Käßmann nennt Zuwanderung Glücksfall
12.01.2011 | 14:16 Uhr 2011-01-12T14:16:00+0100
Bochum.Mit einem Plädoyer für Zuwanderung hat die frühere EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann am Mittwoch ihre Antrittsvorlesung als Gastprofessorin an der Ruhr-Uni Bochum gehalten. Die Theologin ging zudem scharf mit den Religionen ins Gericht.
Die frühere EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann hat die Zuwanderung nach Deutschland als „Glücksfall“ bezeichnet. In ihrer Antrittsrede als Gastprofessorin an der Ruhr-Universität Bochum sagte die Theologin am Mittwoch: „Menschen aus fremden Ländern bei uns vor Ort zu begegnen, ist eine Chance zur Bereicherung.“ Zugleich forderte sie dazu auf, auch die bisherigen Erfolge der Integration zu sehen. „Ein Weg nach vorn wird sich nur ergeben, wenn wir die positiven Bilanzen sehen und offensiv die problematischen Entwicklungen angehen, statt nur über sie zu klagen oder sie anzuprangern“, sagte Käßmann.
Religionen müssen Frieden stiften und nicht Kriege schüren
Mit den Religionen in der Welt ging Käßmann scharf ins Gericht. Zwar seien es meist nicht die Religionen selbst, die Konflikte auslösten, sondern es gebe politische und ethnische Konflikte, die sich der Religion bedienten. Doch die Religionen unterlägen allzu oft der Versuchung, „Öl in das Feuer politischer und kultureller Konflikte zu gießen“, wie etwa in Nordirland. Einen Frieden zwischen den Nationen wird es daher ihrer Einschätzung nach nicht ohne einen Frieden zwischen den Religionen geben. „Und ich bin überzeugt, dass Religionen alles daran setzen müssen, nicht länger Faktor der Konfliktverschärfung zu sein, sondern tatsächlich Konflikte über Religionsgrenzen hinweg entschärfen sollten“, sagte die Theologin vor rund 2000 Zuhörern.
Käßmann ist die erste Inhaberin einer neu eingerichteten Gastprofessur, die nach dem verstorbenen Bochumer Kunstgeschichtler Max Imdahl benannt ist. Die ehemalige Bischöfin hatte angekündigt, sich mit ihrer Vorlesungsreihe zu sozialethischen Themen in die politische Diskussion einmischen zu wollen. Zugleich hatte sie den Wunsch geäußert, dass es ruhiger um sie werde.
Vor rund einem Jahr war Käßmann als Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Bischöfin von Hannover zurückgetreten, nachdem sie von der Polizei betrunken am Steuer ihres Dienstwagens gestoppt worden war. Zuletzt unterrichtete sie vier Monate lang als Gastprofessorin an der Emory University in Atlanta in den USA. (dapd)
21:42
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21:39
Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt hat die deutsche Zuwanderungspolitik als kein Zeichen von Klugheit bezeichnet und dass es an der Zeit wäre, sie zu ändern.
Derselben Meinung bin ich auch!
16:52
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15:02
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15:00
Zuwanderung ist völlig in Ordnung wenn diejenigen sich anpassen, arbeiten gehen, sich kleiden wie es im Westen normal ist und der deutschen Sprache mächtig sind.
Alles andere ist in meinen Augen keine Bereicherung sondern eher eine Zumutung.
14:59
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14:56
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14:55
Selektive gesteuerte Zuwanderung ist ein Glücksfall- unkontrolliertes Überranntwerden von beruflich nicht ausreichend qualifizierten, die sich zudem nicht anpassen (wollen - Möglichkeiten gibt es mehr als genug). Wenn jemand kein Deutsch kann , dann sollte derjenige wenigstens Englisch können, damit man sich überhaupt verständigen kann.
Wenn man allerdings abends im Nahverkehr bei der Anwesenheit bestimmter Personen schon ein Unweilsein in der Magengegend hat, dann ist das für mich persönlich keine Bereicherung, sondern Verunsicherung.
14:53
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