Insolvenzverwalter bereitet Aus von Karstadt vor
02.09.2010 | 08:22 Uhr 2010-09-02T08:22:00+0200
Essen.Der Insolvenzverwalter des Kaufhaus-Konzerns Karstadt, Klaus Hubert Görg, bereitet offenbar das Ende des Unternehmens vor. Jedenfalls für den Fall, dass die Vermieter der Gebäude einer Mietsenkung nicht zustimmen.
Der Insolvenzverwalter von Karstadt bereitet für den Fall, dass die Vermieter der Gebäude einer Mietsenkung nicht zustimmen, das Ende der Warenhauskette vor. Klaus Hubert Görg wolle in diesem Fall am Donnerstagabend auf einer Sitzung des Gläubigerausschusses sein Szenario für eine Liquidation von Karstadt vorstellen, berichtete die „Financial Times Deutschland“ am Donnerstag. Die Zeitung berief sich auf eine entsprechende Präsentation, die Görg zusammen mit der Einladung an die Ausschussmitglieder verschickt habe. Laut diesem Liquidationsszenario sollen die Sport- und die Premiumhäuser bis Jahresende geschlossen und alle anderen Warenhäuser bis Ende Februar geräumt werden.
Görgs Sprecher betonte gegenüber der Zeitung, Ziel sei weiterhin der Vollzug des Kaufvertrags. „Die Szenarien, die in den Schubladen liegen, sollten dort möglichst auch bleiben.“
Karstadt-Bieter Nicolas Berggruen muss sich mit dem Vermieterkonsortium Highstreet abschließend einigen, um den endgültigen Zuschlag für die Kaufhauskette zu erhalten. Die Gläubiger von Highstreet kommen am Donnerstag in London zusammen, um darüber abzustimmen. Geben sie grünes Licht, kann das Amtsgericht Essen am Freitag endgültig dem Insolvenzplan und damit der Übernahme durch Berggruen zustimmen.
So reagiert die Gewerkschaft
Die Vize-Chefin der Gewerkschaft Verdi, Margret Mönig-Raane, äußerte sich zuversichtlich, dass die Vermieter sich einigen werden. „Wir sind optimistisch, dass die Abstimmung in London so abläuft, wie sich die Beschäftigten das erhoffen“, sagte sie dem „Tagesspiegel“ (Donnerstagsausgabe). Dies sei in den vergangenen Wochen nicht immer so gewesen.
Karstadt betreibt rund 120 Filialen mit etwa 25 000 Beschäftigten. (afp/ddp)
16:04
zu RitterKokosnuss:
ALG und Hartz kann nicht Ihr Ernst sein-da kommen dann nämlich auch keine Mitgliedsbeiträge bei Verdi an.
Den Jungs und Mädels im Verkauf, richtig schmeichelnd, aber das bin ich von einigen Usern schon gewohnt.
Zum Service, diejenigen die am lautesten nach Service rufen lassen sich vor Ort gerne und ausführlich beraten und kaufen dann im Internet weil es dort 5 Euro billiger ist.
Sicher, bei etwa 25000 Mitarbeitern gibt es Fehlverhalten, aber sehen Sie sich mal an welchen Personalabbau es seither im Handel gab.
Den Pensionsfonds konnten sich die MA im übrigen nicht aussuchen, diese Bank hat eine extrem kleine Bilanzsumme-da lagen die Schwierigkeiten.
Verdi hat Karstadt in die Pleite laufen lassen, okay-ich wußte nur bisher nicht das Verdi Anteilseigner ist oder war.
War nicht der Ehemann der Hauptaktionärin Mitglied im Aufsichtsrat-so war es doch oder wird das bestritten??
Mit dem Managment gebe ich Ihnen absolut recht, komplett austauschen-sonst geht es weiter wie bisher.
15:11
ich kann die Diskussion nicht mehr ertragen.
Karstadt profitabel, lt. Görg, da lachen ja die Hühner.
Der Laden ist seit 20 bis 25 jahren schon auf dem absteigenden Ast, schon zu Zeiten von Deuss ( nur der wurde von den Gewerkschaften immer gestuetzt-
Wenn Service , Service u. SErvice angsagt ist, klappt auch das bei Karstaadt nicht
14:35
@karstadtsklave: Die neue Kuh für die Gewerkschaft? Arbeitslosenversicherung und H-IV. Da wird die Existenzbedrohung doch sauber von der Gesellschaft abgefedert.
Machen Sie das mal als Unternehmer, viel Freude!
Wobei ich Leute wie die ex-Manager bei Karstadt beileibe nicht als Unternehmer sehe, eher Herrn Berggruen. Aber mit dem werden die KARSTADT-Leute noch ihr Wunderchen erleben, der wird den Jungs und Mädels im Verkauf schon Beine machen. Das einzige, womit Karstadt punkten kann ist Service, Service und Flexibilität und nochmal Service. Husch, Husch die Waldfee!
Wenn ich mir da manche Abteilung so angucke, zur Hightime, wenn die potentiellen Kunden weil selber Job-Inhaber dort kaufen WOLLEN aber mangels Beratung nicht KÖNNEN. Oh, Oh!
