr bewegener Tag gestern....übrigens
ich habe auch die Traueranzeige des OB-Sauerland gelesen....aber was soll der OB noch machen, egal was er tut ist verkehrt, darum einen Neuanfang in Duisburg, am Besten mit neuer Wahl.
Ich habe auch Fr. Zieling abgewählt und H. Sauerland gwählt aber in Unkenntnis dass er für sein Ego mit aller Gewalt die LP haben wollte und seine Untergbenen indoktriniert hat mit ihm mitzuziehen, trotz aller Sicherheitsrelevanten Warnungen...mit Sauerland gibt es keinen Neuanfang in Duisburg, freundlichst klaus h aus Duisburg
14:11
Zu #/ gehört auch der Beitrag aus der Lokalzeit Duisburg:
Stand der Ermittlungen zur Loveparade-Katastrophe [05:13 min]
gesehen hat. (Sendung von Donnerstag, 21.07.2011)
http://bit.ly/o24AXV
.
13:24
@#6 von Emagic , am 24.07.2011 um 13:02
Zu: Ich finde, es wäre ja das Mindeste gewesen die Trauerfeier in den öffentlich-rechtlichen zu übertragen.
Wenn ich mir die bisherige Berichterstattung des WDR - wie zum Beispiel den Beitrag von:
Monitor Nr. 609 vom 29.07.2010
Parade der Verantwortungslosigkeit[1]
anschaue, so hat sich - neben DerWesten - gerade auch der WDR hier positiv abgehoben.
Es bleibt für mich daher unverständlich, warum der WDR die Gedenkfeier nicht live im Fernsehen überträgt.
Noch immer trauen sich Menschen, die auf der Rampe waren, nicht in eine Veranstaltung mit vielen anderen Menschen. Für diese Menschen ist m.E. die Gedenkfeier aber sehr wichtig.
[1] http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2010/0729/loveparade.php5
.
13:02
Ich finde, es wäre ja das Mindeste gewesen die Trauerfeier in den öffentlich-rechtlichen zu übertragen. Aber um eine Königshochzeit reißen sich alle?
13:00
@#3 von Duesseldorfer111 , am 24.07.2011 um 12:33
Zu: Von der Abwahl eures OB werden die armen
21 Toten auch nicht lebendig, aber die SPD bekommt endlich ihren OB
Die Loveparade war - nach Ansicht der StA-Duisburg nicht genehmigungsfähig. Aber Herr Oberbürgermeister Adolf Sauerland wollte die Loveparade und hat sie anscheinend als Behördenleiter innerhalb seiner Verwaltung durchgedrückt.
Seit dem 24. Juli 2010 denkt der OB nicht mehr an die Bürger seiner Stadt, sondern nur noch an sich selbst. Vor allem dieses Verhalten ärgert viele Duisburger über alle Parteigrenzen hinweg.
Durch die Abwahl des OB werden die 21 toten und junge Menschen nicht mehr lebendig. Aber wenn die Genehmigungsbehörde sich an Recht und Gesetz gehalten hätte, hätte die Loveparade in Duisburg nicht statt gefunden und wir brauchten heute, am ersten Jahrestag, ihrer nicht zu gedenken.
.
12:52
@#2 von Little-Devil , am 24.07.2011 um 12:24
In der
Pressemitteilung - 22.07.2011, 16.40Uhr[1]
ist hier von nichts zu lesen:
„Die Redaktion wollte den etwas intimeren Charakter der Veranstaltung nicht stören“, gab der Sender bekannt.
Vielmehr scheint dies nur ein nachgeschobener Grund zu sein, weil der intimere Charakter den WDR nicht davon abhält, auf seiner Web-Seite zum TV-Angebot der Staatskanzlei zu verlinken:
Das WDR-Online-Angebot wdr.de wird den Video-Stream der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei verlinken (ca. 14.45 bis 16.45 Uhr). Ergänzt wird die Berichterstattung auf wdr.de durch aktuelle Beiträge, Audios und Videos. Über die Hintergründe der Tragödie können sich Nutzer zudem in einem multimedialen Dossier informieren.[1]
[1] http://bit.ly/pFrWud
.
12:33
Wie habe ich dieses ganze Spektakel für die
16 Toten am Düsseldorfer Flughafen 1996 vemisst, oder auch nicht?
Von der Abwahl eures OB werden die armen
21 Toten auch nicht lebendig, aber die SPD bekommt endlich ihren OB
12:24
Vielleicht kann mir die WDR-Redaktion bzw. Frau Piel beizeiten ja mal erklären, WAS bei einer öffentlichen Veranstaltung in einem großen Fussball-Stadion einen intimen Charakter darstellt?! DAS habe ich nämlich nicht so ganz verstanden...
12:04
Nun, der WDR dürfte sich hier einen Bärendienst erwiesen haben. So schreibt die Köln Nachrichten:
Wie die Neue Ruhr-Zeitung (NRZ) bereits am gestrigen Freitag auf ihrer Internetseite berichtete, kam es wegen der Programmpolitik des WDR und der Landesregierung indes zu einer bemerkenswerten Reaktion. Weil der öffentlich-rechtliche Fernsehsender eine Live-Übertragung ablehnte, stattdessen Ausschnitte der Gedenkveranstaltung in ihrer Nachrichtensendung „Aktuelle Stunde“ ausstrahlen will, hat die Landesregierung nun selbst eine Produktion von Bewegtbildern angekündigt. (Köln Nachrichten, 24.07.2011 11:57)[1]
Vielleicht hat Herr Mahlberg (CDU-Duisburg) hier sein Veto eingelegt, schließlich ist er im WDR-Rundfunkrat.[2]
[1] http://bit.ly/ppaCAy
[2] http://bit.ly/qwHfF0
.