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Kassen laufen Sturm gegen Pläne zur Entlastung von Kliniken

14.11.2011 | 06:11 Uhr

Berlin (dapd). Die gesetzlichen Krankenkassen laufen Sturm gegen das Vorhaben der schwarz-gelben Koalition, die Krankenhäuser auf Kosten der Versicherten um fast ein halbe Milliarde Euro zu entlasten. "Die direkte Folge wäre eine weitere und spürbare Mehrbelastung der Beitragszahler", warnte der Vize-Chef des Kassen-Spitzenverbandes, Johann-Magnus von Stackelberg, in einem Brandbrief an Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) und die Mitglieder des Bundestags-Gesundheitsausschusses, wie die "Berliner Zeitung" (Montagausgabe) berichtet. Darin weise er die in der Koalition genannte Begründung zurück, die Kliniken litten massiv unter der Alterung der Gesellschaft und hohen Tarifabschlüssen für das Personal. "Die wirtschaftliche Situation der Kliniken ist so gut wie lange nicht mehr", heißt es in dem Schreiben.

Unabhängige Veröffentlichungen bestätigten dieses Einschätzung, so Stackelberg weiter. "Erfolgsmeldung reiht sich an Erfolgsmeldung und das nicht nur bei privaten Träger." In diesem Jahr erhielten die Krankenhäuser erstmals über 60 Milliarden Euro von den Krankenkassen, im kommenden Jahr seien es nochmals 2,5 Milliarden Euro mehr.

In der schwarz-gelben Koalition wird geplant, die Krankenhäuser 2012 um 400 Millionen Euro zu entlasten. Damit würde den Kliniken der im Rahmen der letzten Gesundheitsreform verordnete Sparbeitrag fast vollständig wieder erlassen.

dapd

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