Karstadt-Einigung nimmt erste Hürde
02.09.2010 | 12:16 Uhr 2010-09-02T12:16:00+0200
Essen. Gelingt die Rettung in letzter Minute? Die Zeichen in den Miet-Verhandlungen zwischen dem Karstadt-Investor Berggruen und Highstreet stehen auf Einigung. Bis heute Abend muss es eine Übereinkunft geben, sonst wird Karstadt zerlegt.
Die insolvente Warenhauskette Karstadt ist ihrer Rettung einen deutlichen Schritt näher gekommen. Investoren des Vermieterkonsortiums Highstreet hätten den vom Karstadt-Käufer Nicolas Berggruen geforderten Mietsenkungen am Donnerstag in London zu 100 Prozent zugestimmt, bestätigte ein Highstreet-Sprecher gegenüber DerWesten. Im Laufe des Donnerstags sollte noch eine weitere Gruppe, die sogenannten Mezzanine-Gläubiger, über die Mietsenkungen entscheiden. Auch hier wird im Laufe des Nachmittags mit einer Einigung erwartet, erfuhr DerWesten aus Kreisen.
Nur wenn auch sie zustimmen, wäre der Weg für die Rettung der Warenhauskette mit rund 25.000 Beschäftigten durch Berggruen frei. Eine Einigung bei den Mietkonditionen ist Voraussetzung für das Inkrafttreten des Kaufvertrags zwischen Berggruen und Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg.
Nach Angaben seines Sprechers bereitet sich Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg jedoch auf das Schlimmste vor. Auf einer Gläubigerausschusssitzung am Donnerstagabend wollte er daher ein Liquidationsszenario vorstellen, sagte Sprecher Thomas Schulz. Demnach wurde die Präsentation des Szenarios mit der Einladung an die Ausschussmitglieder versandt. Der Plan, der auch DerWesten vorliegt, sieht vor, dass die Karstadt-Sport- und Premiumhäuser bis Jahresende verkauft und alle anderen Filialen bis Ende Februar 2011 geräumt werden.
Das Ausstiegsszenario
Schulz übte zugleich scharfe Kritik an Highstreet und seinen Gläubigern. „Die Zocker laufen zur Hochform auf“, sagte er mit Blick auf die knappe zeitliche Planung. Bis zum heutigen Donnerstag um Mitternacht musste es eine Einigung über die künftigen Mietkonditionen geben. Dies habe Highstreet schon lange gewusst und die Abstimmung über die künftigen Mietverträge trotzdem bis zum Schluss hinausgezögert, monierte Schulz. Dabei hätten alle eine Verantwortung für die rund 25.000 Karstadt-Beschäftigten, für die das Geschachere eine nervenzerreißende Angelegenheit sein dürfte.
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zeigte sich unterdessen zuversichtlich, dass sich der Poker noch zum Guten wendet. Sie sei optimistisch, dass die Abstimmung in London so ablaufe, wie sich die Beschäftigten das erhofften, sagte die stellvertretende ver.di-Chefin Margret Mönig-Raane dem Berliner „Tagesspiegel“.
Sollten auch die Mezzanine-Gläubiger den von Berggruen geforderten Mietkonditionen zustimmen, will das Amtsgericht Essen am morgigen Freitag endlich über den Karstadt-Insolvenzplan entscheiden. Der Termin war zuvor bereits viermal verschoben worden, weil eine Einigung im Mietstreit zwischen Berggruen und dem Vermieterkonsortium Highstreet noch ausstand. (sbi mit apn)
12:18
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23:05
zu # 15
jetzt steht alles.
dumme sprüche werden ab und an gelöscht-ist doch okay????????
19:45
Wieso wurde von der Redaktion mein Beitrag (Nr.4) gelöscht? Dann eben nochmal: Bis Weihnachten werden die Beschäftigten verschaukelt, dann stehen sie auf der Straße.
18:47
Media06 interessiert nur das Aussehen des Herrn Berggruen. Die Übernahme ist nur Nebensache. Unglaublich!!!!!!
18:42
Media 06 interessiert nur das Aussehen des Herrn Berggruen.Die Karstadtübernahme ist nur Nebensache. Unglaublich!!!!!!
16:58
Ob Karstadt nun gerettet wird oder nicht ist doch völlig belanglos: Den Kapitalismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf!
16:18
Auch hier wird im Laufe des Nachmittags mit einer Einigung erwartet, erfuhr DerWesten aus Kreisen.
aus Kreisen
aus Kreisen
Das hört sich nach Kaffeesatzleserei an.
(vulgo: Investigativer Journalismus von DerWeste-r-n)
15:37
Der Kunde wartet nicht ,....eben,wartet nicht gerne ,
deshalb hat er ja bei Karstadt auch nette und kompetente Beratung mit einem guten Service!!!
Ich glaube an Karstadt und Herrn Berggruen....
und sicherlich wird sich auch einiges ändern aber warum muss es gleich negativ sein ???
Wenn Du denkst es geht nicht mehr ,kommt irgendwo ein Lichtlein her ;))
15:15
@Karstadt ist Pleite: Glauben Sie wirklich, dass der Staat den Massenkonsum steuern kann? Boah, dann glauben Sie womöglich auch noch, dass die Erde um die Sonne kreist?
Das Geld für den Konsum holen wir uns längst aus dem Ausland in Form von Exporten. Man nennt das Arbeiten, und bis auf ca. 3,3 MIO Menschen in Deutschland machen das alle arbeitsfähigen in der einen oder anderen Weise jeden Tag. Andere geben das Geld aus, was sie in ihrem Arbeitsleben so angehäuft haben, wenn sie brav geschuftet haben und sparsam gelebt
haben.
Das Problem der Warenhäuser ist, dass ihre Zeit vorbei ist. Wer geht schon in ein Vollsortimentswarenhaus? Es gibt für Alles und Jedes mittlerweile Spezialisten, die dann noch preislich interessanter sind. Und von Kurzwaren, heute eine echte Mangelware und schwer zu bekommen, kann ein Warenhauskonzern nunmal nicht leben.
Also wird Herr Berggruen schon eine rasante Konzeptänderung vornehmen, wo es den altgedienten Warenhausleuten schwindlig wird. Das wird die nagelprobe für die LEUTE sein, ob sie die Vorstellungen von herrn Berggruen UMSETZEN können. Wenn nicht, dann ex und hopp! Der Kunde wartet nicht, der will Service und nochmal Service, Zucker in denselben!
14:13
an Karstadt ist Pleite; Aber eine Chance bekommt Herr Berggruen trotzdem !!! IST ES NICHT SCHÖN...
.....Alles andere bringt die Zeit ;))