Ausnahmen bestätigen die Regel! Und es gibt sie wirklich, die engagierte Verkäuferin in der Strumpfabteilung bei Karstadt!
Und nochmal zu den Immobilien! So, keine gute Figur hat der Pensionsfonds da gemacht! Und dann soll ein Kapitalist sich honoriger Verhalten? An welche Märchen glauben die Leute bei Karstadt eigentlich? Die einzige Drohung für die Immobilienbesitzer ist doch, dass der Leerstand teurer kommt als die Mietsenkung. Ja, und da kommen die Städte ins Spiel! Wenn die nämlich Leerstand besteuern würden, dann wäre es ein leichtes, hier ein Einlenken zu bekommen! Aber die Städte besteuern ja Gewinne! MuHaHaHaHa! Bei Karstadt werden sie wohl die nächsten 20 Jahre drauf warten können auf die Gewinne! Gewinne besteuern ist aber im Sinne der Gewerkschaft gelle? Aber in diesem Falle total unsinnig weil tödlich für die Jobs...
Wir haben ja nun wunderbar gesehen, wie lecker VERDI die Leute in die Pleite hat rennen lassen. Und zwar aus Eigeninteresse. Das ist ein Präzedenzfall, was natürlich nicht laut ausgesprochen werden darf! Seht her, lautet die Botschaft, wir kämpfen für Euch. In Wahrheit haben sie billigend die Pleite von Karstadt in Kauf genommen. Denn die Tricksereien des Herrn Middelhoff haben sie ja im Aufsichtsrat mit bekommen und abgenickt. So ganz alleine konnte der ja auch nicht entscheiden, wegen der Mitbestimmung.
Ich hoffe für die Karstadt-Leute, dass Alles zum Guten gewendet wird. Aber dann sollten die mal untersuchen, wem sie die Misere zu verdanken haben. Sicherlich dem alten Management, klar! Aber wem noch? Und dann sollten sie wirkliche Vertreter der Angestellten bei Karstadt in den Aufsichtsrat wählen, Leute aus dem Unternehmen und nicht diese Bonzen-Camarilla, die nur ihr eigenes Schäfchen ins Trockene bringen will.
13:49
Hartzilein,
der Vermieter der Karstadt Immobilien soll und muss die Mieten senken weil er bisher überteuert vermietet hat. Für ihn gilt nämlich kein Mietspiegel, er nimmt das was er kriegen kann. Ihr Vermieter hält sich an den Mietspiegel und bekommt Ihre Zwei-Raum-Wohnung sofort weitervermietet. Ein Nach mieter steht aber bei Karstadt nicht bereit, denn die Metro wird bestimmt nicht zu überteuerten Preisen weitermieten. Also sind teure Investitionen notwendig um die Immobilien für andere Mieter interessant zu machen. Darum werden die Vermieter sich auf eine Mietminderung einlassen, Hartzilein.
12:39
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12:33
zu # 17
ah ja- und wer welcher Fond an dem die DB beteiligt ist hat die extremen Mieten kassiert ???????
12:31
zu # 16
laut diversen Berichten ist mit dem Pensionsfond eine Einigung erzielt.
Richtig ist das dieser Pensionsfond seither keine gute Figur gemacht hat.
Derzeit ist es wohl eine andere Gruppe die sich noch sperrt und das ist doch die Kapitalklasse.
Woher der Gewerkschafter eine neue Kuh bekommt müssten Sie schon erklären, wobei ich das Verhalten von Verdi seit Beginn der Insolvenz und in der Zeit davor als mehr wie hochnäsig und einseitig empfinde.
12:22
@ 14
Ackermann ist kein Heiliger und sch gar keine Mutter Theresa. Aber er ist auch nicht an allen Übel der Welt schuld, so auch nicht an der Karstadt-Pleite.
12:20
Schon komisch, wenn man weis, dass der Pensionsfonds der Mitarbeiter von KARSTADT Miteigentümer der Immobilien ist und die Mietverhandlungen als einziger blockiert. Mir riecht das mal wieder nach einer wunderbaren Propaganda-Show und man schießt die Mitarbeiter in Knie! Aber sich über die Kapitalklasse aufregen! Ein Kapitalist schlachtet die Kuh nicht, die Milch gibt, auch wenn es erstmal weniger ist. Der Gewerkschafter macht das schon, denn er hofft, dass er eine neue Kuh vom Staat kriegt.
11:56
Kleiner Tipp an den Verfasser: wenn man schon abschreibt, dann bitte richtig. Denn übereinstimmend wird gemeldet, das die Premium- und Sporthäuser verkauft werden sollen.
Ansonsten kann man den Kommentaren hier nur zustimmen. Es geht nicht darum das Karstadt inzwischen wieder gute Zahlen schreibt oder was gar aus den Mitarbeitern wird, es geht rein um die Interessen der Banken und der Metro ! Und der Staat schaut zu und wundert sich, warum unsere lieben Politker im Ansehen immer mehr ins Bodenlose sinken. Naja, eine Krähe hakt der anderen halt kein Auge aus !