Heizölpreis zieht weiter an
13.01.2012 | 15:59 Uhr 2012-01-13T15:59:01+0100Der Preis für Heizöl ist im neuen Jahr weiter angestiegen: Nachdem 2011 für Heizölkunden mit einem Durchschnittspreis von 85 Cent (bei Abnahme von 3.000 Litern) bereits das teuerste Jahr aller Zeiten war, kletterte der Preis diese Woche auf über 92 Cent. Das ergab die wöchentliche Preiserhebung des Hamburger Fachdienstes EID, die am Freitag veröffentlicht wurde.
Hamburg (dapd). Der Preis für Heizöl ist im neuen Jahr weiter angestiegen: Nachdem 2011 für Heizölkunden mit einem Durchschnittspreis von 85 Cent (bei Abnahme von 3.000 Litern) bereits das teuerste Jahr aller Zeiten war, kletterte der Preis diese Woche auf über 92 Cent. Das ergab die wöchentliche Preiserhebung des Hamburger Fachdienstes EID, die am Freitag veröffentlicht wurde. "Teurer war leichtes Heizöl überhaupt nur während der Rekordpreisphase im Sommer 2008", schreibt der EID im wöchentlichen Bericht.
Ende Dezember lag der Literpreis bei 88 Cent. Als Ursache des Preisanstiegs gilt auch der Kursverfall des Euro, denn Rohöl wird international in Dollar abgerechnet. Bisher zögern viele Heizölkunden auch wegen des milden Winters den Kauf hinaus und hoffen auf fallende Preise im Frühjahr.
Damit braut sich eine gefährliche Mischung für die Heizölkunden zusammen: Wenn in den nächsten Wochen strenger Frost kommt, könnten die Tanks schnell leerlaufen und die Kunden müssten trotz hoher Preise kaufen. Ergebnis: Die Preise würden noch weiter steigen.
Leichte Entspannung zeigte der Rohölpreis zum Wochenende: In London wurde das Barrel (159 Liter) Nordseeöl rund 90 Cent billiger gehandelt bei 110 Dollar. Das angekündigte Öl-Embargo gegen den Iran könnte die Preise aber schnell wieder höher treiben. China und Indien, wohin neben Japan das meiste iranische Rohöl exportiert werde, schauen sich laut EID bereits nach neuen Lieferanten um.
dapd