In den deutschen Parteien dominieren die Senioren
15.02.2010 | 19:55 Uhr 2010-02-15T19:55:31+0100
Berlin. In den großen deutschen Parteien dominieren zusehends die Senioren. Laut einer neuen Studie waren Ende 2007 rund die Hälfte der Mitglieder von SPD, CDU und Linken bereits mindestens 60 Jahre alt. Der Anteil der unter 30-Jährigen lag hingegen nur bei fünf Prozent.
Die großen deutschen Parteien haben enorme Schwierigkeiten, junge Menschen für sich zu gewinnen. Aus einer am Montag in Berlin vorgestellten Studie des Deutschen Zentrums für Altersfragen geht hervor, dass bereits Ende 2007 rund die Hälfte der Mitglieder von SPD, CDU und Linken mindestens 60 Jahre alt war. Der Anteil der unter 30-Jährigen lag hingegen jeweils nur bei fünf bis sechs Prozent. 1990 betrug der Anteil der Mitglieder im Alter von 60 Jahren oder mehr bei der SPD noch rund 25 Prozent, bei der CDU nur in etwa 30 Prozent.
Lediglich die Mitglieder der zwei kleineren Parteien FDP und Grüne waren der Analyse der Experten zufolge zum Stichtag der neuen Studie im Schnitt deutlich jünger als die Konkurrenz: Bei der FDP waren nur rund 35 Prozent 60 Jahre oder älter, bei den erst vor etwa 30 Jahren gegründeten Grünen sogar nur 11,4 Prozent. Dafür waren bei der FDP knapp elf und bei den Grünen 13,3 Prozent der Mitglieder noch keine 30 Jahre alt, wie aus dem Report „Wahlverhalten und politische Partizipation älterer Menschen“ hervorgeht. Aus den Daten sei ersichtlich, dass Parteien schneller alterten als die Gesellschaft insgesamt, heißt es in der Analyse. Der Anteil der Älteren an den Parteimitgliedern liege schon längst über dem in der Bevölkerung. Dass der demografische Trend unter den Parteimitgliedern so ausgeprägt ist, liegt nach Ansicht der Forscher an dem unterschiedlichen Formen des Engagements. Jüngere Menschen seien nicht nur weniger zahlreich, sondern hätten zudem eine geringere Neigung zum Parteieintritt - dafür engagieren sich viele in Nichtregierungsorganisationen. (afp)
Diskussion: Senioren dominieren die deutsche Parteienlandschaft
15:20
Ist doch ganz einfach: Diese Senioren sind alle Rentner, viele auch schon viele Jahre. Die haben die Zeit und können alles mitmachen.
Erzählen sie doch heutzutage mal ihrem Chef: Ich muss um 14 Uhr gehen weil ich einen Termin habe. Das schaut der sich dann nicht lange an.
14:36
Besser Senioren regieren das Land als Hartzis und Kommunisten.
13:38
Die beiden großen Parteien sind langweilig in ihrer Parteiarbeit und in ihren Forderungen. Der junge Mensch von heute kennt sich in der Medienlandschaft wesentlich besser aus als vorhergehende Generationen und hat somit auch häufig viel mehr Wissen was die sogenannte Politprominenz angeht, sie können die Parteiprogramme, Thesen und Forderungen wesentlich besser vergleichen als früher und bilden sich ihre eigene Meinung ob sich die Arbeit lohnt. Allein vom Spaßfaktor lohnt sich die Mitarbeit in den Staubtrocken geführten Ortsvereinen ob SPD oder CDU nicht, ganz davon abgesehen das sich die MItarbeit in Bezug auf wirkliche Mitbestimmung nicht lohnt und wie so häufig das die Mitglieder als Stimmvieh von einigen wenigen Meinungsvorreitern mißbraucht werden. Darauf haben sie sehendes Auge kein Bock und das ist gut so.
Die Grünen zehren noch von ihrer anfänglichen Unbekümmertheit und witzige Aufmachung, aber sie zergehen sich auch immer mehr in Politiklangeweile, weil auch hier das schielen auf Wahlergebnisse zuerst im Vordergrund steht.
