Google erweitert Suchfunktionen gegen Bilder-Diebstahl im Web
18.07.2011 | 13:14 Uhr 2011-07-18T13:14:00+0200
Dortmund/Düsseldorf. Gegen Bilderdiebstahl im Internet war bis dato kaum ein Kraut gewachsen. Google hat jetzt seine Suchfunktionen um eine „Foto-Reverse-“Suche erweitert. Das hilft z.B. Fotografen bei der Suche nach Copyright-Verstößen. Website-Betreiber sollten gewarnt sein.
Die Einladung zum Tischtennis-Turnier einer Kirchengemeinde in Wien vom Januar hätte wohl kaum den Weg bis nach Düsseldorf gefunden. Und so war es mehr ein Zufall, dass ein Grafiker in der NRW-Landeshauptstadt vor wenigen Tagen im Internet darauf stieß ist – und damit einen dreisten Urheberrechtsverstoß entdeckte. Denn die in der Einladung verwendete Grafik, noch dazu mit der Bitte ums Weiterverbreiten versehen, stammt von ihm und wurde unerlaubt irgendwo aus dem Netz kopiert. Der Grafiker hat inzwischen einen Anwalt eingeschaltet.
Die Wahrscheinlichkeit, bei einem Urheberrechtsverstoß im Internet durch unerlaubt veröffentlichte Bilder entdeckt zu werden, dürfte für Betreiber von Webseiten jetzt steigen. So ganz zufällig war der Fund des Düsseldorfer Grafikers, der namentlich nicht genannt werden möchte, nicht. Seit wenigen Wochen bietet Google bei der Bildersuche ein neues Feature, das es bis dato bei der frei zugänglichen Spezialsuchmaschine tineye.com oder Datenbanken wie Fotofinder.com gab: eine „Foto-Reverse-Suche“.
Google führt Technik von Spezial-Suchmaschine ein
Bisher ließen sich Bilder bei Google nur über Stichworte suchen. „Kein gutes Mittel, um Bilderklau auf die Spur zu kommen“, sagt Andreas Ehrhard, freier Fotograf in Dortmund. Jetzt kann man bei Google auch Bilder vom Rechner hochladen oder via Bild-URL nach Kopien fahnden. Die Suchmaschine listet dann auf einen Mausklick Dutzende ähnlicher Motive auf. Selbst, wenn sie auf Webseiten als pdf-Dokumente verlinkt sind. Zwar entsprechen längst nicht alle Ergebnisse dem vorgegebenen Bild-Motiv, aber mitunter sich Treffer darunter.
„Mit Ausnahme nur weniger Länder“ ist die neue Suchfunktion durch Google seit Juni weltweit freigeschaltet, erklärt eine Unternehmens-Sprecherin am Deutschland-Sitz in Hamburg. Jedes online kursierende Bild soll für eine Suchanfrage verwendet werden können, setzt man sich bei Google als Ziel; für die Browser Chrome und Firefox wurde für den besonders leichten Zugang extra eine Extension eingerichtet. Dass man so Bilderklau besser auf die Spur kommen kann, hatte man bei Google allerdings nicht in erster Linie im Fokus: „Hinter jedem Bild steckt eine Geschichte, die wir unseren Nutzern helfen wollen, zu entdecken“‚ beschreibt die Google-Sprecherin. „Die Suche anhand von Bildern öffnet diese Welt für unsere Nutzer, indem sie ihnen ermöglicht, Informationen, Meinungen und Fakten über die Bilder, die sie im Internet sehen, zu finden“. aufdecken.
„Die Ware Bild hat in Deutschland keinen großen Wert“
Das neue Google-Feature könnte so manchen Rechteverstoß entlarven, der bisher unentdeckt geblieben ist. Einfach weil Google „die meiste Such-Macht hat“, glaubt Andreas Ehrhard. Bei seinem ersten Online-Check stieß der 42-Jährige gleich auf fünf unerlaubte Veröffentlichungen eigener Werke, „wo ich es nie erwartet hätte“ – und wohl auch nie entdeckt: auf Webseiten in Indien, Chile, Nordamerika, Großbritannien und Österreich. Insgesamt hat Ehrhard mehrere Tausend Motive online veröffentlicht, deren illegale Verbreitung er bei vielen Motiven jetzt, auch mit Google-Hilfe, verfolgen will.
