Das aktuelle Wetter NRW 15°C
Linkspartei

Gysi gesteht Fehler im Umgang mit Stasi-Vergangenheit

29.07.2010 | 08:49 Uhr
Gysi gesteht Fehler im Umgang mit Stasi-Vergangenheit

Berlin.Selbstkritische Worte aus den Reihen der Linken: Gregor Gysi räumt ein, dass seine Partei bei der Aufarbeitung der Stasi-Vergangenheit Fehler gemacht habe. Er hoffe zudem auf die Rückkehr Lafontaines. „Ohne Oskar wären wir deutlich geschwächt“, sagte Gysi.

Der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, räumt Fehler im Umgang seiner Partei mit der Stasi-Vergangenheit ein. In Brandenburg sei vieles schief gelaufen, sagte Gysi der «Berliner Zeitung» laut Vorabbericht. Die Landtagsabgeordneten, die ihre Mitarbeit bei der DDR-Staatssicherheit verheimlicht haben, hätten der Linken in Brandenburg und im Bund geschadet. «Vielleicht war der Druck in der Partei nicht groß genug, sich der eigenen Geschichte zu stellen», sagte Gysi.

„Lafontaine enorm wichtig“

In Brandenburg wurden nach der Bildung der Koalition von SPD und Linkspartei zwei bis dahin unbekannte Stasifälle öffentlich. Zudem musste Landtagsvizepräsidentin Gerlinde Stobrawa (Linke) zurücktreten, weil sie nicht nur Kontakte mit der Staatssicherheit hatte, sondern als Inoffizielle Mitarbeiterin (IM) geführt wurde. Gysi sagte:

Der Bundestagsfraktionschef sagte, er hoffe auf eine Rückkehr des erkrankten Parteivorsitzenden Oskar Lafontaine in die Politik. Lafontaine sei enorm wichtig. „Ich werde tun, was in meinen Kräften steht, damit er bleibt», sagte Gysi. «Ohne Oskar wären wir deutlich geschwächt.» Das müsse jeder in der Partei wissen, auch wenn Lafontaine nicht sympathisch finde. In der Linken waren jüngst Debatten über eine mögliche Nachfolge für Lafontaine und Konflikte über den Kurs der Partei ausgebrochen. (ddp/afp)

DerWesten

Facebook
 
Kommentare
30.07.2010
22:35
Gysi gesteht Fehler im Umgang mit Stasi-Vergangenheit
von earlybird90 | #1

scheinheilig

Aktuelle Fotos und Videos
Karikatur vom Tage
Bildgalerie
Fotostrecke
Norbert Röttgen - Aufstieg und Fall
Bildgalerie
Rücktritt
Berlin in schwarz-gelb
Bildgalerie
BVB-Fans
Papst Benedikt wird 85
Bildgalerie
Kirche
Aus dem Ressort
Verzögerung am neuen Berliner Flughafen schockt Branche
Wirtschaft
"Wir haben keinen Plan B.", so lautete die Reaktion vieler Verantwortlichen nach der Bekanntgabe, dass sich die Eröffnung des Flughafens Berlin-Brandenburg verschieben wird. Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn befürchtet unkalkulierbare Kosten. Urlauber werden wohl zu einem anderen Terminal anreisen...
NRW wehrt sich gegen Akw-Neubau in den Niederlanden
Atomkraft
Im niederländischen Borssele ist ein neues Atomkraftwerk geplant. Der Ort in der Provinz Zeeland ist nur wenige Kilometer von Nordrhein-Westfalen entfernt. Die NRW-Landesregierung spricht sich gegen den Bau des Kraftwerks aus. Auch jeder Bürger kann bis zum 12. Januar Einspruch gegen das Akw...