Kundus-Opfer erhalten Entschädigung
05.08.2010 | 19:16 Uhr 2010-08-05T19:16:00+0200
Berlin. Nach dem Angriff auf einen Tanklaster in Afghanistan mit vielen toten Zivilisten zahlt die Bundeswehr den Familien der Hinterbliebenen eine Entschädigung. Insgesamt rund eine halbe Million Dollar.
Die Entschädigung der Opfer des Luftschlages von Kundus im Herbst des vergangenen Jahres ist geregelt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums vom Donnerstag werden die Familien der insgesamt 102 Toten und überlebenden Verletzten jeweils 5000 US-Dollar (umgerechnet etwa 3800 Euro) erhalten. Diese „Unterstützungsleistung“ sei nicht mit einer Anerkennung der Rechtspflicht verbunden, sagte ein Ministeriumssprecher. Vielmehr sei es um eine rasche praktische Hilfe für die Angehörigen gegangen, die noch im August abgeschlossen sein soll.
Damit bestätigte das Ministerium einen Bericht des Online-Dienstes „stern.de“ vom selben Tag, wonach in Gesprächen mit Dorfältesten und den Angehörigen ein Ergebnis erreicht wurde. Den „stern.de“-Angaben zufolge werden für die Zahlungen extra Konten in Kundus eingerichtet. „Wir wollten unbedingt vermeiden, dass das Geld in falsche Hände kommt“, sagte der Bundeswehr-Kommandeur in Kundus, Oberst Reinhardt Zudrop.
Bombardierung im September 2009
Hintergrund ist eine von einem deutschen Oberst angeordnete Bombardierung zweier durch Aufständische gestohlener Tanklastzüge am 4. September 2009. Dabei waren nahe dem nordafghanischen Kundus zahlreiche Menschen getötet worden. Nach ersten Meldungen, wonach ausschließlich 56 Taliban umgekommen seien, wurde im ISAF-Untersuchungsbericht von bis 142 Opfern gesprochen. Die Bundeswehr kam nun in gemeinsamen Ermittlungen mit der Afghanischen Menschenrechtskommission zu einer Zahl von 91 Toten und 11 Schwerverletzten.
Die Auszahlungen entsprechen nach Ministeriumsangaben der „landestypischen Art und Sitte“. In gleicher Höhe waren auch die Angehörigen der fünf afghanischen Soldaten entschädigt worden, die am Karfreitag bei Kundus versehentlich von der Bundeswehr getötet worden waren. Damals hatten deutsche Soldaten auf zwei zivile Fahrzeuge gefeuert, die trotz Aufforderung nicht angehalten hatten. Später stellte sich heraus, dass es sich um Wagen der Afghan National Army (ANA) handelte. (ddp)
20:18
Der Witz des Tages, Deutscher Bundestag schickt Soldaten in den Krieg, die, wenn sie schießen zur Rechenschaft gezogen werden.
Das ganze ist absolut irrational.
Im Krieg soll es tatsächlich Tote geben, wichtig für den Soldaten ist die Vernichtung des Feindes.
Die Beschädigung von Zivilisten läßt sich dabei nicht vermeiden, wie denn auch? Soll die angreiifende Truppe vor dem Angriff ein Rundschreiben rausgeben, etwa mit dem Motto: Zivilisten bitte ab morgen die Keller aufsuchen, wir greifen um 14.00 h Ecke Hauptstraße an?
Es mag sein das Guttenberg oder Merkel so handeln würden, damit der Feind sich am Angriffsort versammelt und zur Vernichtung zur Verfügung steht. Andere Schreibtischtäter würden wohl auch so handeln, zumindest solange wie deren gluteus maximus mit seinem Zentralorgan dem anusrektus nicht in Schußlinie ist.
In Berlin mit dem Schwanz zwischen den Beinen, läßt sich das Maul gut und weit aufreißen, aber an der Front sieht die Sache anders aus, nur da wird die Drecksarbeit der Exikutive überlassen, Auftrag: Den Feind suchen, stellen und vernichten, aber paßt auf, daß ihr keinen tot schießt.
Wäre die Sache nicht so ernst, könnte man sich totlachen.
18:18
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
08:40
@naja wenn die Amerikaner darüber diskutieren dann wird da schon was dran sein...
Wie gesagt Danke Oberst Klein!!!
08:34
Wie gesagt, die Amerikaner sehen und diskutieren diese Parallelen. Nur die deutschen Rechten sind mal wieder geschichtslos
08:29
@thomas.
deine kleine Geschichtsstunde ist ja ganz nett nur liegen zwischen dem was du da erzählst 2010 Jahre.
ISt schon krass wenn eine Religion die Menschen daran hindert in der heutigen Zeit anzukommen!!!
08:23
Sie schnitten zwei LKW-Fahrern bei lebendigem Leib die Köpfe ab. Dann stahlen sie zwei Tanklastzüge, um sie als Vernichtungswaffen gegen deutsche Soldaten einzusetzen. Oberst Klein tat, was seine Pflicht als Soldat im Krieg ist: Er rief Luftunterstützung, um die ihm anvertrauten Soldaten zu schützen und tötete 91 Feinde. Jetzt zahlt die Bundesregierung 5.000 Dollar pro Kopf. Aber nicht als verdiente Prämie an Oberst Klein. Auch nicht an die Familien der zwei geschächteten Opfer. Sondern an die Täterfamilien.
Und wieviel zahlt die afghanische Regierung den Hinterbliebenen gefallener deutscher Soldaten, deren lebensgefährlichen Einsatz sie ihre Macht zu verdanken hat?
08:04
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
07:41
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
07:07
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
03:14
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.