Grüne geißeln Merkels Ägypten-Politik
07.02.2011 | 11:00 Uhr 2011-02-07T11:00:00+0100
Berlin. Die Zukunft Mubaraks spaltet die deutsche Politik. Die Grünen werfen Kanzlerin Merkel Zögerlichkeit vor. Sie solle den Rücktritt des ägyptischen Präsidenten fordern, verlangt Trittin. Schwarz-Gelb ist dagegen offen für Mubaraks Deutschland-Reise.
Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin hat die Ägyptenpolitik der Bundesregierung als zu zögerlich kritisiert und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgerufen, den Rücktritt von Staatspräsident Husni Mubarak zu fordern. „Die Bundesregierung muss jetzt klar sagen: Wir wollen einen friedlichen Übergang. Deshalb wollen wir, dass Herr Mubarak zurücktritt“, sagte Trittin am Sonntag am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz der „Berliner Zeitung“. Falls sich Mubarak weiterhin weigere sein Amt aufzugeben, solle Deutschland damit drohen die EU-Budgethilfe an Ägypten einzufrieren, empfahl Trittin.
Während der Sicherheitskonferenz hatte Merkel vor einem überstürzten Vorgehen gewarnt und die Ägypter zur Geduld gemahnt. Trittin nannte dieses Äußerungen „unpassend“. Sie zeigten „in erschreckender Weise die Unentschlossenheit der Europäer“ und „ermunterten das Regime von Mubarak, das Spiel auf Zeit einfach fortzusetzen“, sagte Trittin. Eine mögliche Ausreise Mubaraks zu medizinischen Untersuchungen nach Deutschland, über die in der „New York Times“ spekuliert wurde, lehnte Trittin entschieden ab. „Die Ägypter erwarten von uns Hilfe beim Übergang zur Demokratie. Sie erwarten ganz sicher nicht von uns, dass wir Fluchthilfe leisten für einen gestürzten Despoten“, sagte Trittin.
Schwarz-Gelb offen für Ausreise Mubaraks nach Deutschland
In der schwarz-gelben Koalition in Berlin mehren sich derweil die Stimmen, die eine Ausreise des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak nach Deutschland befürworten würden, sollte sich der umstrittene Regimechef hierzulande einer medizinischen Behandlung unterziehen müssen. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, der CDU-Politiker Ruprecht Polenz: „Schon aus humanitären Gründen wäre es eine Selbstverständlichkeit, Mubarak, falls nötig, eine Behandlung in einem deutschen Krankenhaus zu ermöglichen.“
Der ägyptische Präsident könne an die Untersuchungen auch gerne eine Reha-Maßnahme anschließen, wenn er dies wünsche, deuteten Unionskreise ein gegebenenfalls offenes Ende einer solchen Reise an. Zuvor hatte sich bereits Unionsfraktionsvize Andreas Schockenhoff (CDU) und FDP-Sicherheitsexpertin Elke Hoff für eine solche Variante offen gezeigt, bei der es sich aber formal nicht um politisches Asyl handeln solle.
Auch der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagfraktion, Rolf Mützenich, unterstützt Überlegungen solche Überlegungen. "Sollte eine Aufnahme Mubaraks den friedlichen und freien Übergang in Ägypten erleichtern, kann man dies unterstützen", sagte er. "Das darf aber nicht bedeuten, dass Mubarak vor einer rechtlichen Verfolgung geschützt ist."
Regierungssprecher Steffen Seibert sagte allerdings am Montag in Berlin: "Es gibt weder offizielle noch inoffizielle Anfragen."
„Ägypter müssen selbst bestimmen“
Polenz warnte jedoch davor, den Eindruck zu erwecken, der Westen wolle den Transformationsprozess von außen steuern. „Die Ägypter müssen selbst bestimmen, welche Zukunft sie einschlagen wollen.“ Die Europäische Union könne „Hilfe beim Übergang zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten bieten, aber die Ägypter müssen selbst- und nicht fremdbestimmt ihren eigenen Weg gehen“, betonte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses.
Der CDU-Politiker mahnte deshalb, nicht auf sofortige demokratische Wahlen in Ägypten zu drängen. Die derzeitigen Machthaber und die Muslimbrüder seien derzeit die einzigen politischen Kräfte, die programmatisch, personell und finanziell in der Lage wären, einen Wahlkampf zu bestreiten. „Eine säkulare Opposition muss sich erst bilden und sich zu einer schlagfertigen politischen Kraft aufbauen. Dafür werden mindestens sechs Monate benötigt“, sagte Polenz.
