Jusos haben keine Angst vor linken Partnern
31.08.2009 | 19:28 Uhr 2009-08-31T19:28:00+0200
Essen. Rot-Rot ist für die Jungsozialisten kein rotes Tuch. Im Interview sprach die Juso-Bundesvorsitzende Franziska Drohsel über die wachsende Lust auf einen linken Partner. Der Neoliberalismus habe auch in der SPD Einzug gehalten, damit sei jetzt hoffentlich endlich Schluss.
Frau Drohsel, warum sieht man so viele zufriedene Gesichter in der SPD? Ergebnisse zwischen 10 und 25 Prozent sind doch wohl kein Grund zum Feiern.
Franziska Drohsel: Die CDU hat in zwei Ländern horrend verloren. Ohne die SPD wird es dort keine Regierung geben. Und in NRW haben wir unter anderem die großen Städte Köln und Essen zurückerobert.
Böse Zungen behaupten, dass sich die SPD gerade von ihrem Status als Volkspartei verabschiedet?
Drohsel: Das fürchte ich nicht. Aber wir haben eben eine ganz andere Konstellation als früher. Es gibt heute ein Fünf-Parteien-System, und daran dürfte sich so schnell auch nichts ändern. Wir müssen auf diese Lage reagieren.
Indem Sie die Linkspartei als Partner entdecken?
Drohsel: Auf Landesebene können die Sozialdemokraten sowieso selbst entscheiden, mit wem sie am besten Politik machen können. Auf Bundesebene hat die Partei eine Zusammenarbeit mit der Linken nach der Bundestagswahl am 27. September klar ausgeschlossen. Wie es in Zukunft aussehen wird, ist offen.
Ist die Linke für Sie persönlich auch heute schon ein akzeptabler Partner?
Drohsel: Wir Jungsozialisten sind seit langem schon für eine intensive Auseinandersetzung mit der Linken. Die Jugendverbände beider Parteien haben gute Kontakte, und es gibt gemeinsame Aktionen. Aber wir sind natürlich gute Demokraten: Wenn die Partei mehrheitlich Rot-Rot im Bund ausschließt, dann respektieren wir das.
Wie kann man denn einer immer stärker werdenden Linken den Schneid abkaufen?
Drohsel: Die SPD hat noch immer ein Glaubwürdigkeitsproblem. Aber das Wahlprogramm zeigt: Die SPD hat die Zeichen der Zeit erkannt. Die Schere zwischen Arm und Reich muss wieder geschlossen werden, die Wirtschaft gehört besser kontrolliert. Viele Bürger sehnen sich nach einer Gesellschaft, in der Chancengleichheit wieder größer geschrieben wird.
Wie kann eine Partei das glaubwürdig rüberbringen, die selbst die ungeliebte Agenda 2010 mit auf den Weg gebracht hat?
Drohsel: Der Neoliberalismus war vor ein paar Jahren sehr in Mode, und er hatte auch in die SPD Einzug gehalten. Damit ist jetzt hoffentlich endlich Schluss.
Haben Sie keine Angst vor einer „Rote-Socken-Kampagne” von CDU und FDP?
Drohsel: Die Konservativen werden so was wohl versuchen, aber das verfängt nicht mehr bei den Wählern. Wir leben doch nicht mehr im Kalten Krieg.
08:48
Wenigstens bekennen sich die Jusos hier vertreten durch Frau Drohsel, die eine intelligente Politikerin zu sein scheint, zu sozialer Politik. Weiter so!
19:53
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20:01
Wenn ich so einen Blödsinn höre, dann wird mir schlecht. Der Gysi war ja auch nicht in der SED tätig und hat noch bis zu letzt Gelder aus dem maroden System gezogen um unter anderem Honeckers Rente zu sichern.
Die Linke mit Leuten wie Gysi an der Spitze ist natürlich ein Musterbeispiel einer demokratischen Partei. Die Linke ist keinen Deut besser als die NPD.
12:46
Schade, dass die SPD es nötig hat sich bei einer radikalen Partei umschmeicheln. Sie wäre besser daran getan durch inhaltliche Auseinandersetzungen mit den Themen der Linken zu Punkten und dadurch den Nährboden zu entziehen. Die Lösungsvorschläge der Linken sind so was von unrealistisch, aber Wählern die nicht nachdenken wollen einleuchtend, das es schon traurig ist.
Als die rechten mal auf dem Vormarsch waren wurden diese zu recht von allen demokratischen Parteien angegrenzt. Das was auch richtig so, den Verfassungsgefährdende Organisationen müssen bekämpft werden. Das gleiche hätte schon längst mit den Linken geschehen sollen.
09:05
Man muss sich nur wundern,wie die sogenannten Demokraten hier rumbeissen, dabei ihre Partein schon längst mit den Linken zusammenarbeiten. Ist das jetzt Scheinheiligkeit oder was soll man dazu sagen?
Die gleichen Hasstiraden gab es bei den Grünen und man hat nichts dazu gelernt, dass sind
wohl wahre Demokraten ;-)
06:35
Ich habe auch keine Angst vor großen Hunden, aber wenn die mal zubeißen ? Na ja, Frau Drohsel ist die Zukunft der untergehenden SPD und da darf man am Anfang der Karriere schon mal links sein. Besser Drohsel als Nahles, nur die (Wahl)Sprüche und die Unkenntnis über SED-Geschichte wird sich wohl nicht ändern.
05:15
Ist es so schwer zu ertragen, dass es in den neuen Ländern nicht nur Rechte gibt? Sind uns die roten Socken nicht doch lieber?
Wir können aber auch den Osten weiter beschimpfen und die Wahlentscheidung der Menschen dort ignorieren, indem wir Westler (die wir die SED-CDU-Blockflöten inklusive FDJ-Agitatoren einverleibt haben) sie als nicht kolitions-/regierungsfähig erklären.
Einfach mal die Fakten @von der_Manni lesen, statt Polemik.
Respekt, Frau Drohsel!
Die iii-pfui-Polemik dient nur der Machterhaltung der Rechten und Konservativen.
03:27
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03:10
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02:49
Ach, Frau Drohsel mal wieder. Eine Frau die offen zugibt, dass sie Deutschland politisch bekämpft. Und natürlich bekommt die Dame hier auch eine Plattform. Also wenn ich mir die aktuelle Lage ansehe, Linke und Jusos... da wird mir Angst und Bange. Deutschlandfeindlich, vom Verfassungsschutz beobachtet etc.pp. Der VS-Bericht des Landes NRW von 2008 ist übrigens ganz interessant, wer danach noch die Linke wählt... naja...