Heimbewohner über Jahre gequält und misshandelt
27.03.2009 | 14:42 Uhr 2009-03-27T14:42:00+0100Wetter-Volmarstein. Dem aufmerksamen Zuhörern stockte der Atem, als die beiden Historiker, Prof. Hans-Walter Schmuhl und Dr. Ulrike Winkler, die Umstände und Gewaltakte erläuterten, unter denen die Heimkinder des Johanna-Helenen-Heims in Volmarstein leiden mussten.
Mit dem Auftrag der wissenschaftlichen Aufarbeitung dieser Geschehnisse hatte die Evangelische Stiftung Volmarstein die beiden Wissenschaftler bereits im Jahr 2007 beauftragt. Am Donnerstag stellten die Bielefelder Historiker erste Ergebnisse ihrer Arbeit unter dem Titel „Gewalt in der Körperbehindertenhilfe. Das Johanna-Helenen-Heim in den 1950er/60er Jahren” vor. Unter den Zuhörern in der Volmarsteiner Martinskirche befanden sich, neben Vertretern der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe und Vertretern der Freien Arbeitsgruppe Johanna-Helenen-Heim, auch ehemalige Heimkinder.
Dank an die Opfer
In der Begrüßungsansprache betonte Pfarrer Jürgen Dittrich, auch Vorstandssprecher der Evangelischen Stiftung Volmarstein, die Notwendigkeit der Aufarbeitung dieser Geschehnisse und sprach darüber hinaus, allen Betroffenen sein tiefstes Beileid aus. Im Namen der Stiftung bedankte er sich weiterhin ausdrücklich bei den Opfern. Durch ihre Interviews hatten sie entscheidenden Anteil an der Aufklärung der psychischen, wie physischen Vergehen in den 1950er/60er Jahren an den Volmarsteiner Heimkindern. Es sei nicht selbstverständlich, unterstrich Dittrich in seiner Rede, diese traumatischen Erlebnisse gegenüber Mitmenschen preiszugeben.
Unmenschliche Schikanen
In der Präsentation klärten Prof. Schmuhl und Dr. Winkler dann im Wechsel über die Entwicklung des Heims bis ins Jahr 1967 auf und analysierten die Rolle der Königsberger Diakonissen, die zu diesem Zeitpunkt für die Betreuung der körperbehinderten Kinder zuständig waren. Im Speziellen gingen die Historiker im weiteren Verlauf auf eine Lehrerin ein, die als besonders gewalttätig galt und schilderten die unmenschlichen Schikanen, die die Kinder erleiden mussten. Den Berichten der Zeitzeugen nach, standen Schläge, sexuelle Nötigung und Aufforderung zur Gewalt auf der Tagesordnung. Die Isolierung, die emotionale Kälte seitens der Diakonissen, sowie die Unterbindung der Kontakte unter den Heimkindern, sorgten für wahre Angstzustände. Aufgrund dieser Vorfälle seien ehemalige Heimkinder heutzutage teilweise immer noch in psychischer Behandlung, so Prof. Schmuhl weiter. Rechtlich und Menschlich betrachtet, schlussfolgerten die beiden Historiker, gäbe es keine Zweifel an der überzogenen Gewalt, die schon längst den Pfad der zeitgenössischen körperlichen Züchtigung verlassen hatte.
Mitte dieses Jahres soll die wissenschaftliche Aufarbeitung, nach weiteren Interviews, endgültig abgeschlossen und auch als Buch publiziert werden. Diese öffentliche Aufklärungsarbeit jedoch, kann für die ehemaligen Kinder des Johanna-Helenen-Heims nur ein Stück Wiedergutmachung sein.
23:32
Viele unserer heutigen Wohlstandskinder wissen gar nicht, wie gut es ihnen geht. Ich selbst (Jahrgang 1950) bin in der Nachkriegszeit in einer fünfköpfigen Familie aufgewachsen. Das Geld war damals sehr knapp, aber über mangelnde Zuneigung und Liebe seitens meiner Eltern und Geschwister kann ich mich nicht beklagen. Die Familie sollte auch heute noch Grundfeste unserer Gesellschaft sein, nicht Ganztagsbetreuung und Bearbeitung durch Fachleute wie Sozialarbeiter und -pädagogen!
Aber wahrscheinlich werde ich mit dieser Meinung als Spießer oder Ewig-Gestriger abgestempelt.
14:26
Von der Leyen zur Entschädigung von ausgebeuteten Heimkindern: die CDU hat keine Pläne in dieser Richtung, MonaLisa (ZDF) wollte nachfragen, warum denn nicht - Interview verweigert. Offensichtlich steht diese Dame den Unterdrückern von damals näher als den Opfern.
21:01
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21:00
Die van der Leyen ist Schirmherrin von Kinderheimen
Die Bilder der Kinderpornografie im Internet sollte mal mit den Heimkindern verglichen werden. Werden die Seiten deswegen gesperrt Frau Dr. Ursula von der Leyen und Frau Dorothee Bär?
21:00
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18:36
Und van der Leyen sitzt dieses Thema seit ewigen Zeiten aus!!!!!!!!!
17:53
Auch ich, Heimkind, heute 42, weiß aus Erzählungen meiner Adoptivmutter das in meinem Heim versuche stattfanden Kinder ohne soziale Bindung und Kontakte groß zu ziehen. So wurden Babyflaschen nicht gefüttert sondern in Gestelle gesteckt um jeglichen Kontakt zu vermeiden.Berührungen oder ein auf den Arm nehmen gab es nicht. Gott sei Dank wurde ich adoptiert.
17:36
Vielleicht sollten sich die beiden Wissenschaftler auch mal für ein grösseres Haus hier in Essen an der Steeler Str. interessieren.Da waren auch bis mitte der 70er Jahre Zustände wie im alten Rom,da würde sich für die Beiden die Hölle auftun !!!
Dieses schreibt ein Ehemaliger,der einige Jahre da drin war.
17:18
Wenn Sie es nicht lesen wollen, lassen Sie es bleiben. Andere wollen ...
15:47
die bundesrepublik, ein unrechtstaat.......
aber sowas will man ja nicht lesen....