In Ägypten ist trotz erster Gespräche zwischen Regierung und Opposition kein Ende der Proteste in Sicht. Vizepräsident Omar Suleiman traf sich mit der Muslimbruderschaft und anderen Oppositionsgruppen und machte eine Reihe von Zugeständnissen. Dennoch hielten die Oppositionsführer an ihrer Forderung nach einem Rücktritt des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak fest. Mehrere Jugendgruppen kritisierten, sie seien bei den Gesprächen gar nicht vertreten gewesen und kündigten an, weiter demonstrieren zu wollen. (dapd/afp)
21:59
Grüne geisseln...
Ich könnte mich bepis...en vor Lachen!
20:24
Die Grünen reden wieder einmal am Thema vorbei. In welcher Form soll denn Deutschland Einfluss in Ägypten ausüben. Sollen wir dort Panzer hinschicken? Wieder einmal das übliche Getöse des Herrn Trittin. Wenn der seinen Mund aufmacht, höre ich schon nicht mehr hin, es gibt ja den Tonabschaltknopf am TV-Gerät.
19:30
wir gewähren Mubarak gerne in Deutschland unterschlupf. Dann können unsere Polizisten wenigstens auf Kosten des Steuerzahlers noch Personenschutz um die Uhr durchführen, während er seine geklauten Milliarden verwaltet. - Schön ist die Welt (!?)
16:43
So sich doch die USA um diese Pfeife kümmern.
Aber Merkel wird schon dafür sorgen, dass er nach Deutschland kommt. Hier kann ja alles hinkommen.
Da er zu einem Gesundheitscheck kommen soll, ist er doch in Amerika wesentlich besser aufgehoben.
Wir haben hier doch wohl schon genug Asylanten.
Merkel soll sich mal lieber um ihr eigenen Volk kümmern. Aber dazu ist sie ja nicht in der Lage.
Man muss sich nur um andere kümmern; die eigene Bevölkerung ist nur zum belügen und ausbeuten da.
16:33
man kann garnicht häufig genug fragen warum die grünen das problem mit mubarak nicht gelöst haben als sie mit der spd an der macht macht waren.
16:33
Der Herr tritt ihn hat wohl die Absicht somalische und oder nigeranische Verhältnisse in Ägypten einführen zu wollen, wenn dem so sein soll, wird D vergrössert werden müssen, um Millionen Flüchtlinge aus Ägypten aufnehmen zu können. Zum Glück wissen die Oranjen, wie man Land aus dem Meer gewinnt. Ägerlich, das millionen Euro für Offshore Windanlagen verballert wurden, die bald auf dem Trockenen stehen und hätten dort für einen Bruchteíl der Gelder gebaut werden können.
15:09
# 13 hannesvonhomberg
Na, wenn das so ist, muss unsere Kanzlerin die
Westfalenhalle für ein Freundestreffen mieten.
14:58
Zu 8. Jeder Amtierende Staat ist ein Soverän, damit kann der Nachbar verkehren oder es sein lassen, wenn wir als Deutsche uns in allem ein-mischen, und alles besser können, wären wir sehr schnell isoliert. Zum Schluss ein Spruch:
Bist du in Freundes-Runde, kommt nur die Wahrheit aus deinem Munde, steh-st du bald allein in kleiner Runde.
13:59
Sowohl aus juristischen, aber vor allem aus moralischen Gründen sollte dem ägyptischen Präsidenten die Einreise nach Deutschland verwehrt werden!!
Auch der angeblich schlechte Gesundheitszustand Mubaraks darf keine Begründung darstellen.
Denn unter diesem Vorwand leistet die schwarz-gelbe Koalition nicht nur Fluchthilfe, sondern sie ermöglicht auch, dass sich Mubarak der juristischen Verantwortung in Ägypten entzieht und sich mit deponierten Geldern auf irgendwelchen Auslandskonten ein angenehmes Leben macht.
Es kann nicht sein, dass die Regierung unseres “ demokratischen Rechtstaates “ sowohl eine Rechtsbeugung, als auch einen Rechtsbruch von solchem Ausmaß auch nur ansatzweise überlegt !!
Die daraus folgenden Konsequenzen ( Verlust der Glaubwürdigkeit, etc. … ) werden auf keinen Fall einen positiven Charakter haben !!
Da die USA ihn über Jahre hofiert, gestützt und mit Waffen beliefert haben, können sie ihm jetzt auch Asyl gewähren !!
Außerdem soll es dort hervorragende Ärzte geben !!!!!!
13:33
Vielleicht wird Mubarak Kanzlerkandidat der cDU. Da sag doch einer, Multi-Kulti ist Tod!