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Harald Schmidt lobt sich selbst

22.12.2011 | 16:28 Uhr

Hamburg (dapd). Harald Schmidt fühlt sich wieder obenauf. Bei Sat.1 mache er wieder eine "Spitzensendung", sagte er in einem Interview des "Spiegels" laut einer Vorabmeldung von Donnerstag. Der Late-Night-Unterhalter sagte: "Bei der ARD waren das solide Arbeiten, die ich abgeliefert habe, aber jetzt surfe ich wieder auf der Welle." Ab Januar ist "Die Harald Schmidt Show" auch donnerstags zu sehen und hat damit drei Sendeplätze pro Woche. Schmidt war zwischen 1995 und 2003 bei Sat.1, danach in der ARD, und seit dem 13. September wieder bei Sat.1.

Der 54-Jährige bekräftigte, Late Night sei "definitiv die letzte Station im Fernsehen. Mich interessiert nichts anderes mehr", sagte er dem Blatt. Sein Vertrag läuft zunächst bis Sommer 2013.

Über das Ende seiner Ambitionen als Theaterschauspieler sagte Schmidt: "Ich wollte mir das selber nicht mehr zumuten. Ich war extrem erfolgreich, war ständig ausverkauft. Aber das war natürlich ein PR-Effekt, und meinen eigenen Ansprüchen genügte ich nicht." Er sei "zur ungeschönten Selbsterkenntnis gekommen, dass es vielleicht noch für den 'Jedermann' in Salzburg reichen würde, aber zu mehr nicht".

Im "Spiegel" äußert sich Schmidt zudem zur Euro-Krise: "Im Ernst: Das ist jetzt der Preis, den wir zahlen für 70 Jahre ohne Krieg in Europa. Das sollte uns das wert sein." Er fügte hinzu: "Solange noch Menschen leben, die mit dem Kinderwagen übers Haff geflohen sind, kann einen doch so ein Euro-Gehüstel nicht nervös machen."

Schmidts Eltern waren aus dem Sudetenland nach Nürtingen geflüchtet. Er ist Katholik. Er glaube "nicht an die Form der Auferstehung, dass wir uns im Jenseits wiedersehen", sagte Schmidt. Zwar sei die leibliche Auferstehung Kernbestand seines Glaubens, "aber das heißt ja nicht, dass man sich wiedersehen muss. Jeder kann ja woanders auferstehen."

dapd

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