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Koederitz: Kein flächendeckender Stellenabbau bei IBM Deutschland

01.03.2012 | 14:44 Uhr

Die IBM-Mitarbeiter in Deutschland müssen vorerst nicht um ihre Stellen fürchten. Jedenfalls dementierte die Vorsitzende der Geschäftsführung von IBM Deutschland, Martina Koederitz, entsprechende Berichte.

Ehningen (dapd). Die IBM-Mitarbeiter in Deutschland müssen vorerst nicht um ihre Stellen fürchten. Jedenfalls dementierte die Vorsitzende der Geschäftsführung von IBM Deutschland, Martina Koederitz, entsprechende Berichte. "Sie sind spekulativ, aus der Luft gegriffen und stehen in keinster Weise im Verhältnis zu dem, was wir natürlicherweise an Veränderungen in unserer Belegschaft haben", sagte sie der Nachrichtenagentur dapd.

Das "Handelsblatt" hatte Anfang Februar berichtet, der Konzern plane, eine große Zahl an Stellen in Deutschland abzubauen. Die Rede war davon, dass von 20.000 am Ende nur noch 12.000 übrigbleiben könnten. Der Konzern selbst gibt keine offiziellen Mitarbeiterzahlen für Deutschland bekannt,

Koederitz, die im Mai 2011 ihre Stelle als Deutschlandchefin des Konzerns antrat, betonte den Stellenwert des hiesigen Marktes: "Deutschland ist der viertgrößte IT-Markt, also nach wie vor wichtig, auch aus IBM-Perspektive." Aus deutscher Warte seien Themenfelder wie E-Mobility beziehungsweise neue Mobilitätskonzepte ganz wichtig, "weil wir einfach eine große Automobil- und Zulieferindustrie in Deutschland haben", sagte Koederitz. Aber auch den Bereich der intelligenten Stromnetze, sogenannte Smart Grids, nannte sie.

IBM schreibt schon seit längerer Zeit einzelne Projekte auch über spezielle Internet-Plattformen wie topcoder.com oder freelance.com aus. Der angebliche Stellenabbau sollte den Berichten zufolge auch damit zusammenhängen, dass diese Projektarbeit ausgeweitet werden solle. Eine solche Entwicklung "kann massive Auswirkungen auf Arbeitsbedingungen und die Anzahl sicherer Arbeitsplätze haben", warnte die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di bereits im Dezember in der IBM-Mitarbeiterzeitschrift.

Der Konzern setze aber weiterhin auf bewährte Konzepte, beruhigte Koederitz. "Im Moment haben wir keine konkreten Planungen, unser jetziges Beschäftigungsmodell in Frage zu stellen", sagte sie.

Das schließe aber nicht aus, dass es innerhalb des Konzerns zu Verschiebungen kommen wird. "Es passiert im lokalen wie auch im globalen Kontext, dass wir sagen: Wo muss ich mich verstärken, um die Chancen im Markt entsprechend offensiv angehen zu können und eine Wirkung zu erzeugen", sagte sie. Bereits Anfang Februar hatte sie betont, das Ziel von IBM weltweit sei der global integrierte Konzern, bei dem "Kompetenzen rund um den ganzen Erdball" genutzt werden.

dapd

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