Deswegen unserer Jugend Politikverdrossenheit vorzuwerfen ist falsch aber auch richtig. Es hat noch nie so eine gutaufgeklärte und unterrichtete Jugend gegeben die allerdings keine Lust auf das übliche Parteienspektakel haben, denn ver.a.rschen können sie sich selbst.
Deswegen wählt die Partei oder die Lilanen oder...oder......
12:57
@14 Korrektur :.... zustande bringen!
12:56
Für mich sagt das Alter über die politische Qualität nun absolut gar nichts aus.
Wenn ich mir die etwas Jüngeren politischen Zampanos ,die etwas prominenter sind ,so anschaue......
Der Politkläffer Westerwelle z.B ist etwas jünger als ich ,der Herr Rösler und seine Kopfpauschale,die Frau Verlegenheitsministerin Köhler ist in den Anfang 30igern ,der von und zu Guttenberg , aber immer mit Gel,den gibt es ja leider auch noch ...... da komme ich zur Erkenntnis : mein Gott ,der über 90 -jährige Helmut Schmidt hat heute noch mehr politischen Inhalt zu bieten -und dies zwischen zwei Menthol-
Zigarettenzügen -als diese Jungspunte wahrscheinlich in ihrem ganzen politischen Leben zustande bringe!
12:30
Da sieht man, wie basislos alle Parteien geworden sind. Warum sollten junge Menschen noch wählen? Deren Zukunft ist verschuldet, die Abgaben werden immer höher, es wird kurzgearbeitet oder entlassen. Lebensplanungen für junge Menschen sind kaum noch möglich. Viele, vor allem Akademiker, wandern bereits aus. Ist das unsere Politik? Alle Prioritäten müssen neu sortiert werden. Kriegseinsätze, Militärgewalten, Finanzjonglierungen, Lobbyistenhörigkeit müssen verhindert werden. Prioritäten sind für die Menschen zu setzen: soziale Gerechtigkeit, genügendes Einkommen für echte Arbeit, Begrenzung der Abgaben und keine einseitige Belastungen für die Arbeitnehmer, freie Meinungsäußerungen ohne staatliche Überwachung etc. Es bleibt viel zu tun, wenn Parteien langfristig überleben wollen. Schwache, Rentner und Arbeitnehmer sind überproportional gebeutelt. So hat es das Grundgesetz nicht gemeint.
11:16
Der demografische Wandel wird in den Parteizugehörigkeiten schon vorgezogen....
Wenn man sich fragt wieso der Altersdurchschnitt in Deutschland immer weiter nach oben hin steigt, das bald mehr Leute Rente beziehen wollen als Einzahler vorhanden sind kann man sich auch fragen ob jemand Schuld an dieser angehenden Misere hat und wenn ja wer.
Die heutigen jungen Generationen, und ich finde da wurde sehr verallgemeinert, alle als verblödet, unhöflich oder sonst was darzustellen ist immer sehr einfach. Aber wer vermittelt solche Werte. Sind es nicht die noch lebenden Vorgenerationen, also Eltern und Großeltern.
Ich bin selbst noch unter 30 und auch wenn Teile meiner Generation und der nachfolgenden des öfteren was Benehmen und Anstand betrifft einige Defizite aufweist, wird sie mit den gut erzogenen Generationen nicht mithalten können. Aber auch im negativen sind sie uns uneinholbar voraus (siehe Holokaust).
Der Apfel fällt nicht weit vom Baum.
11:03
Die gleiche Damen und Herren, die vehement eine Rente mit 67 propagieren, sollten sich dann als gutes Vorbild schnellstens selber mit diesem Alter aus der Politik verabschieden!!! Aber ganz im Gegenteil, man sitzt ja lieber noch mit über 70 in verschiedenen Aufsichtsräten und macht sich die Taschen satt voll...schöne Vorbilder, das!!!
@rote zora: Sind sie tatsächlich auch so jung???
10:27
#8 - lieber im hohen Alter an Demenz erkrankt als in jungen Jahren schon total verblödet !
09:33
#9
Ich bin Ü 70 und mir kommt es sehr oft so vor, als ob Höflichkeit, Anstand und Respekt nur noch die Alten haben,die ihrer Meinung nach Demenz sind.