Kassandra kann sich nicht an die Tat erinnern
07.10.2009 | 20:36 Uhr 2009-10-07T20:36:00+0200
Velbert. Der mutmaßliche Kassandra-Peiniger könnte freikommen. Seine Anwältin will Haftbeschwerde einlegen. Die Beweislage rechtfertige keine Inhaftierung, sagte sie. Kassandra wurde derweil erstmals vernommen. Die Neunjährige könne sich an die Tat nicht erinnern, teilte die Polizei mit.
Die Anwältin des mutmaßlichen Peinigers der neunjährigen Kassandra aus Velbert will für ihren 14-jährigen Mandanten Haftbeschwerde einlegen. «Die vorgebrachten Beweise gegen ihn rechtfertigen keine Inhaftierung», sagte die Hamburger Strafrechtlerin Astrid Denecke am Mittwoch. Sie habe «große Zweifel» an der Täterschaft des 14-Jährigen. Die Polizei habe bei ihren Ermittlungen unter anderem Aussagen von Kindern überbewertet.
Laut Polizei soll der 14-Jährige Kassandra am Nachmittag des 14. September nach ihrer Schulaufgabenbetreuung abgepasst und sie dann schwer misshandelt haben. Schließlich soll er das lebensgefährlich verletzte Kind in einen Kanalschacht gesperrt haben. Der Jugendliche sitzt seit Samstag in Untersuchungshaft.
Kassandra ist am Mittwoch erstmals von der Polizei vernommen worden. Sie könne sich derzeit allerdings nicht an das unmittelbare Tatgeschehen erinnern, teilten die Polizei Mettmann und die Staatsanwaltschaft Wuppertal mit. Kassandra liegt nach wie vor im Krankenhaus, bisher hatte ihr Gesundheitszustand eine Vernehmung nicht zugelassen.
Polizei überzeugt, den Täter gefunden zu haben
Hinweise auf weitere Tatbeteiligte hat die Polizei nicht. Sie ermittelt wegen versuchten Mordes und ist überzeugt, den Täter gefunden zu haben. Der Jugendliche gilt als verhaltensauffällig und besucht eine Förderschule. Indizien sprechen für ihn als Täter. So wird der Jugendliche durch Faserspuren an der Kleidung des Opfers und ein von der Polizei nicht näher benanntes Tatwerkzeug belastet.
Laut Polizei kannten sich der Tatverdächtige und das Mädchen von dem gemeinsam besuchten Jugendtreff. Der 14-Jährige war schon kurz nach der Tat ins Visier der Ermittler geraten. In der von Kassandra besuchten Hausaufgabenbetreuung soll er Kinder schikaniert haben. Auch zum Tatzeitpunkt wurde der Junge an der Einrichtung gesehen. (ddp)
17:04
Wie schoen, so viele Leute von Pseudo- CSI hier zu treffen..
18:03
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17:48
Die Abscheulichkeit des Verbrechens kanalisiert die Wut auf den Täter .. die Indizienkette scheint schlüssig .. aber das mit dem Gullydeckel ist nicht von der Hand zu weisen .. auch die Idee an sich hört sich nicht nach 14jährigem Sonderschüler an.
Aber das ganze Verbrechen ist unfassbar.
13:55
Die Formulierung in einen Kanalschacht gesperrt bagatellisiert das Verbrechen, denn jemanden einsperren impliziert, dass er auch wieder freigelasen werden kann. Davon kann bei Kasandra keine Rede sein, sie wurde dort deponiert, um zu sterben. Pech für den Täter, dass er nicht an Suchhunde gedacht hat, sonst wäre sein Plan aufgegangen.
12:20
ich frag mich warum alle über gullideckel diskutieren und in selbstversuchen irgendwelche beweise erbringen wollen? auf den bildern ist doch nie der orginaldeckel zu sehen, der doch angeblich beschädigt war! wenn in der mitte ein loch war, heißt das dass teile des betons, und damit große teile des gewichts, fehlten.
will mich aber gar nicht an irgendwelchen spekulationen beteiligen, sondern warte einfach die ergebnisse der polizei/staatsanwaltschaft ab, - ohne mich von den ermittlungsergebnissen irgendwelcher pseudokriminalisten/ -,richter beeinflussen zu lassen!
