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Kritik an geplanter Bezinpreismeldestelle wächst

15.07.2012 | 15:09 Uhr
Foto: /dapd/Joerg Sarbach

Experten des Bundesverkehrsministeriums üben massive Kritik an den Plänen von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) zur Einrichtung eine Meldestelle für Benzinpreise. In einem Gutachten, über das die "Wirtschaftswoche" vorab berichtete, warnt der Wissenschaftliche Beirat des Ministeriums, die Einführung einer solchen Stelle sei "kontraproduktiv".

Düsseldorf (dapd). Experten des Bundesverkehrsministeriums üben massive Kritik an den Plänen von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) zur Einrichtung eine Meldestelle für Benzinpreise. In einem Gutachten, über das die "Wirtschaftswoche" vorab berichtete, warnt der Wissenschaftliche Beirat des Ministeriums, die Einführung einer solchen Stelle sei "kontraproduktiv".

Ein "Übermaß an Markttransparenz" erhöhe bei einer Handvoll beherrschender Konzerne sogar noch "die Wahrscheinlichkeit von abgestimmtem Verhalten", sagte Beiratsmitglied Alexander Eisenkopf von der Zeppelin-Universität in Friedrichshafen dem Magazin. "Dann könnte Tanken eher teurer als günstiger werden."

Die Experten empfehlen stattdessen, beim Großhandel anzusetzen. Ähnlich hatte sich unlängst bereits die Monopolkommission der Bundesregierung geäußert. Statt einer beim Kartellamt angesiedelten zentralen Meldestelle empfahl sie eine Online-Datenbank in Form eines "Spritpreis-Navis".

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