Das aktuelle Wetter NRW 17°C
Nachrichten

Juli Zeh fordert niedrigere Preise für E-Books

30.05.2012 | 13:14 Uhr
Foto: /dapd/Sebastian Willnow

Schriftstellerin Juli Zeh fordert niedrigere Preise für elektronische Bücher. Die Kunden seien nicht bereit, für ein E-Book mehr als 20 Euro auszugeben, "also machen sie Raubkopien", sagte die 37-Jährige dem "Zeit"-Magazin laut Vorabbericht.

Hamburg (dapd). Schriftstellerin Juli Zeh fordert niedrigere Preise für elektronische Bücher. Die Kunden seien nicht bereit, für ein E-Book mehr als 20 Euro auszugeben, "also machen sie Raubkopien", sagte die 37-Jährige dem "Zeit"-Magazin laut Vorabbericht. "Die kriminelle Energie entsteht erst durch das Gefühl, abgezockt zu werden, und deshalb wäre es schlau, E-Books billiger anzubieten."

Zeh kritisierte zudem, dass sie ihre E-Books nicht weitergeben könne: "Man kann sie nicht einfach dem besten Freund leihen wie das gute alte Buch." Mit Blick auf die Debatte um den Schutz des Urheberrechts sagte Zeh, sie stehe eher auf der Seite derer, die das Internet verteidigen. "Aber ich bin trotzdem gegen das Raubkopieren. Beides kann man nämlich zusammendenken. Leider kapiert das momentan keiner."

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
31.05.2012
14:55
Juli Zeh fordert niedrigere Preise für E-Books
von Bella74 | #1

Mir sind 20€ für ein normales Buch schon oft genug viel zu viel Geld
Ich überlege lange, ob ich für den kurzweiligen Lesegenuß so viel ausgebe, erst recht wenn es keine 300 Seiten sind.
E-Books sind zwar ein klein wenig günstiger, aber ich persönlich würde max. 1/3 des normalen buchpreises dafür ausgeben, bevor ich vom Papier auf Datei umsteigen würde. Noch bevorzuge ich allerdings das Papier

Aus dem Ressort
AfD-Kundgebung geht in Bottrop in lautem Pfeifen unter
Europawahl
Spitzenkandidat Prof. Bernd Lucke hielt eine Rede bei der Europawahl-Kundgebung der Alternative für Deutschland in Bottrop. Doch seine Rede auf dem Kirchplatz an der Cyriakuskirche ging im lauten Pfeifen von Gegendemonstranten unter. Der AfD wird vorgeworfen, rechtspopulistische Argumente...
Verfolgte Homosexuelle können Recht auf Asyl haben
Asylpolitik
Schwule und Lesben können auf Asyl in EU-Ländern hoffen - vorausgesetzt, ihnen drohen in ihrem Heimatland schwere Strafen. Das hat der Europäische Gerichtshof entschieden. Es ging um drei homosexuelle Männer aus afrikanischen Ländern, in denen auf Homosexualität mit Gefängnis bestraft wird.
Polizei findet Brandsätze bei Razzia gegen Linksextremisten
Kriminalität
Bei einer Razzia gegen Linksextremisten hat die Berliner Polizei in einem linksalternativen Wohnprojekt Brandsätze, Pyrotechnik und Stacheldraht gefunden. Erst im Juni hatten etwa 40 Vermummte in Kreuzberg Polizisten attackiert, zuvor hatten Unbekannte Fassaden von Jobcentern beschädigt.
Zu viele Protestanten - Orte müssen auf Feiertag verzichten
Mariä Himmelfahrt
Der 15. August 2014 wird in drei bayrischen Gemeinden ein Tag wie jeder andere sein: Denn Mariä Himmelfahrt ist dann dort kein gesetzlicher Feiertag mehr. Grund: Der letzte Zensus hat ergeben, dass in den Kommunen inzwischen mehr Protestanten als Katholiken leben.
Kritik an Mollath-Reklame von Sixt alarmiert den Werberat
Mollath-Werbung
Die Werbeanzeige des Autovermieters Sixt mit Gustl Mollath als Werbefigur hat für Wirbel gesorgt: Die Reklame war mit dem Nürnberger, der erst kürzlich aus der Psychiatrie entlassen worden war, nicht abgestimmt worden. Mollaths Anwalt kündigte rechtliche Schritte gegen Sixt an.