Kommentar: Linke Irrlichter
06.10.2009 | 18:29 Uhr 2009-10-06T18:29:00+0200Gregor Gysi hat Unrecht. In der Linkspartei gibt es nicht, wie in allen anderen Parteien, auch nur zehn Prozent Verrückte. In NRW, das weiß auch der wortmächtige Fraktionsvorsitzende im Bundestag, dürften es nachhaltig mehr sein.
Neu ist das nicht. Aber der Wunschzettel, mit dem der in der Berliner Parteispitze als neurotische Selbsterfahrungsgruppe berüchtigte Verband in die Landtagswahl ziehen will, bestätigt es noch einmal. Wer in einer globalisierten Welt Konzerne verstaatlichen will und von einer Gesellschaft ohne Justiz schwadroniert, sollte auf die Couch. Nicht auf Regierungsbänke.
Es sind solche Abstrusitäten, die die Linke in NRW zum Single-Dasein verdammen. Es sind solche Irrlichtereien, die davon ablenken, dass so manche Idee in dem Wahlprogramm sehr wohl vom CDU-Sozialflügel stammen könnte, von der SPD sowieso. Das festzustellen und zu koalitionsfähiger Politik werden zu lassen, erscheint zurzeit kaum möglich.
Dazu müssten erst die bizarren Kanten geglättet werden durch den Realitätssinn von Kommunalpolitikern und ein bundespolitisches Programm bar jeder Sektiererei.
11:59
Was mich immer wundert, ist die Ahnungslosigkeit und einseitige Betrachtugnsweise der Redakteure.
In der NRW-Verfassung ist Verstaatlichung vorgesehen. In einer globalisierten Welt kommt es nicht auf die Gesellschaftsform an, sondern, dass man wirtschaften kann. Das geht auch über Genossenschaften wie z.B. Volksbanken, die ja nicht gerade selten vorkommen und soweit mir bekannt auch keine Rettungsschirme benötigten, Sparkassen, Stadtwerke, die es auch seit ewigen Zeiten gibt, kommunale Verbünde, die gerade wegen ihrer Gesellschaftsform günstig wirtschaften - mit Blick aufs Ganze!
Erzeugergenossenschaften wie Winzerverbände und Molkereien, die Nordmilch AG z.B., einer der großen Konzerne Europas ist genossenschaftlich geführt. Die TAZ glaube ich auch, die wie ich las, nicht so hohe Leserverluste hatte wie die WAZ.
Woran liegt es, dass diese Fakten alternativer Unternehmensformen mit teils jahrhundertelanger Erfolgsgeschichte unterschlagen werden?
20:00
aber Leute, Herr Hautkapp ist doch eindeutig ein Sozi. Er ist sogar so überzeugt, dass er in SPD-Manier gegen die Linken vorgeht. Warum wohl, weil die Linken der SPD das Wasser abgraben, vielleicht fast schon so wie in den nicht kommunistischen Bundesländern.
21:43
Ach kommt Leute. Der Artikel kann nur noch durch den heutigen völlig inhaltsleeren Artikel unter
http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/meinung/2009/10/8/news-136210123/detail.html
getoppt werde. Alles krampfhafter Versuch, etwas sagen zu wollen, obwohl man eigentlich nichts zu sagen hat.
16:50
@Vanagas:
Den wird er schon haben. Aber auch einen Chefredakteur. Und dann noch einen Geschäftsführer.
Willste machen?
08:03
Ach Hr . Hautkapp ,
haben Sie keinen Friseur ?
20:02
Das WaZ, die CDU über die Linke NRW herfallen würden, war ja zu erwarten. Aber die Linke NRW sollte weniger von der Revolution träumen und sich mehr um die Ländespolitik kümmern.
19:42
Nun, ich denke hier treffen zwei Welten aufeinander: auf der einen Seite haben wir Redakteure, die Politik nur vom zusehen kennen und auf der anderen Seite DIE LINKE NRW, die grundsätzlich richtige Vorschläge nicht vernünftig vermitteln kann.
Gruß
http://xtranews.de
16:38
@ jcm
Vielen Dank für den Link und Deine geistreichen
Kommentare.
solidarische Grüße
Gokhlayeh
15:15
Für alle, deren selbständiges Denken noch nicht abgestumpft ist, hier ein link zu einem Interview mit dem Autor:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31172/1.html
15:08
@#7gel...
Wüsste nicht wieso? Sie etwa? Dann mal Butter bei die Fische, was meinen sie konkret?
Empfohlen sei in dem Zshg. das Buch von Albrecht Müller: Meinunsgmache - Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen.
Scheint bei einem Großteil der Bevölkerung schon bestens zu funktionieren...