Offener Brief : Kirchen üben scharfe Kritik an Bochumer Linken-Abgeordneten

Bochum. Die Linken-Politikerin Sevim Dagdelen hat den Zorn von Pfarrern im Ruhrgebiet erregt. Die Bochumer Bundestagsabgeordnete sei beim Besuch des israelischen Staatspräsidenten Peres demonstrativ sitzen geblieben. „Es widert uns an“, wettern die Pfarrer in einem offenen Brief.
In ungewohnt scharfer Form haben drei Stadtkirchen im Ruhrgebiet die linke Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen aus Bochum kritisiert. Sie sei beim Besuch des israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres zum Auschwitz-Gedenktag im Bundestag demonstrativ sitzen geblieben, werfen ihr Pfarrer aus Bochum, Gelsenkirchen und Dortmund vor.
„Es widert uns an“, schreiben sie in einem offenen Brief. „Sie haben denen, die überlebt haben, den Respekt verweigert, unseren haben Sie restlos verloren“, heißt es in dem Papier weiter. Dagdelen sei ab sofort unerwünscht. „Sie hat bei uns Veranstaltungen gemacht, wir sind eine offene Kirche“, erklärte Pfarrer Thomas Wessel von der Bochumer Christuskirche.
Dagdelen verteidigt sich auf Nachfrage schriftlich. Selbstverständlich habe sie sich zum Gedenken an die Opfer erhoben. Peres Rede mit Bezug zum Iran habe sie aber nicht mit stehendem Beifall gutheißen können. „Shimon Peres hat die Rede zur ideologischen Vorbereitung auf einen Krieg gegen den Iran genutzt“, behauptet sie. Er habe „fälschlicherweise den Iran beschuldigt, im Besitz von Nuklearraketen zu sein.“





