Bisher „ist gegen den Bilderklau im Internet noch kein Kraut gewachsen“, sagt hingegen Rainer Steußloff, Vorstandsmitglied im Verband Freelens. Bessere Such-Features wünscht man sich bei der deutschen Vereinigung freier Berufsfotografen schon lange. Die Ware Bild „hat besonders in Deutschland keinen großen Wert“, das Unrechtsbewusstsein sei bei Nutzern kaum ausgeprägt, meint Steußloff, der auch Inhaber einer Fotoagentur in Berlin ist.
Bei Reisefotografen wird besonders gern geklaut, auch von Unternehmen
Er beklagt, „da gerade professionelle Fotografen auf die Veröffentlichung ihrer Werke angewiesen sind, ist hier eine große Gefahr des Bilderklaus, da die einschlägigen Internetseiten gerne und viel gelesen werden. Außerdem laden professionell gestaltete Internetauftritte, bekannte Namen oder beliebte Themengebiete immer zu reger Downloadtätigkeit ein“.
Wer sich im Internet an fremden Fotos für die eigene Website oder einer andere Veröffentlichung „bedient“, „dem muss klar sein, dass er damit in den meisten Fällen die Rechte eines Anderen verletzt“ und eine Abmahnung risiert, heißt es auf der Website einer Berliner Anwaltskanzlei. Zwar gibt es spezielle Web-Angebote wie Flickr.com, auf denen man Millionen von Fotos findet, die oftmals über entsprechende Lizenzbedingungen zumindest im privaten bereich kostenfrei genutzt werden können. Jedoch muss auch hier in jedem Einzelfall genau auf das Copyright und den Inhalt der Nutzungsbedingungen geachtet werden: „Die meisten im Netz verfügbaren Photos dürfen jedoch nicht ohne weiteres veröffentlicht und verwendet werden.“ Wichtig: „Es spielt keine Rolle, ob derjenige, der das Foto unberechtigt verwendet hat, damit einen Gewinn erzielt hat“, so der Expertenrat. Wird der Verstoß entdeckt, kann es teuer werden. Ärger vermeiden kann man, wenn man Fotos verwendet, die mit einer „Creative- Commons-Lizenz“ versehen sind. Suchen kann man solche Bilder auch über ein spezielles Feature bei Google. (dae/WE)
Besonders Reisefotografen hätten „sehr häufig mit Urheberrechtsverletzungen zu tun“, sagt Steußloff. Weil ihre Bilder gerne zur Verschönerung von Webseiten eingesetzt würden. Das Spektrum der Bilderdiebe reiche von Privatleuten bis zu Reiseveranstaltern und Immobilienunternehmen. Was die meisten Nutzer, wie Steußloff glaubt, nicht wüssten oder einfach missachteten: „Jede unerlaubte Veröffentlichung eines Bildes ist eine Straftat.“
Bilder ohne Wort-Infos finden sich so gut wie nie
Dass Google seine Suchmaschinen-Optionen erweitert, findet Steußloff im Prinzip nützlich, „für mich aber ist das noch nicht sehr hilfreich. Etwa 50.000 Fotos hat Steußloffs Agentur im Internet veröffentlicht. „Da kann man nicht jedes einzelne Bild per Hochladen überprüfen.“ Zumal die Trefferquote doch arg lückenhaft sei: „Das pure Bild, wo alle Informationen fehlen, finde ich so gut wie nie“.
