Guttenberg will Feldpost-Vorfälle in Afghanistan aufklären
19.01.2011 | 07:03 Uhr 2011-01-19T07:03:00+0100
Berlin. Verteidigungsminister zu Guttenberg sichert zu, die Fälle geöffneter Heimatpost von Soldaten aus Afghanistan rasch aufzuklären. In den vergangenen drei Monaten seien Briefe nach Deutschland durchsucht worden. Das werde nicht folgenlos bleiben.
Verteidigungsminister zu Guttenberg sichert zu, die Fälle geöffneter Heimatpost von Soldaten aus Afghanistan rasch aufzuklären. In den vergangenen drei Monaten seien Briefe nach Deutschland durchsucht worden. Das werde nicht folgenlos bleiben.
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) will die Vorfälle von geöffneter Feldpost aus Afghanistan rasch aufklären. „Das Öffnen von Briefen von Soldaten ist ein unhaltbarer Zustand, und es sind unverzügliche Untersuchungen eingeleitet worden“, sagte Guttenberg am Mittwoch der ARD. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf ein Schreiben des Wehrbeauftragten Hellmut Königshaus (FDP) berichtet, dass Heimatpost von Soldaten aus Afghanistan offenbar systematisch geöffnet worden sei. Dabei soll es sich ausschließlich um Postsendungen gehandelt haben, die aus dem zentralen Bundeswehrcamp im nordafghanischen Masar-i-Scharif in den vergangenen drei Monaten nach Deutschland gingen.
Guttenberg kündigte an, dass dieser Vorgang nicht folgenlos bleiben werde. „Wenn die Untersuchungen ergeben, dass hier irgendwelche Dinge vorsätzlich geschehen sind, muss das selbstverständlich Konsequenzen haben“, sagte der Minister.
Briefe kamen teilweise ohne Inhalt an
Königshaus hatte sich in einem Schreiben an Guttenberg mit den Worten gewandt: „Bei meinem jüngsten Besuch in Afghanistan wurde ich von Soldaten des ASB MeS (Anmerkung der Red.: Ausbildungs- und Schutzbataillon Masar-i-Scharif) darüber informiert, dass deren Briefe nach Deutschland offenbar in großer Zahl systematisch geöffnet worden seien. Die Briefe kamen nach diesen Berichten bei den Adressaten in der Heimat teilweise mit Inhalt, aber geöffnet, teilweise auch ohne Inhalt an.“
Die Heimatpost aus Afghanistan geht an die Feldpoststelle in Darmstadt und wird an das dortige Briefzentrum der Deutschen Post weitergegeben. Diese ist dann für die Zustellung in Deutschland verantwortlich.
16:36
Zitat:
Können die Adeligen sich kein anderes Hobby suchen ???
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#15 von Herold_Schincke , am 19.01.2011 um 14:08
Herr Schincke, es war immer das Privileg und die Aufgabe des Adels, welcher sich ja aus dem Ritterstand entwickelt hat, den Staat militärisch zu schützen. Erst diese blöden Republikaner haben sich an die Front gedrängelt und das adelige Offizierscorps durchseucht. Und jetzt wollen diese törichten Republikaner nicht, dass der Adel seine verdammte Pflicht tut.
Wie sagte der König von Sachsen so schön, als die Massen ihn 1918 bei der Abdankung zujubelten: Ihr seid mer scheeene Republikaner
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Und wenn die Jungs dort sich ein bisken Stoff nach Hause schicken, den sie dort zum Erzeugerpreis erstanden haben, dann gönnen wir denen das doch von Herzen, oder? Das Zeug hilft auch bei der Bewältigung der Erlebnisse an der Front. Das kannten schon die Tempelritter...
15:41
Wenn es die Sicherheitslage verlangt, dann muss die Post kontrolliert werden. Briefgeheimnis hin oder her - die Soldaten sind ja nicht im Urlaub. Ich möchte mal das Geschrei höhren, wenn es einem Taliban (oder Terroristen) gelingen würde mit der Deutschen Feldpost Informationen aus einem deutschen Lager zu verschicken.
14:27
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14:08
Können die Adeligen sich kein anderes Hobby suchen ???
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12:49
Irgendwie bin ich mir nicht sicher, ob die Beiträge, die die Verletzung des Postgeheímnisses gutheißen, ernst oder satirisch gemeint sind.
12:02
Die Stasi-Erfahrung lässt grüßen. Das Grundübel ist allerdings die Beteiligung Deutschlands an dem Krieg an sich. Die Mehrheit der deutschen Bürger will es nicht. Jedoch setzt sich die mangelhafte Politik darüber hinweg. Wirken wird nur neues Wählerverhalten in Deutschland. Die Kriegsparteien dürfen keine Stimmen mehr bekommen.
10:00
Seltsam dass eben nur Briefe aus einem Standort betroffen sind. Evtl. gibts hier nur einen neugierigen Postbeamten.
Was aber natürlich keine Entschuldigung ist.
09:30
Das zeigt dann wohl, was vom Bürger in Uniform zu halten ist.
Ein Bürger ohne Bürgerrechte offenbar.
08:51
Kommunikation überall – erfrischend ist es, mit immer neuen Details (Post aus Kriegsgebieten zu öffnen gab es immer schon!) immer schneller mehr Menschen zu erreichen.
Nichtwissende werden zu wissenden – oder ist das zu viel?
Für viele Leser ist es eine neue Info, aber es kommt rasend schnell immer mehr dazu.
Wie heuchlerisch zu sagen, dass die Staatsanwaltschaft eingeschaltet werden sollte.
Da ist Profitkrieg und nur das zählt!
Internet oh Internet du Segen für die Menschheit.
Solche Sachverhalte immer wieder der Allgemeinheit offen zur Schau zu stellen kann nur für unsere weitere Entwicklung fruchtbar sein.
Liebe Soldaten schreibt weiter und kommt gesund nach hause. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Öffentlichkeit an die Inhalte kommt.
08:46
Die Bundeswehr ist halt eine demokratische Armee und in Afghanistan, um dort die Menschenrechte zu verteidigen...