10:17
Einerseits bin ich froh, dass an dieser Stelle so kontrovers diskutiert wird und nicht alle gleich wieder blind vor Wut nur nach Bestrafung des Verdächtigen ruft.
Andererseits fehlt in allen Diskussionsbeiträgen ein Punkt... Wenn er nicht der Täter ist, läuft der wahre Täter frei herum... wenn er der Täter ist und frei kommt, läuft der Täter frei herum.
In jedem Fall ein Desaster für Kassandra und ihre Familie. Sie müssten umziehen. Weg aus Velbert. Weit weg. Von allen Verwandten und Freunden. Denn der Täter müsste ständig Angst haben, dass Kassandras Erinnerungen zurückkehren. (Was bei traumatisierten Menschen auch nach Jahren noch geschehen kann). Ich frage mich, wer sich um die Familie und Kassandra kümmern wird. Wer wird ihnen helfen? Werden die Velberter weiterhin nur virtuell Antei lnehmen an Kassandras Schicksal?
Der Gottesdienst mit anschließender Sammlung war hoffentlich nur ein Anfang.
Die Familie braucht psychologische, juristische und finanzielle Hilfen. Es gibt viel zu.
mehr als über Gullideckel zu diskutieren.
09:33
Der Beschuldigte wird dermaßen hart in einigen Kommentaren angegriffen, vorverurteilt, ohne stinknüchtern nachzudenken wer für solche Anregungen vollverantwortlich sein dürfte!
Die Polizei zweifelt selbst daran und verhält sich lt. Medienberichten gegensätzlich, wir haben Ihn!
Es dürfte doch nicht schwer sein mal darüber nachdenken, furchterregende Signale mit einhergehender „Entsorgung“ eines Kindes, dadurch besondere Familien erreichen sollte!
Der juristischen Führung vor Ort sei empfohlen schonungslos Fakten zu demographischen Daten des Opfers preiszugeben! Dann dürften Hinweisgeber, eine völlig andere Perspektive, die zum
einschlägigen Dunstkreis führen dürften, offenkundig machen. Die Tat sowie sie dargestellt ist, stinkt nach braunen Abwässern.
07:26
Ich bin davon überzeugt, dass es ein 14jähriger schafft, einen Gullydeckel zu entfernen. Vor allen Dingen wenn er in Wut ist, hat wohl Kräfte entwickelt.
Schlimm finde ich nur, dass die Täter mittlerweile in Deutschland vor den Gerichten als Opfer gelten und auch so behandelt werden. Wenn er es war, der das Mädchen misshandelt und in den Gully gesteckt hat und freikommt, braucht sich die Justiz nicht darüber zu wundern, wenn er sich wieder an Kindern vergreifen wird. Dann braucht auch kein zu jammern und sagen: ja hätte man!
Er wird schon gewusst haben, was er macht.
00:06
Der Gullydeckel heißt in der Fachsprache der Kanalgußhersteller Begu-Schachtabdeckung, weil bestehend aus Be-ton und Gu-sseisen.
Diese Schachtabdeckungen werden für verschiedene Belastungsklassen hergestellt, diese bestimmen auch ihr Eigengewicht.
Da die fragliche Schachtabdeckung auf einem Nebengelände eingelegt war, wo nur mit geringen Belastungen zu rechnen ist, wurde wahrscheinlich auch eine geringe Belastungsklasse mit entsprechend geringem Eigengewicht verwendet, die durchaus von einem Jugendlichen anzuheben ist.
Solche 14jähringen verfügen manchmal schon über Bärenkräfte, besonders dann, wenn sie sich in Rage und in Wut befinden ...
23:07
Rüdiger,
ok, ohne Werkzeug und wenn datt Ding fest sitzt, eher unwahrscheinlich.
Anderseits könnte der Bengel doch ein Stemmeisen dabei gehabt haben, oder der Deckel war schon geöffnet???
Vielleicht war ein 2. Bengel dabei???
Mit Stemmeisen datt Ding ein paar Zentimeter per Hebelkraft verschieben schafft auch ein 14jähriger!!!
Die anderen Argumente finde ich wiegen schwerer und begründen die Täterschaft.
Am schlimmsten wäre es wirklich, egal wer das nun war, wenn der Täter ungestraft davon kommen würde.
Das wäre nur eine Steilvorlage für alle anderen Kinderschänder und Vergewaltiger.
Und unsere Weicheier-Justiz macht sich unnötig wieder selber zum Affen.