Beim Portal Photopatrol glaubt man, technisch etwas weiter als Google zu sein, sagt Geschäftsführer Sven Friedrichs: Etwa 80 Millionen Websites weltweit durchforstet der Spezialanbieter auf der Suche nach Urheberrechtsverstößen im Aufrag von Kunden und gegen Gebühr. „Wir detektieren etwa 100.000 Bilder pro Woche“. Zur Trefferquote mag Friedrichs nichts sagen, nur dass wichtige Metadaten von Fotografien für eine Ähnlichkeitsanalyse ausgewertet werden. Photopatrol vermittelt zudem „den kompletten Service“, bis hin zur Abwicklung von Abrechnungen oder Abmahnungen. Nicht jeder Ertappte sei einsichtig, berichtet Friedrichs: „Etwa ein Drittel der Personen reagieren völlig überrascht, ein Drittel sind verwundert, dass Sie entdeckt worden sind und ein weiteres Drittel verhält sich militant uneinsichtig.“
Neues ‘Hobby’ in der Szene: „Fotos suchen“
Müssen Webseiten-Betreiber jetzt das große Zittern kriegen? Der Rechtsanwalt Christoph Najberg erwartet durch das neue Google-Feature nun „neue Abmahnwellen“. Najberg hat sich auf Medien- und Urheberrecht spezialisiert. „Wenn man sich in der Szene umhört, gibt es dort jetzt ein neues ‘Hobby’: Fotos suchen“, berichtet der 32-Jährige. Für manche Freiberufler sei dies im übrigen fast überlebenswichtig, sagt Najberg. Zumal sie den Schaden anhand der offiziellen Tarif-Listen (bei Fotografen die der Mittelstandsvereinigung Foto-Marketing [MFN]) berechnen könnten. Najberg: „Mitunter ist das Honorar da höher, als man es für eine rechtmäßige Verwendung ausgehandelt hätte.“
Urheberrechtsverstoße dann auch zu verfolgen „fällt Mandanten jedoch oft nicht leicht“, erfährt Najberg immer wieder. Manche befürchteten, „dass sie dadurch in einen schlechten Ruf kommen“ oder gar potentielle Auftraggeber verlieren. Zudem sei die Ahndung von Verstößen im Ausland juristisch knifflig und meist langwierig – für Najberg aber ist sie unabdingbar: „Es geht darum, ein Bewusstsein in die Köpfe zu kriegen, dass man Bilder nicht einfach ungefragt verwenden darf“.
Dass es bei Verstößen gleich zur Abmahnung kommen muss, sieht Najberg im übrigen nicht: Er empfielt: „Wer Bilder im Netz veröffentlicht hat, sollte sich am besten schnell nach den Rechteinhabern erkundigen und sich bei ihnen melden.“ Wenn es sich dabei um Freiberufler handle oder kleinere Agenturen, „dürfte man sich schnell über eine erlaubte Nutzung einigen“. Die würde dann freilich etwas Geld kosten. Die Spanne ist groß: Andreas Ehrhard aus Dortmund hat gerade einen besonders dreisten Bilderdieb in Österreich eine Abmahnung schicken lassen. Über 5000 Euro, für Bildhonorar und Straf-Aufschlag. In einem anderen Fall bemisst er die Verwendung eines seiner Bilder deutlich geringer: „Da sind es vielleicht 30 Euro“.
23:31
Unter http://ecommerce-advanced.com/neue-google-bildersuche-zur-bilderklau-recherche-verwenden-245/ habe ich das neue Feature aus Shopbetreibersicht unter die Lupe genommen. Gerade in diesem Bereich kommt es besonders häufig zu Urheberrechtsverletzungen, die anders als im privaten Einsatz, finanzielle Schäden verursachen können, die über die Lizenzkosten weit hinausgehen, z.B. wenn ein direkter Konkurrent ein aufwändig produziertes Bildmaterial als sein eigenes ausgibt.
08:30
@ DerEchteIgel:
Ist die Qualität des missbräuchlich verwendeten Bidles nicht eigentlich vollkommen egal? Fakt ist, hier wurde ein Bild missbräuchlich verwendet und das ist strafbar.
Ich gehe auch weiterhin davon aus, dass die große Mehrzahl der Fotografen kein Problem damit hat, die Nutzung zu erlauben ... sie möchten halt nur im Vorwege wissen, und ihre Zustimmung abgeben.
Wer sich an diese eigentlich selbstverständlichen Dinge nicht hält, muss halt auch die Folgen akzeptieren.
