Katzensteuer ist Thema im NRW-Landtag
24.10.2011 | 13:57 Uhr 2011-10-24T13:57:00+0200
Essen.Sollen Katzen jetzt die Kommunalfinanzen aufbessern? Was sich auf den ersten Blick wie ein Aprilscherz anhört, wird von einigen NRW-Kommunen ernsthaft diskutiert: Nun muss sich sogar der Landtag mit dem Thema Katzensteuer befassen.
Auf der Suche nach neuen Einnahmequellen beweisen die Kommunen ein erstaunliches Maß an Kreativität. So hat Oberhausen die Sexsteuer eingeführt, Duisburg erhebt eine Bettensteuer für Hotelgäste. Und die Stadt Essen sorgte für bundesweite Schlagzeilen, als sie eine Bräunungssteuer in Solarien einführen wollte. Der Plan wurde allerdings vom Land NRW abgewiesen.
Jetzt muss sich die Landesregierung erneut mit einer eigentümlichen Idee zur Aufbesserung der Kommunal-Finanzen auseinandersetzen. Einige Städte diskutieren derzeit die Einführung einer Katzensteuer. Minka, Rambo und Felix könnten also schon bald die Stadtkassen füllen.
FDP-Abgeordneter Kai Abruszat hat jetzt im Landtag eine Kleine Anfrage zum Thema Katzensteuer gestellt. Er möchte von der Landesregierung wissen, ob ein solcher Vorstoß überhaupt realisierbar ist und ob die Einnahmen die Kastration freilebender Katzen mitfinanzieren können.
Vorschlag: 20 Euro pro Katze im Jahr
Konkretes Thema ist die Abgabe für Samtpfoten bereits in Porta Westfalica. CDU-Ratsherr Rainer Traue schlägt laut „Mindener Tageblatt“ 20 Euro pro Katze und Jahr vor. Ein Teil der Einnahmen soll demnach an Tierheime gehen, die von dem Geld vermehrt Streuner einfangen und kastrieren sollen.
Fest steht: Die Städte haben ein Katzen-Problem. Das Essener Tierheim meldet beispielsweise Aufnahmestopp. 200 Stubentiger warten hier zurzeit auf ein neues Zuhause. Die Tierschützer hoffen auf eine Kastrations-Pflicht für Katzen in Essen ab 2012, um der Probleme Herr zu werden. Das Tierschutzzentrum in Dortmund-Dorstfeld ist völlig überfüllt. Aufgenommen werden nur noch Fundtiere und Notfälle. Und auch das Tierheim Moers schlägt Alarm: „Täglich kommen neue Kätzchen, wir wissen kaum noch, wohin damit.“
18:48
Warum haben wir denn so viele freilebende Katzen? Das hinterfragt niemand. Immer weniger Menschen können sich Haustiere leisten. Die Tierheime nehmen keine Tiere mehr auf und dann werden die Katzen einfach ausgesetzt. Ein Hund wird dann schnell eingefangen und ins Tierheim gebracht. Bei einer Katze macht das niemand. Ganu darum haben wir so viele ausgesetze Tiere. Und warum niemand eine Katze aus dem Tierheim nimmt liegt auch auf der Hand. Viel zu teuer.
14:33
Ich denke, der NRW-Landtag sollte sich mit dringlicheren Themen beschäftigen!
Die nächste Wahl kommt bestimmt!!!
13:08
Wieso kursiert eigentlich immer noch der Irrglaube, die Hundesteuer sei für die Haufen zu entrichten?
Ich als Hundehalter bin dazu Verpflichtet die Haufen meines Hundes einzusammlen und zu entsorgen.
Mittlerweile können mir die Ordnungshüter sogar einen drann flicken, wenn ich nichts dabei habe um den Haufen meines Hundes einzusammeln.
Hingegen bleiben die Katzenhaufen liegen.
Ja es ist richtig, das Katzen ihren Mist vergraben, was in einem Sandkasten jedoch besonders heimtückisch ist. Stichwort ist hier Toxoplasma gondii.
12:29
Ich wäre bereit Geld zu geben um die Tierheime und Kastrationsmaßnahmen zu unterstützen. Aber nur, wenn (Hobby)züchtungen im Gegenzug verboten werden.
Tatsächlich würde das Geld sicher an anderer Stelle verprasst, von daher finde ich die Idee blöde.
Übrigens: In unserem Garten lungern immer fremde Katzen rum. Einmal in 10 Jahren hat eine Katze in die Erde gemacht und es verbuddelt. Ich fand es auch pfui, aber das ist halt Natur. Tiere haben eben auch Bedürfnisse. Und ich möchte bezweifeln, dass eine Steuer diese Tiere von ihrem großen Geschäft abhalten wird.
12:20
Warum diskutieren wir hier eigentlich? Der Vorschlag ist von der FDP und daher von keiner Partei mit einer zukünftigen Regierungsbeteiligung. Eine Steuer fürs ******* labern und die FDP füllt Deutschland die Kasse.
00:30
@mei-meierei
stellen Sie sich mal vor - ich habe zwei Katzen (beides reine Wohnungskatzen) und einen Hund - ich weiß auch wovon ich rede.
23:13
@ BickB
Deine Aussage:
Da bei einer Besteuerung nur der Freigängerkatzen natürlich alle nur reine Wohnungskatzen hätten, sollten dann der Gerechtigkeit halber alle Katzen besteuert werden
ist wohl vollkommen daneben oder?
Für was bitte sollte jemand Steuern für Katzen zahlen die nur!!! in der Wohnung leben?
Denk mal darüber nach oder schaff Dir eine Katze an, dann weist Du vielleicht wovon Du redest und welchen Schwachsinn Du schreibst.
Übrigens ich hatte bereits 2 Hunde und besitze Wohnungskatzen - ich weis wovon ich rede!
Ach und übrigens laufen bei uns auch Hunde unbeaufsichtigt durch die Gegend und nicht nur Katzen.
17:47
Bei mir ist der Bienenhonig sehr billig. Man muss nur lange warten, weil ich nur eine Biene habe.
Steuerstaat Deutschland!!!!
17:30
...niemand beabsichtigt eine Katze zu besteuern.
16:15
Anstatt Euch in Hund/Katze Fraktionen aufteilt, solltet Ihr lieber zusammenhalten. Die Kommunen konnten mit ihrem Geld nicht haushalten und versuchen jetzt sich irgendwie die Taschen zu füllen. Da diese Hunde/ev.Katzensteuer nicht zweckgebunden ist, fährt eher Euer Bürgermeister ein neues Auto, als das es dort landet, wo es eigentlich hingehört. Tierheime weden von den Kommunen kaum unterstützt, so dass sie sogar Insolvenz ankündigen müssen. Warum gbt es keine eingezäunten Grünflächen für Hunde, wo sich kein Jogger oder Radfahrer belästigt fühlt. Die Hunde/Katzensteuer könnte man auch verwenden für das Sterilisieren von Straßenkatzen. Aber so, nichts dafür machen, nur um zu kassieren, das ärgert mich schon.