Studie
Jugendgewalt entsteht in der Familie
17.03.2009 | 11:29 Uhr 2009-03-17T11:29:00+0100Berlin. Übergriffe in Familien und soziale Ausgrenzung sind die maßgeblichen Ursachen von Jugendgewalt. «Gewalt wird in Familien produziert», sagt Kriminologe Christian Pfeiffer. Bei dem Forschungsbericht handele es sich um die größte Jugendstudie, die es in Europa bislang gegeben habe.
Übergriffe in Familien und soziale Ausgrenzung sind die maßgeblichen Ursachen von Jugendgewalt. «Gewalt wird in Familien produziert», sagte Christian Pfeiffer, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, bei der Vorstellung der Studie «Jugendliche in Deutschland als Opfer und Täter von Gewalt» am Dienstag in Berlin. Befragt wurden rund 45 000 Jugendliche aus neunten Klassen. Bei dem Forschungsbericht handele es sich um die größte Jugendstudie, die es in Europa bislang gegeben habe, sagte Pfeiffer.
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Der Anteil der Jugendlichen, die Opfer von Gewalt geworden sind, liegt bei 4,8 Prozent. Schwere Körperverletzungen erlitten 3,2 Prozent, wobei der Anteil von Übergriffen in den Familien überwiegt. Die Täterzahlen bei Jugendlichen, die schwere Körperverletzungen verübt haben, liegt bei 2,9 Prozent.
Killerspiele seien nicht der entscheidende Faktor
Die nach dem Amoklauf in Winnenden diskutierte Gefahr von Killerspielen sei ein Faktor, «aber nicht der entscheidende», sagte Pfeiffer. Erst, wenn andere Belastungsfaktoren, etwa Gewalt in der Familie oder delinquente Freunde, hinzukämen, wirke sich die Nutzung von Ego-Shootern auf das Verhalten aus.
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht in der Studie «Anstöße zum Handeln». Es gebe in vielen Bereichen signifikante Fortschritte, die Mut machten. Es sei bemerkenswert, dass es im Gewaltverhalten bei gleichen Voraussetzungen keine Unterschiede zwischen Deutschen und Migranten gebe. Es sei die Aufgabe der Gesellschaft, die soziale Integration weiter zu verbessern. (ddp)
17:26
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13:52
#10 Random - - -
Ihre Behauptung, dass Sie denken könnten, empfinde ich als Frechheit!
Vielleicht sollten Sie lesen und schreiben lernen, dann sind Sie nicht so abhängig, von dem, was Ihnen andere vorlesen !?
13:42
Es sei bemerkenswert, dass es im Gewaltverhalten bei gleichen Voraussetzungen keine Unterschiede zwischen Deutschen und Migranten gebe.
Dieser Satz ist stimmt immer: Es gibt nie gleiche Voraussetzungen. Deshalb gibt es aber auch immer Unterschiede.
Bitte sagen Sie es doch deutlich, Herr Minister:
1.
Welche jugendliche Bevölkerungsgruppe ist bei Gewalttaten am häufigsten vertreten?
2.
Welche jugendliche Bevölkerungsgruppe ist bei Mehrfach- und Wiederholungstatentaten am häufigsten vertreten?
3.
Was war der Anlass dafür, die Begriffe: Intensivtäter und Schwellentäter einzuführen?
13:37
In deutschen Jugendgefängnissen sitzen zu 80% Migranten, wer übrigens eine etwas detailliertere Berichterstattung wünscht:
http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E9361216077EE4E158F59B0F70B8D18F9~ATp
13:33
@#13; Mesi
Ich arbeite seit vielen Jahren daran, mich in die hiesige Gesellschaft sozial zu integrieren. Nur fällt mir dies angesichts bestimmter deutscher Eigenarten auch nicht immer leicht. :-)
13:32
Wenn einem nichts mehr einfällt, bleibt immer noch die Familie
Wie lange der Kriminologe aus Hannover diesen Zusammenhang zwischen erfahrener und ausgeteilter Gewalt noch wiederholen mag?
Familiäre Gewalterfahrung ist ein Faktor neben vielen anderen. Sinnvoll wäre es auch, hier nach Migrationshintergrund zu differenzieren, ebenfall nach sozialer Schicht und sozio-ökonomischer Situation.
Dann sieht es so aus: Kinder aus der Unterschicht erfahren mehr Gewalt in der Familie, weil die Kommunikationsstrukturen defizitär sind.
Am meisten werden Kinder aus türkischen und arabischen Familien geschlagen. Mädchen und Jungen.
Die Studie war überflüssig, auch wenn sie uns mit dem Attribut größte Europas schmackhaft gemacht werden soll.
13:30
Vielen Dank Herr Pfeiffe, für diese Erkenntnis.
Was sagt seine Schwester dazu?
13:20
Leukozyt1 übertreib mal weiter..Als ob es jmd. hilft..
Herr Schäuble hat es auf den Punkt gebracht: Es ist die Aufgabe der Gesellschaft, die soziale Integration weiter zu verbessern...Daran solltest du arbeiten..
13:15
Für Urlaub und Zweitautos reichts doch auch schon fast nicht mehr... Lebensmittel, Kleidung...da fängts ja schon an.
Aber ja, es ist fehlende Zeit und Druck, der auf die Eltern lastet. Jedoch kann mans auch nicht nur auf das Elternhaus schieben.
Ich weiß, es sind erhebliche Anteile, für mich ist es jedoch eher die mangelnde Fähigkeit der ganzen Pädagogen...
13:12
#3
Danke für deine Objektivität..Mir wird wieder mal schlecht beim Lesen einiger Beiträge..
#2
Mit nur einem Zitat ist also alles auf den Punkt gebracht..Das ich nicht lache...So einfach ist es nicht..Die Leute sind nicht dumm und übertragen das Beispiel auf alle anderen Migranten..