08:03
Herrlich der Kindergarten der möchtegernprifsknippser mal wieder unter sich. Fakt ist, qualitativ hochwertiges Fotomaterial muss man käuflich erwerben - vollkommen korrekt! Aber den Müll der Mainstreamfotos, mit dem man in vielen News und Szeneportalen überflutet wird, was ist denn damit? Ach und ich kann auch mit meinem Handy bessere und vlt Interessantere Bilder knippsen und ins Netz stellen... Jeder, der eine Digitalkamera hat tut das doch schon, seis bei Flickr oder wie sie alle heissen! Ich find das immer wieder lächerlich wie sich hier dann angebliche Urheber aufplustern und versuchen mit aller Gewalt ihr Recht durchzudrücken. Meinungsmache ist auch eine Form von Content... Das Recht am geschriebenen Wort könnte ich mehrfach einfordern, aber wozu - die Öffentlichkeit nutzt das was öffentlich ist öffentlich - so auch Bilder, da muss ich mich als Fotograf nicht wundern das meine Bilder sobald ich sie öffentlich verfügbar mache auch öffentlich genutzt werden. Wenn ich dann keinen Copyright-Hinweis sichtbar im Bild habe - pech gehabt, jedenfalls macht dieser die Sache dann einfacher und hält eher böse Fotokopierer davon ab ein Foto zu Kopieren und anderweitig zu nutzen. Denn wenn man es ganz genau nimmt, wird dem Fotografen ja nicht das Originalbild gestohlen, sondern eine Kopie von einer Kopie angelegt und diese weiterverbreitet. Da gibt es jetzt schon viele sinnvolle technische möglichkeiten dieses Wildkopieren zu unterbinden (Farbtiefenreduzierung, Auflösungsreduzierung, Wasserzeichen - alles was mit guter Fotosoftware ohne grössere Probleme bewerkstelligt werden kann) und schon werden die Bilder für den dreisten Bilderkopierer mehr oder weniger unbrauchbar. Zum anguggen reicht es ja und potentielle Kunden werden das sicherlich auch akzeptieren das man sich als Fotograf in dieser Form gegen den Bilderklau schützt. Es muss nicht immer gleich das Originalfoto in bester Qualität ins Netz gestellt werden, denn das fördert doch den Klau erst. Naja aber hinterher dann jammern ist ja einfacher als vorher mal ein wenig nachzudenken und geeignete Mittel zu suchen.
Und so ganz am Rande, bei unseren Webpräsentationen greifen wir mittlerweile zu 95% auf eigenes Bild und Grafikmaterial zurück, da es günstiger ist, selbst Grafik zu erstellen, als sich diese teuer zu erkaufen. Auch gibt es genug Hobbyfotografen, die ihr Bildmaterial für eine Publikation dankend kostenlos zur verfügung stellen, welches in der Qualität dem der Profis oftmals in nichts nachsteht.
07:57
@#43 mister_t
Danke! Wir beide schwimmen ja wohl im gleichen Boot ;-) - Sehe ich genau so! Und handhabe ich auch genau so!
Für eine private Seite gebe ich auch schon mal für lau, aber fragen muss der Betreiber VORHER!!!
Alle anderen .... siehe oben!
07:38
@ duslip:
Ich sehe das relativ entspannt, wer mich fragt, ob er (oder sie) meine Bilder nutzen darf, bekommt auch eine entsprechend freundliche Antwort. Und wenn das Projekt nicht gerade gegen meine Einstellungen ist, sollte sich eine Erlaubnis auch problemlos darstellen lassen. Nur Fragen muss man halt vorher :-)
Wer aber der Meinung ist, er (oder sie) könne sich irgendwo im Netz an meinen Bildern bedienen, der wird auch mit den Folgen leben müssen.
@ meigustu:
Es werden auch gekennzeichnete Bilder einfach geklaut, wie oft sind Bilder aus meinem Umfeld schon bei Youtube verwendet worden und waren mit irgendwelcher Musik unterlegt. Diese Bilder haben, da bekannt ist, von welcher Internet-Seite sie stammen, sowohl ein Logo drauf als auch einen Balken mit Name des Fotografen und der Homepage. Und was nützt es? Gar nichts.
Daher bleibe ich dabei ... wer der Meinung ist, sich ungefragt an fremden Eigentum zu vergreifen, der muss letztlich auch mit den Konsequenzen leben. Und die lauten nun einmal
- Rechnung
- Abmahnung
- Anzeige / Gerichtsverfahren
Und zu einem Gerichtsverfahren kommt es eh erst dann, wenn die vorigen Schritte nichts gebracht haben, was in sehr vielen Fällen der Fall ist.
Deswegen auch meine ziemlich extreme Meinung: Wer sich ungefragt an fremden Eigentum vergreift, der muss die Konsequenzen tragen. Und wer die Menschen verurteilt, die das durchsetzen wollen, der steht in meinen Augen auf gleicher Stufe wie die Bilderdiebe ...
22:14
Solange jemand kein Geld damit verdient und irgend ein Bild nur auf seiner harmlosen, privaten Homepage veröffentlicht, wäre es mir völlig egal, in solchen Fällen sollte das Urheberrecht locker gehandhabt werden.
Wenn jedoch welche damit Geld verdienen, sieht die Sache natürlich anders aus.
