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GM schickt neuen Chef-Designer aus Detroit zu Opel

18.06.2012 | 17:52 Uhr

Der US-Autokonzern General Motors (GM) schickt einen seiner wichtigsten Designer zur Rettung der angeschlagenen Tochter Opel: Der 43 Jahre alte Amerikaner David Lyon wird neuer Chefgestalter von GM Europa, "mit dem Schwerpunkt, die Marken Opel und Vauxhall wachsen zu lassen", wie GM am Montag mitteilte.

Rüsselsheim/Detroit (dapd-nrw). Der US-Autokonzern General Motors (GM) schickt einen seiner wichtigsten Designer zur Rettung der angeschlagenen Tochter Opel: Der 43 Jahre alte Amerikaner David Lyon wird neuer Chefgestalter von GM Europa, "mit dem Schwerpunkt, die Marken Opel und Vauxhall wachsen zu lassen", wie GM am Montag mitteilte. Lyon folgt auf Mark Adams, der zum Designchef der GM-Marken Cadillac und Buick ernannt wurde.

Lyon werde dem Führungsteam um den Opel-Vorstandsvorsitzenden Karl-Friedrich Stracke angehören, erklärte GM. Lyon verantwortet bisher das Innenraum-Design für GM in Nordamerika am Konzernsitz in Detroit. Er ist seit 1990 bei GM. Unter seiner Regie entstanden Autos wie Buick Enclave, Chevrolet Volt oder Cadillac STS.

Die gute Arbeit von Lyon von 2004 bis 2007 bei GM Asien trägt heute zu den Problemen bei Opel bei: Lyon entwickelte kleine Modelle für Chevrolet wie Cruze, Sonic und Spark, die heute Opel in Europa das Leben schwer machen.

Unterdessen hat nach der spontanen Protestaktion der Bochumer Opel-Arbeiter am Wochenende das von der Schließung bedrohte Werk am Montag wieder ohne Probleme produziert. "Der Betrieb ist um 06.00 Uhr ganz normal angelaufen", sagte ein Firmensprecher. Am Samstag hatten 2.000 Opel-Arbeiter überraschend eine Belegschaftsversammlung in Bochum verlassen, weil der Vorstand keine konkreten Aussagen über die Zukunft der Fabrik nach 2016 machen wollte.

Bisher sind die Jobs bei Opel durch einen Vertrag bis Ende 2014 geschützt. Nun hat das Unternehmen bei Zugeständnissen der Belegschaft eine Verlängerung bis 2016 angeboten.

Nach Angaben des Bochumer Opel-Betriebsratschefs Rainer Einenkel in den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe will Opel bei einer Schließung seines Bochumer Werks 500 Millionen Euro für den Personalabbau bereitstellen. "Rechnet man die allgemeinen Schließungskosten und die Sanierungskosten hinzu, kommt man auf rund eine Milliarde Euro", sagte er. Ein Opel-Sprecher in Rüsselsheim lehnte es am Montag ab, die Aussagen von Einenkel zu kommentieren.

dapd

dapd

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Kommentare
18.06.2012
18:08
GM schickt neuen Chef-Designer aus Detroit zu Opel
von J-23 | #1

Ich hoffe, dass der Astra nicht bald wie Aveo aussehen wird.

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