19:38
petrag67 Sie reden doch Unsinn, die wenigsten Profis kennzeichnen die Bilder. Selbst Herr Ehrhard kennzeichnet seine Fotos nicht, obwohl seine Websoftware offensichtlich das Tagging beherrscht. Denn es kann seinen eigenen Programmnamen in die Bildkommentare eintragen. Daneben gibt es noch weitere Möglichkeiten Fingerprints im Bild selbst zu hinterlegen.
Weiter ist die Schaffung einer zentralen Datenbank sinnvoll in der Interessenten Preis und Kontonummer abfragen können.
Wer auf solche völlig problemlosen Sicherungen verzichtet, muss sich nun mal den Verdacht gefallen lassen, das seine Bilder über das Abmahnmodell mehr bringen als sie am freien Markt jemals erzielen könnten.
Wer da den Knallharten macht und seinen Digitalkünstlern diese vernünftigen einfachen Vorsorgemaßnahmen nicht dringend ans Herz legt, kann eigentlich nur ein Abmahnanwalt sein.
Der würde natürlich nicht mehr gebraucht, wenn die Gutwilligen einfach bezahlen oder auf die Bilder verzichten.
13:20
Hmm ...
in dieser Diskussion zeigt sich einmal mehr, dass es bei vielen Nutzern des Internet kein Verständnis für Eigentumsrechte gibt.
Fakt ist, ich darf im Normallfalle nichts einfach verwenden, was ich irgendwo im Internet finde. Würden sich da alle Nutzer dran halten, würden ganze Berufszweife verarmen.
Wir mein Eigentums- oder Urheberrecht verletzt, so habe ich verschiedene Möglichkeiten zu reagieren ....
- ich mache gar nichts
- ich schreibe eine Rechnung
- ich lasse eine Abmahnung schreiben
Für jemanden der mit seinen Werken leben muss, entfällt Möglichkeit 1 sofort, weil er sich damit selbst seine Existenzgrundlage entzieht.
Ich würde es nicht einsehen, warum ich auf meine Rechte verzichten soll, also wird es immer zu Möglichkeit 2 oder 3 kommen. Da aber kaum einer auf eine Rechnung reagiert, kommt es eh zu einer anwaltlichen Vertretung mit der anschließenden Kostenübernahme durch den Verursacher. Gerichtsentscheidungen sind in diesem Thema zum Glück sehr eindeutig und sprechen nur eine Sprache.
Jeder, der sich darüber aufregt, dass er für eine ungefragte Nutzung von Bildern (oder Texten) aus dem Internet zahlen muss, hat halt Pech gehabt und verdient es in meinen Augen auch nicht besser.
10:39
Jeder Profi kennzeichnet seine Bilder oder Texte als sein Eigentum! Nur das interessiert die Leute nicht! Und wer Bilder oder Texte klaut, unterschlägt bei seinen Veröffentlichungen meist alle Copyright-Vermerke, sonst wäre es ja zu einfach, die geklauten Sachen zu finden. Und wer bereits geklaute Bilder weiterverwendet, kann genauso wie der erste Dieb zur Rechenschaft gezogen werden. An Hehlerware kann man weder Eigentum noch Nutzungsrechte erwerben ...
Und wenn jemand Bilder (oder Texte) für eine Veröffentlichung nutzen will und weder Kontaktdaten noch einen Hinweis findet, unter welchen Voraussetzungen er die Bilder nutzen kann (ich rede hier nicht von Kopien für den privaten Gebrauch auf dem eigenen Rechner), dann sollte er die Finger davon lassen! Auch der unbedarfte User muss lernen, fremdes Eigentum zu respektieren!
Auf bestimmten Seiten werden Bilder und Texte frei zur Nutzung angeboten (CreativeCommons-Lizenz, z. B. Fotos auf Wikipedia). Alles andere darf halt nicht für eine Veröffentlichung im Internet verwendet werden.
10:04
#37 von petrag67
Sie scheinen damit ja wohl ihr Unterhalt zu verdienen.
Nein,es gibt z.B Bilder die frei sind,woher soll ich als unbedarfter User das wissen,jeder Shop muss seine Preise so angeben das sie verständlich sind.
Selbst ganz normale Homepagebesitzer kennzeichnen ihre Bilder,die Profis die Ihre Bilder im Netzt stellen nicht,da ist doch was faul im Staate Dänemark.
Moral und Anstand ist diesen Leuten fremd,gehören sie dazu ?^^
Ich höre sie ja gar nicht mehr Lachen..